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Reisebericht - Allgemeines Phuket

von: Brigitte S

Phuket - Bild 1

Phuket

Vor sieben Jahren hat mich das Thailandvirus gepackt und auch jetzt ist Thailand oder eher gesagt Phuket meine zweite Heimat. Ich liebe dieses Land, aber ich habe in diesen Jahren auch meine rosarote Brille verloren.

Es heißt ja, das Thailand das Land des Lächelns ist, aber da wo der Tourismus zugepackt hat ist nicht mehr viel von zu sehen. Wo man in den Restaurants früher noch freundlichen humorvollen Smalltalk geführt hat , erlebt man immer mehr, das die Thailänder unfreundlich sind und sehr lustlos ihre Arbeit nachgehen.
Aber das trifft auch auf die Geschäfte zu, obwohl ich sagen muß, das die kleinen Stände und Shops noch so sind wie früher. Quantität geht vor Qualität , denn der Kampf ums Geld verdienen ist heftig.

Jahrelang sind wir immer zu ein und demselben SPA-Geschäft in Nai Harn gegangen.Die Thailänderin , die dieses Geschäft führt, ist sowas wie eine gute Bekannte geworden. Sie hat ihr Geschäft vergrößert im Laufe der Jahre. Dieses Jahr sind wir wieder hin und als einige russische Touristen kamen, wurde unsere Behandlung 20 Minuten vor der Zeit beendet, damit die Russen nicht solange warten mussten!!!!!!
Russen! Das ist auch ein Thema für sich. Sie sind nicht beliebt bei den Thailänder, aber sie sind sehr gute Geldgeber und deshalb stehen sie an erster Stelle. Das sieht man schon an den Menükarten. Jahrelang gab es diese nur auf Thai und Englisch, selten mal in Französisch oder Deutsch. Auch waren die Menükarten sehr einfach gestrickt , teilweise handschriftlich und sie fielen fast auseinander.Jetzt sind sie mit Bildern und maschinell bedruckt und eingeschweißt und meisten kommt erst Russisch, Thai und zum Schluß Englisch. Ich muß sagen, daß ich enttäuscht bin.

In den ganzen Jahren mußte jeder Tourist mit Englisch und Thai sich durchkämpfen, egal aus welchen Land er kam und ob er überhaupt sich verständigen konnte. Jetzt kommen in den letzten drei Jahren vermehrt Russen und prompt wird alles so umgeändert, das diese Touristen keine sprachlichen Schwierigkeiten haben.Es ist teilweise schon so, dass einige kleinere Ressorts keine Russen nehmen und viele Touristen, mit denen wir gesprochen haben, sagen, daß sie in kein Restaurant mehr gehen, wo russische Speisekarten sind.Denn man hat das Gefühl, das das Essen auf die russischen Geschmäcker abgestimmt ist und nicht mehr wirklich thailändisch schmeckt.
Der Kampf ums Überleben vor allem der Restaurantbesitzer ist sehr groß.Fast täglich wird ein neues Restaurant aufgemacht und mindestens eins wieder geschlossen. Nai Harn erkennt man nicht wieder.Um da mithalten zu können, muß man die Preise anziehen oder die Qualität herabsetzen. Das Flair geht auch flöten und man fühlt sich fast wie in Europa.
Gott sei Dank kennen wir viele kleine Garküchen , wo noch richtig thailändisch gekocht wird, die Leute freundlich und humorvoll sind und wo man sich nicht verarscht vorkommt. Leider wird man diese Erfahrung in einem ersten Thailand-Urlaub nicht machen, es sei denn man läßt die Touristenorte hinter sich und begibt sich dorthin, wo auch die Thailänder sich wohl fühlen.

Wir werden auch weiterhin dieses Land lieben, obwohl wir uns überlegen, an Orte zu fahren, die weiter weg sind vom Tourismus.
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