Über Bier Thailand
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Über Bier Thailand

Thailändisches Bier: Eisgekühlte Versuchung

Der ultimative, nicht ganz ernste Bierguide

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Früher monopolistisch in der Hand der Singha Brauerei, kamen später die Brauereien Carlsberg und Heineken dazu. Doch immer noch hatte Singha einen Marktanteil von über 80%. Bier war zu jener Zeit ein absolutes Luxusgetränk, da ein Thai sich für ein Bier schon mal 4-5 Portionen Essen holen konnte. Dann kam Carlsberg mit nicht mal 12% Marktanteil auf die Idee ein gutes Billigbier mit dem Namen Chang zu brauen. Das Bier gewann massenhaft Preise wegen seiner Reinheit und seines guten Geschmacks. Das Singha Bier hat nun nur noch unter 20% vom Markt. Waren dann zuerst mal die Bierpreise im Keller, haben sie sich inzwischen in fast europäische Höhen katapultiert.

Bier gibt es in zwei verschiedenen Flaschengrössen, in 0,3l oder in 0,63l für den grösseren Durst. Dazu kann ich nur sagen, die kleinen Fläschchen für Dich, die Grossen für mich. Und das mache ich nur zur Schonung der immer lieben Servicekräfte, keinenfalls wegen meines ab und an etwas erhöhten Durstes.

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Grundsätzlich hat thailändisches Bier natürlich einen gewissen Anteil an Alkohol (nennen wir es geistige Stärke) und nein, es gibt kein alkoholfreies Bier in Thailand. Das liegt nicht daran, dass es keine Bierflaschen gäbe, auf denen „Alcohol free“ stünde, sondern eher daran, dass ein alkoholfreies Getränk, auch wenn es aus Gerste und Hopfen besteht, nun mal grundsätzlich kein Bier sein kann.

Manche Sorten bieten mehr geistige Stärke, die anderen weniger, aber egal welches Bier, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem das Bier Auswirkungen zeigt. Also nicht die des erhöhten Harndranges, sondern diese gewisse Freiheit und Leichtigkeit, die sich in Deinem Kopf breit macht, die anderen Menschen attraktiver und Deine Aussprache flüssiger…


Wenn wir uns intensiver mit dem kleinen Umtrunk, gemeinsam mit thailändischen Freunden beschäftigen, lernen wir ein Wort, das da "mau" heisst und den Zustand der Trinkkollegen und Kolleginnen beschreibt. Aus unseren Erfahrungen können wir folgende Schlüsse ziehen:

Was ist "mau"?
Die Alkohollevel und die damit verbundenen Kommuniktionsmöglichkeiten mit Thais:
Mau nit noi - angeheitert:
Ein kleines bisschen angeheitert, Du traust dich die ersten fremdländischen Worte zu sprechen, wird aber von den Thais überhaupt nicht verstanden...
Mau - betrunken:
Deine eigene Artikulation verzichtet auf harte Vokale, ersetzt sie duch weiche "ssss" und verzichtet auf alle Wortendungen, was der thailändischen Sprache schon ziemlich nahe kommt... ein anerkennendes Nicken geht durch die Thaigemeinde...
Mau maa - besoffen:
Sehr betrunken, verbunden mit dem schlagartigen Verlust der eigenen Muttersprache, was Gespräche mit Thais erheblich vereinfacht... Die anwesenden Thais erzählen Dir ihre Lebensgeschichte, weil sie dich für Dein schnelles Lernen bewundern, während Du nur noch Augen für die unheimlich besssssaubernde Nachbarin hast...
Mau mak maa - rotzeknülle:
Du sprichst überraschenderweise plötzlich fliessend Thai. Als die wunnerschöne Thailady von nebenan sich als 75-jährige Mamasan entpuppt, nimmst Du lieber noch einen Absacker. Du hast plötzlich etwas Rücken weil der Boden auf dem Du dich festhältst so hart ist und sich so heftig bewegt... Dein Bewusstsein erweitert sich so weit, dass es schwindet...
Mau kang
The day after... Hangover oder der Verlust sämtlicher am Vortag erlernter Kommunikationsfähigkeiten auf Thai...

