Bekleidung Thailand
Kleidung • Weniger ist mehr, aber nicht immer!
Was, wann und wo anziehen und wwelche Kleidung muss mit ins Gepäck?
Innerhalb der Strandgebiete sind wohl eine kurze Hose oder Rock und ein leichtes T-Shirt angesagt, das ganze garniert mit einer Kappe und vor allem einer Sonnenbrille. Die Füsse bekleidet man bestens mir ein paar Badeschlappen, um sich im heissen Sand nicht die Füsschen zu verbrennen. Wer Ausflüge und Touren unternimmt, sollte festes Schuhwerk, am besten ein paar bequeme, haltsichere Sportschuhe, anziehen.
Was soll man mitnehmen?
Eigentlich braucht man in Thailand nicht viel, ein paar Shirts, Unterwäsche und Hosen, alles andere kauft man am besten vor Ort, was allerdings nur dann gilt, wenn man eines der Touristengebiete als Ziel hat und mit Grössen bis maximal XXL klarkommt. Kamera, Handy und wichtig, Geld sollte man mitnehmen, den Pass nicht vergessen und gut ist. Ich selbst reise immer mit einem fast leeren Koffer, den ich während meiner Urlaubszeit mit neuen, sehr günstig erworbenen Kleidungsstücken fülle. Mehr zum Kofferpacken für die Thailand Reise.Im Tempel
Für Tempelbesuche ist Strand- oder Freizeitkleidung eher unpassend und wird vielerorts als respektlos empfunden. Lange Hosen oder Röcke, die mindestens die Knie bedecken, sowie Oberteile mit bedeckten Schultern gehören deshalb zum Pflichtprogramm. Hotpants, sehr kurze Röcke, bauchfreie Tops oder Trägershirts solltest du im Tempel besser vermeiden. An vielen bekannten Tempeln – insbesondere am Königspalast und dem Wat Phra Kaeo in Bangkok – wird auf die Kleiderordnung streng geachtet. Wer nicht passend gekleidet ist, muss sich häufig einen Sarong oder eine lange Hose ausleihen oder erhält sogar keinen Zutritt.Das Schuhwerk spielt dagegen meist nur eine untergeordnete Rolle. Vor dem Betreten von Tempelgebäuden werden Schuhe grundsätzlich ausgezogen – egal ob Sandalen, Turnschuhe oder Flip-Flops. Deshalb sieht man vor den Eingängen oft ganze Reihen abgestellter Schuhe.
Auch außerhalb der Tempel legen viele Thailänder großen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Wer in schmutziger oder stark zerknitterter Kleidung, mit freiem Oberkörper, Trägershirt oder im typischen "Schlabberlook" unterwegs ist, fällt schnell negativ auf. Selbst beim Einkaufen auf Märkten oder in Einkaufszentren gelten Flip-Flops, ärmellose Shirts oder Badekleidung vielen Einheimischen als unangemessen. Während Touristen darüber meist hinwegsehen, empfinden viele Thais eine ordentliche Kleidung als Ausdruck von Respekt gegenüber anderen Menschen und der jeweiligen Umgebung.
Ein guter Grundsatz lautet deshalb: Was am Strand völlig normal ist, gehört am Tempel, in Einkaufszentren, Behörden oder Restaurants meist nicht hin. Wer sich etwas gepflegter kleidet, zeigt Respekt gegenüber der thailändischen Kultur und wird oft auch entsprechend freundlich und wertschätzend behandelt.
