Die Universität der thailändischen Handelskammer schätzt den wirtschaftlichen
Schaden, der durch die Flutkatastrophe bisher entstanden ist, auf 500 Milliarden
Baht. (ca.12 Milliarden EUR)
Karte der überfluteten
Gebiete
ABC News -Video aus Bangkok
Versorgungsengpässe
Die Foodkette 7-Eleven teilte mit, dass von den 6.200 Filialen der Kette rund 270
Geschäfte in den überschwemmten Gebieten geschlossen werden mussten,
nachdem die Menschen in Panik und Eile so gut wie alles leer gekauft hatten.
?Wir kommen aufgrund der katastrophalen Verkehrslage mit den Lieferungen
nicht mehr hinterher?, sagte der 7-Eleven-Betreiber.
Auch in vielen anderen Ketten sind die Regale leer. In vielen Gebieten wird die
Lage wegen der fehlenden Lebensmittel und des dringend benötigten
Trinkwassers sehr bedrohlich.
Wegen der erheblichen Versorgungsengpässe hat die Premierministerin
Yingluck angeordnet Importbeschränkungen für Lebensmittel aus benachbarten
Ländern aufzuheben.
Die Bank von Thailand meldet, dass wegen des Hochwassers 283 Bankfilialen
geschlossen werden mußten. Wie lange die Banken geschlossen bleiben,
konnte bisher noch niemand beantworten. Wie die Menschen in den betroffenen
Gebieten nun an Bargeld kommen ist ungeklärt.
Inlandsflughafen
Aus Sicherheitsgründen für die Passagiere und Flugzeuge wurde der Don
Muang Flughafen für den gesamten Flugverkehr gesperrt, berichtet die nationale
Presse. Die Sperrung erfolgte, nachdem die eingetretenen Wassermassen die
Start- und Landebahnen überflutet und einen Schaden an der Beleuchtung
verursacht hatten. Die meisten Flüge wurden auf den bisher nicht betroffenen
Flughafen Suvarnabhumi verlegt. Die geänderten Flugzeiten sind auf dem Airport
bzw. bei den Airlines zu erfragen.
Die US Army entsandte den Flugzeugträger USS George Washington von
Singapur in thailändische Gewässer um humanitäre Hilfe anzubieten. Die thail.
Regierung lehnte jedoch ab.
Bangkok
Da der Damm im Bezirk Bang Phlat beschädigt wurde, ist bereits ein Teil des
Bezirks überflutet. Auch aus der benachbarten Provinz Nonthaburi strömen
weitere Wassermassen ein und haben den Verkehr auf der Charansanitwong
Straße zum Erliegen gebracht.
Der höchste Wasserstand wurde an der Kreuzung Charansanitwong und der
Hauptstraße gemessen. Hier steht das Wasser bereits bis zu 1,50 Meter hoch.
PKWs und kleiner LKW haben keine Chance mehr, die Region zu verlassen, die
über 30.000 Bewohner sollen jetzt vom Militär evakuiert werden.
Karte des betroffenen Bezirks
Da es in Bangkok fast kein Trinkwasser (aus Flaschen) mehr gibt, wurden die
Bangkoker aufgefordert, Leitungswasser in Flaschen abzufüllen. Allerdings
kommt in manchen Gebieten eine übel riechende Flüssigkeit aus den Hähnen...
der Gouverneur gab nun zu, dass die Leitungswassersituation schlimmer sei
als erwartet.
Flutvideo Euronews
NID: 58 vom: 26.10.2011 | |