Das waren also Falang mau (Betrunkene Nicht-Thais), bei Thais verhält sich das ganze etwas anders, denn sie sind grundsätzlich immer nur "mau nit noi"... so wie beispielsweise dieser liebenswerte Officer:




Asienmeister


Wenn den Deutschen mit 411 Flaschen pro Jahr und Kopf schon der Titel als Europa- oder Weltmeister im Biertrinken abgeht, so sind Sie zumindest, aufgrund des höheren Bierpreises das Volk, welches pro Kopf am meisten an Erspartem an die Brauereien abführt, was daran liegt, dass in Deutschland das Bier fast doppelt so teuer ist, wie in Tschechien mit einem Prokopfverbrauch von 468 Flaschen. Die Thais allerdings sind mit 142 Flaschen Hopfentee, Gerstensaft oder eben Bier pro Jahr und Kopf, unangefochtener Asien-Meister und das obwohl das Bier kaum günstiger ist, als in Deutschland. Die Durchschnittsausgaben für Bier in Thailand liegen bei 685 USD/Jahr, rund ein Drittel von dem, was wir hier ausgeben. Und sie müssen mit der Schmach leben, dass ihnen sehr viele europäische Steintischbeisitzer und Barabstützer dabei helfen. Mehr Infos zum Asienmeister 2020 im Bierkonsum.

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Bier mit Kondom?


In den Bars wird Bier in der Flasche mit einem Styopor-Überzieher serviert, der das Bier von der örtlichen Hitze isolieren soll und damit länger kühl hält. Dieser Überzieher wird dann auch ganz einfach „Condom“ genannt. Wer es also lieber etwas wärmer mag, der bestellt ein Bier – „but no condom please“ ;-) Ich meine ja, wer ein Bier-Condom braucht, der hat einfach keinen richtigen Durst! Nöhl nicht rum und trink!

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Chang Bier


Das Elefantenbier (Chang=Elefant) ist sicher eines der besten Biere die es gibt. Die Elefanten lassen sich schnell erledigen, aber etwas Vorsicht ist geboten, denn die Carlsberg Brauerei hat sich mit Chang was einfallen lassen und das Formaldehyd zum Haltbarmachen wohl durch Alkohol ersetzt. So ein Elefant hatte noch vor wenigen Jahren sage und schreibe zwischen 6,2 und 7,8% Alkohol was ungefähr 120% - 160 % eines europäischen Bieres bedeutet, oder ca. 300% eines amerikanischen. Deshalb sind auch gleich zwei Elefanten auf der Flasche abgebildet. Trink eins und sieh zwei. Inzwischen hat man wegen der vielen Hangoveropfer ein wenig Gas rausgenommen.
Hat 3x den australischen Bier-Award gewonnen, frisch, lecker und ein bisschen wie Kölsch, nur kräftiger. Lässt sich auch prima auf Eis trinken. Übrigens ist das in der EU verfügbare Chang Bier völlig anders und mit 5% auch erheblich dünner...

Leo Bier


Auch eine neuere Biermarke, mit der Singha auf das günstigere Beer Chang reagiert hat und damit auch einen Hit gelandet hat. Für mich schmeckt es erheblich besser als das Singha, ist erfrischend mit einer leichten Süsse. Das Einzige, was ich bemängeln würde, ist der recht hohe Gehalt an Kohlensäure, der mir ab und an etwas aufstösst – ist aber Geschmacksache. Dafür ist es vollmundig und mit ein paar Eiswürfeln (Bierliebhaber mögen mit verzeihen) verflüchtigt sich das viele Gas und gehört zu meinen Favoriten.

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Singha Bier


3 Sorten gibt es, das normale Singha, Singha Gold und jetzt als Billigalternative das gute Leo (s.o.). Dem deutschen Reinheitsgebot dürften zumindest die Sing und Sing Gold genannten Biersorten wohl kaum entsprechen, denn hier kann man noch den frischen Geschmack von chemischen Zusätzen erfahren. Der erste Schluck ist lecker, bis es durch die Speiseröhre durch ist und dann macht sich ein sehr sonderbarer Nachgeschmack im Mund breit. Manche mögen es, ich nicht.