Kleidung für Abende
Sobald die Sonne untergeht, darf die kurze Badehose oder das Strand-Outfit ruhig im Hotel bleiben. Niemand erwartet in Thailand einen Smoking oder ein Abendkleid, aber ein wenig gepflegte Kleidung wird am Abend durchaus geschätzt. Besonders in guten Restaurants, Skybars, Hotels oder gehobenen Beach Clubs sind lange Hosen und ein ordentliches Hemd oder Poloshirt für Männer sowie ein luftiges Kleid oder eine schicke Bluse für Frauen meist die bessere Wahl.Das Schöne daran: In Thailand bedeutet "gut angezogen" nicht automatisch "warm angezogen". Leichte Leinen- oder Baumwollhosen, luftige Stoffhemden und sommerliche Kleidung sind perfekt an das tropische Klima angepasst und sehen gleichzeitig deutlich eleganter aus als Flip-Flops, Tanktop und Badeshorts. Und keine Sorge – auf Komfort musst du trotzdem nicht verzichten. Eine leichte Stoffhose mit Sandalen oder sogar gepflegten Badeschlappen ist vielerorts völlig in Ordnung. Gerade während der Regenzeit kann das sogar die praktischere Lösung sein, denn nach einem tropischen Wolkenbruch sehen edle Lederschuhe oft ziemlich mitgenommen aus.
Interessant ist auch eine kleine Beobachtung, die viele Thailand-Kenner immer wieder machen: Wer sich etwas gepflegter kleidet, wird häufig nicht nur freundlicher wahrgenommen, sondern erlebt in Restaurants, Hotels oder Bars oft auch einen besonders aufmerksamen Service. Das ist kein offizielles Gesetz, sondern Ausdruck der thailändischen Kultur, in der ein ordentliches Erscheinungsbild als Zeichen von Respekt und Wertschätzung gilt.
Natürlich gilt auch hier: In den Touristenhochburgen wird vieles lockerer gesehen als anderswo. Dennoch macht man mit einer langen Stoffhose, einem leichten Hemd oder Poloshirt und gepflegter Freizeitkleidung am Abend fast nie etwas falsch – und fühlt sich in vielen Situationen einfach passender gekleidet.
Kälte
Ja, auch die gibt es in Thailand! Klingt seltsam, ist aber tatsächlich so. Einer der wenigen Momente, in denen man sich plötzlich nach einem leichten Pullover sehnt, ist oft schon auf dem Rückflug. Nach zwei oder drei Wochen bei tropischen 30 bis 35 Grad hat sich der Körper so sehr an die Wärme gewöhnt, dass die auf angenehme 21 Grad heruntergekühlte Flugzeugkabine plötzlich wie ein Kühlschrank wirkt. Gänsehaut inklusive.Ähnlich kann es in Thailand selbst passieren – allerdings nicht draußen, sondern drinnen. Vor allem Banken, Einkaufszentren, Kinos, Supermärkte oder moderne Bürogebäude sind oft so stark klimatisiert, dass man sich fragt, ob man versehentlich in Finnland gelandet ist. Besonders Banken scheinen sich gelegentlich einen kleinen Wettstreit zu liefern: Wer schafft die niedrigste Raumtemperatur? Man hat fast den Eindruck, als solle die leistungsstarke Klimaanlage Seriosität und Wohlstand demonstrieren.
Das Kuriose daran: Nicht nur Touristen frieren. Auch viele Thais sitzen mit Jacken, Strickwesten oder sogar kleinen Decken an ihren Schreibtischen und hätten gegen ein paar Grad mehr sicher nichts einzuwenden. Während draußen die Sonne brennt, herrscht drinnen manchmal beinahe Pulloverwetter. Deshalb lohnt es sich, im Tagesrucksack oder in der Handtasche immer ein dünnes Langarmshirt, eine leichte Strickjacke oder einen kleinen Hoodie dabei zu haben. Er nimmt kaum Platz weg, kann aber den Unterschied zwischen angenehmem Aufenthalt und dauerhaftem Frösteln ausmachen.
Die gute Nachricht: Sobald man wieder vor die Tür tritt, sind die tropischen Temperaturen sofort zurück – und der Pullover verschwindet meist genauso schnell wieder im Rucksack. Aber im Norden Thailands kann es zwischen Oktober und Januar schon mal richtig frisch werden. Da nähert es nachts schon mal an die einstelligen Temperaturbereiche und auf den Berggipfeln kann es schon mal Bodenfrost geben. In Ermanglung warmer Kleidung, ziehen sich die Thais dann gerne mal den kompletten Kleiderschrank an.
