Thailändische Zeitungen melden, daß das Katastrophenschutzamt die Zahl der
Todesopfer, die durch das verheerende Hochwasser gestorben sind, um
weitere 23 Menschen auf 529 erhöhen mußte. Weitere Personen werden noch
vermißt.
Nach den neuesten Angaben sind über 1 Million Menschen in 24 Provinzen von
Überschwemmungen und Hochwasser betroffen.
Ausserdem haben Plünderungen in den überfluteten Gebieten stark
zugenommen.
Die Diebe sind vor allem in den evakuierten Gebieten unterwegs. Die
leerstehenden Häuser der Flutopfer werden am Tage gecheckt, und in der
Dunkelheit leergeräumt.
Die Polizei meldet, das sich Kriminelle auch über die abgestellten Autos
auf den Brücken hermachen. Ein Auto nach dem anderen wird aufgebrochen
und lohnende Wertsachen gestohlen und Elektronik wird ausgebaut.
Die Verkehrssituation ist völlig unübersichtlich. Welche Strassen noch befahbar
sind, hat die thailändische Verkehrspolizei nun auf einer Website
zusammengefasst:
Unbefahrbare Strassen in Bangkok mit Webcams
Auch auf die japanische Autoindustrie hat die Flut erhebliche Auswirkungen, da
sich in Thailand viele Produktions- und Zulieferbetriebe angesiedelt haben. So
kann Toyota 150.000 Autos nicht fertigstellen,weil die Produktion in mehreren
Zulieferbetrieben und Pkw-Werken in Thailand unter Wasser steht. Hondas
Hauptwerk in Thailand steht unter Wasser und die noch trockenen Werke der
Firma können wegen überfluteter Zufahrten nicht beliefert werden.
Aktuelle Luftaufnahmen aus
Bangkok und Umgebung
Provinzen
Die Situation in den nördlicheren Provinzen Ayutthaya und Nakhon Sawan hat
sich geändert. Die Wasserpegel sind dort gesunken und in vielen Gegenden ist
das Wasser einem stinkenden Morast gewichen. Die Stadtkerne sehen nach
der Flut aus wie nach einem Bombenangriff: Überall Schutt, Tierkadaver und
unendliche Mengen an angeschwemmtem Müll.
Inzwischen wurden 33.000 der 700.000 entlassenen Industriearbeiter in den
Unternehmen wieder eingestellt, die sich nun hauptsächlich mit
Aufräumungsarbeiten und Instandsetzung beschäftigen.
NID: 64 vom: 09.11.2011 | |