Carlsberg Bier


Das etwas teurere Carlsberg kann der Konkurrenz aus dem eigenen Hause (Chang) nicht standhalten. Zwar ist das Carlsberg immer noch ein recht gutes Bier, hat aber etwas viel Kohlensäure und irgenwie nicht allzuviel Würze, im Gegensatz zu aus selbigem Hausen stammenden Chang, das sowohl voll schmeckt und es auch schnell macht...

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Heineken Bier


Tja, wer auf amerikanische Biere steht, die aber in Thailand nicht erhältlich sind, der kommt hier voll auf seine Kosten. Schmeckt wie Bier mit Wasser und zuviel Kohlensäure, dafür dürfen es dann aber auch ein paar mehr sein. Aber wenn ich Wasser will, dann bestell ich mir eins. Es gibt auch noch eine zweite Sorte von Heineken, aber die war so gut, dass ich den Namen lieber gleich wieder gleich vergessen habe... Der grosse Vortiel, Heineken schmeckt überall auf der Welt gleich... schlecht.

Kloster Bier


Eigentlich nicht schlecht, wurde aber von den neuen Biersorten ziemlich verdrängt. Ist zwar auch etwas leicht aber durchaus geniessbar.

Weizen oder Weissbier


In den Touristengebieten gibt es auch überall Weizenbiere, oft auch vom Fass und importiert aus Deutschland. Paulaner ist die meist vertretene Marke. Der Spass ist aber nicht ganz billig und kostet gleich mal 30-80% mehr als die normalen, einheimischen Biersorten. Aber inzwischen sind angeblich auch durchaus brauchbare thailändische Weizenbiere verfügbar, die ich allerdings nicht beurteilen kann, da mich es vom Weissbier schüttelt...

Thailandsun Shop

Bier mit Eis, geht das?


Ja, in Thailand sieht man oft sehr sonderbare Menschen, die Ihr Bier mit kleinen Eiswürfelchen vermischen und da stellt sich die Frage, ob man sowas darf?
Wer des Morgens, nach einer feuchteren und besonders fröhlichen Nacht erwacht und dann beherzt zur Bierflasche greift, der wird damit zwar eventuell den Augeninnendruck etwas vermindern können, aber nach aller Wahrscheinlichkeit sich wieder in den Zustand begeben, den er nächtens zuvor bereits hatte. Nun könnte man auf die Idee kommen, sein Bierchen mit Sprite, Fanta oder Cola zu verschandeln, was ich nun aber völlig ablehnen würde, da ich im Bier wirklich keinen Zuckersaft mag. Aber so ein paar Eiswürfel finde ich inzwischen persönlich, vor allem bei den starken und geschmacksvollen Bieren wie z.B. Chang, durchaus OK. Das lässt viel Raum für den Geschmack, hilft aber erheblich bei der Verringerung des Alkoholgehaltes, was ich für durchaus angenehm halte.


GERÜCHTE


Es kursieren übrigens Gerüchte, dass in Thailand manchen traditionellen Biersorten - zwecks besserer Haltbarkeit – so viel Formaldehyd zugemischt würde, dass eine damit benetzte Pressspanplatte in der BRD als Sondermüll zu entsorgen sei.

Der Autor und Bier


Wenn Ihr jetzt nach dem Lesen dieses kurzen Artikels denkt, der Autor wäre jemand, der ein besonders intensives Verhältnis zum Alkohol im Allgemeinen und zum Bier im Speziellen hätte, liegt Ihr leider falsch. Er trinkt ausserhalb seiner Urlaubszeiten gar keinen Alkohol, kein Tröpfchen, versucht aber dann in Thailand schon mit aller Kraft die nationale Getränkeindustrie zu unterstützen. Er macht das übrigens ausschliesslich aus Test- und Supportzwecken... ;-)

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