Die unheimlichen Wassermengen die in den letzten Wochen über Thailand
niedergegangen sind, drohen das Land ins Desaster zu stürzen.
Ein Großteil der Reisfelder des größten Reislieferanten der Welt ist zerstört, und
dies wird nicht nur viele Reisbauern noch ärmer machen, sonder schon jetzt
steigen die Reispreise in Thailand erheblich. Das wiederum ist für die oft sehr
arme Bevölkerung eine absolute Katastrophe.
Auch die Industrie in der thailändischen Tiefebene steht still. Viele
Produktionsbetriebe sind überflutet, und die etwas höher liegenden Firmen
haben keinen Strom und wegen überfluteter Straßen ist es den meisten
Mitarbeitern gar nicht möglich zu ihren Arbeitgebern zu gelangen.
Die Stadt Nakhon Sawan, ca. 250 km nördlich von Bangkok beginnt mit der
Evakuierung der Kliniken da nun auch der letzte Schutzdamm geborsten ist und
nun die Wassermassen, in die von mehreren Flüssen umgebene Stadt,
ungehindert eindringen können.
Die Rand- und Wohngebiete stehen mittlerweise 2-3m unter Wasser und wer
kann, der zahlt heftige Summen um einen der höher gelegenen Parkplätze am
Stadtrand zu ergattern. -Luxus- wie Strom gibt es schon seit mehreren Tagen
nicht mehr, Schulen sind geschlossen und das Wasser steigt weiter.
Die Tempel und die Stadt des Weltkulturerbes Ayutthaya stehen mittlerweise
ebenfalls bis zu 3m unter Wasser und Teile der Stadt sind evakuiert. Viele
Menschen leben nun in Zelten direkt an den etwas höher liegenden Autobahnen.
Das Ayutthaya Hospital musste geschlossen werden. Die meisten Patienten
wurden in der City Hall untergebracht, Schwerkranke mit Hubschraubern nach
Bangkok ausgeflogen.
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In der Riesenmetropole Bangkok bespricht man erste
Evkuierungsmöglichkeiten, da die 2.5m hohe Schutzwand am Chao Phraya nur
noch wenige Zentimeter "Luft" hat, und die ersten Industriegebiete bereits
überflutet sind ? und leider gilt auch für hier ? das Wasser steigt weiter.
Die Autobahn Richtung Norden und die Bahnstrecke ist voll gesperrt.
Das Flut Zentrum auf dem alten Bangkoker Flughafen Don Muang hat zu
Spenden aufgerufen. Dringend benötigt werden Reis, Lebensmittel des
täglichen Bedarfs, Medikamente und nicht elektrisch betriebene Kochgeräte.
Spenden werden im Inlandsterminal entgegengenommen. Dort können sich
auch freiwillige Helfer melden.
700.000 Sandsäcke würden benötigt, um die Bevölkerung vor
Überschwemmungen zu schützen, sagte Ministerpräsidentin Yingluck
Shinawatra nach Angaben der Zeitung "Bangkok Post" heute.
Die Wassermassen in Thailand haben die meisten Touristenziele verschont.
Phuket, Koh Samui und Chiang Mai seien geöffnet, das Wetter dort normal, teilt
die Tourismusbehörde Thailands in Bangkok mit. Auf den Flughäfen laufe der
Betrieb normal.
NID: 50 vom: 10.10.2011 | |