Wäsche-Service
In Thailand musst du keine Angst haben, dass dir nach ein paar Tagen die sauberen T-Shirts ausgehen. Bei den tropischen Temperaturen landet manches Kleidungsstück schon nach einem halben Tag in der Wäsche. Zum Glück gehört der Wäscheservice hier fast überall zum Alltag – und ist erstaunlich günstig.Viele Hotels bieten einen eigenen Wäscheservice an oder arbeiten mit einer Wäscherei in der Nähe zusammen. Noch preiswerter sind jedoch die kleinen Laundry-Shops an fast jeder Straßenecke. Sie gehören zu den Dienstleistungen, die Thailand-Reisende schon nach dem ersten Urlaub nicht mehr missen möchten.
Die Preise sind oft so niedrig, dass sich das Mitnehmen eines halben Kleiderschranks kaum lohnt. Viele Urlauber packen deshalb bewusst weniger Kleidung ein und lassen zwischendurch einfach waschen. Manche nutzen den Service sogar noch kurz vor der Heimreise und fliegen mit einem Koffer voller frisch gewaschener und sauber gebügelter Kleidung nach Hause – ein schöner Nebeneffekt, denn die Waschmaschine daheim kann erst einmal Urlaub machen.
In der Regel erhältst du deine Wäsche bereits nach 12 bis 24 Stunden zurück. Sie wird sorgfältig gewaschen, sauber zusammengelegt oder gebügelt und oft liebevoll verpackt. Viele Wäschereien bieten sogar einen Hol- und Bringservice an: Die Wäsche wird nach Absprache an der Hotelrezeption abgeholt und später wieder dorthin gebracht. Bequemer geht es kaum.
Ein kleiner Tipp: Wertvolle Designerkleidung oder sehr empfindliche Stoffe solltest du vorher kurz ansprechen oder lieber selbst waschen. Für T-Shirts, Hemden, Hosen, Shorts oder Badekleidung sind die thailändischen Wäschereien jedoch meist die perfekte Wahl – schnell, zuverlässig und mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis, von dem man in Europa nur träumen kann.
Tipp zur Kleidung
Wenn du als männlicher Europäer einmal erleben möchtest, wie viel Einfluss Kleidung in Thailand haben kann, dann probiere einfach ein kleines Experiment: Zieh eine helle Stoffhose, ein langärmeliges weißes Hemd und eine Krawatte an und betrete damit eine Bank oder ein gehobenes Einkaufszentrum. Die Wirkung ist oft erstaunlich. Plötzlich bist du nicht mehr nur irgendein Tourist, sondern wirst häufig für einen Geschäftsmann, Manager oder Diplomaten gehalten. Nicht selten kümmern sich besonders erfahrene und vielzählige Mitarbeiter um dein Anliegen – und oft übernimmt sogar der Filialleiter oder Abteilungschef persönlich die Betreuung.Natürlich gibt es dafür keine Garantie, aber viele Thailand-Kenner haben diese Erfahrung schon gemacht. In der thailändischen Gesellschaft spielt ein gepflegtes Erscheinungsbild nach wie vor eine deutlich größere Rolle als in vielen europäischen Ländern. Kleidung vermittelt hier oft unbewusst Status, Seriosität und Respekt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass du ständig geschniegelt und geschniegelt herumlaufen musst. Ein Sakko wäre bei den tropischen Temperaturen sogar eher fehl am Platz. Ein leichtes langärmeliges Hemd aus Baumwolle oder Leinen, kombiniert mit einer Stoffhose und gepflegten Schuhen oder Sandalen, reicht völlig aus. Du wirst überrascht sein, wie freundlich, aufmerksam und zuvorkommend der Service in vielen Situationen ausfallen kann.
Ob im Hotel, in einer Bank, bei einem Autohändler oder in einem gehobenen Restaurant – in Thailand gilt der alte Spruch „Kleider machen Leute“ tatsächlich noch ein gutes Stück mehr als bei uns. Wer sich etwas gepflegter kleidet, zeigt Respekt gegenüber seinem Gegenüber und bekommt diesen Respekt häufig auf ganz angenehme Weise zurück.
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