Nakhon Sawan versinkt:
In der Stadt ist die Böschung und der Betondamm entlang des Ping Flusses
komplett eingebrochen, was den Wassermassen ungehinderten Zugfluss in
das Stadtzentrum ermöglicht.
Die Atmosphäre in der Stadt ist chaotisch, Menschen fliehen in der Angst um ihr
Leben und versuchen ihr Hab und Gut in höher gelegene Gebiete zu schaffen.
Gleichzeitig geht die Furcht vor Plünderern um. Viele Einwohner wollen deshalb
Ihre Häuser nicht verlassen und setzen sich großer Gefahr aus.
Großteile der Satdt sind nur noch im Boot zu erreichen, Die Geschäfte sind fast
leergekauft, da sich die Bewohner mit Vorräten an Lebensmitteln, Wasser und
Konserven eindecken.
Die Behörden teilen mit, das die Bewohner schnellstmöglich ihre Häuser
verlassen, und die fünf ausgewiesenen Schutzeinrichtungen aufsuchen sollen.
Ayutthaya im Chaos:
Da es nicht gelang, das Industriezentrum vor dem Hochwasser zu schützen,
wurden viele Fabriken überflutet und mussten schließen, auch das Werk des
Autoherstellers Honda.
Bei Honda Ayutthaya schwimmen tausende fertiggestellte und zur Auslieferung
bestimmte Neuwagen in den Fluten. Ebenso sind die Fabriken von Canon und
Nikon unter Wasser. Die Arbeiter der Fabriken sind bereits seit 3 Wochen
beurlaubt und dadurch fehlt das Einkommen.
Die Innenstadt von Ayutthaya versinkt ebenfalls in den Wasser, an einigen
Punkten soll das Wasser bis zu 5 Meter hoch stehen. Krankenhäuser mussten
evakuiert werden.
Es gibt Überlegungen, die am schlimmsten betroffenen Bezirke komplett zu
evakuieren.
Hamsterkäufe haben die Reagle der Supermärkte leergefegt und nun wichtige
Dinge wie Gas-/Spirituskocher, Gummiboote etc. sind schon lange nicht mehr
erhältlich.
Bangkok in Angst:
Bereits 17 überschwemmte Stadtteile sorgen für für Angst und Schrecken, denn
der Höchststand wird erst in 3-5 Tagen erwartet. Der eigentlich immer heftige
Verkehr kam größtenteils komplett zu Erliegen.
Nun sollen 700.000 Sandsäcke die Stadt vor noch schlimmerem Schaden
bewahren.
Ab Dienstag soll auf dem Chao Phraya in Bangkok eine Armada von 1000
Schiffen an Brücken vertäut werden, die Schiffsmotoren sollen mit Vollkraft
laufen, um das Abfließen der Flutmassen zu beschleunigen.
13 Stadtteile könnten untergehen, sagt Gouverneur Sukhumbhand Paribatra.
"Jeder Kanal in Bangkok ist randvoll, wenn es noch mehr regnet, steht ganz die
ganze Stadt unter Wasser."
Fischer werfen ihre Netze in der Innenstadt aus, und dazwischen brausen Thais
auf Jetskis durch überfluteten Straßen, um Menschen zu evakuieren und nach
Vermissten zu suchen.
NID: 51 vom: 13.10.2011 | |