02.07.2025
Umwelt
Bangkok Airways hebt ab in Richtung Klimaschutz
Nachhaltiger Treibstoff startet auf internationalen Routen ✈
SAF ist eine klimafreundlichere Alternative zum klassischen Kerosin. Hergestellt wird dieser Treibstoff beispielsweise aus pflanzlichen Abfällen oder gebrauchtem Speiseöl. Bangkok Airways mischt derzeit ein Prozent SAF mit 99 Prozent herkömmlichem Jet A-1-Treibstoff. Auch wenn das auf den ersten Blick wenig erscheint, spart ein einzelner Flug auf diese Weise rund 128 Kilogramm CO₂ ein – ein Anfang mit Wirkung, wenn man die Anzahl täglicher Flüge betrachtet.
Bereits im Jahr 2024 hatte die Airline einen ersten Testflug mit SAF durchgeführt, und zwar auf der Strecke zwischen Bangkok und Koh Samui. Jetzt wird der alternative Kraftstoff auf internationalen Linienflügen eingesetzt, die vom Suvarnabhumi Airport aus starten – etwa zu Zielen wie Phnom Penh, Siem Reap, Luang Prabang und den Malediven.
Für Kapitän Puttipong Prasarttong-Osoth, den Präsidenten von Bangkok Airways, stellt dieser Schritt einen bedeutenden Meilenstein dar. Er betont, dass der Einsatz von SAF ein wichtiger Teil der langfristigen Strategie sei, den Luftverkehr klimaneutral zu gestalten. Die Airline verfolgt dabei das Ziel, eines Tages komplett emissionsfrei zu operieren – also netto keine Treibhausgase mehr auszustoßen.
Nachhaltigkeit ist bei Bangkok Airways nicht nur ein Werbeslogan, sondern Bestandteil der gesamten Unternehmensphilosophie. Die Firma orientiert sich dabei an den sogenannten ESG-Kriterien – das steht für Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance).
Im Umweltbereich bedeutet das konkret, dass Bangkok Airways Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung ergreift. Es geht um die Reduzierung des Treibstoffverbrauchs, eine nachhaltigere Abfallwirtschaft, das systematische Recycling von Abfällen aus dem Flugbetrieb sowie die regelmäßige Berechnung und Offenlegung des unternehmerischen CO₂-Fußabdrucks.
Auch gesellschaftlich engagiert sich das Unternehmen: Im Rahmen des bereits im achten Jahr laufenden Projekts „Love Earth, Save Earth“ werden beispielsweise Kokospalmen auf der Insel Koh Samui gepflanzt. Damit will Bangkok Airways nicht nur zur Wiederbegrünung beitragen, sondern auch ein Zeichen für regionales Umweltbewusstsein setzen.
Alles in allem zeigt Bangkok Airways, dass Fliegen und Klimaschonung sich nicht vollständig ausschließen müssen – auch wenn es noch ein weiter Weg zur vollständigen Nachhaltigkeit ist. Mit der Einführung von SAF als regulärem Kraftstoff auf ausgewählten Routen unternimmt das Unternehmen einen wichtigen Schritt in diese Richtung. Bleibt zu hoffen, dass weitere Fluggesellschaften diesem Beispiel folgen – denn in Sachen Luftfahrt heißt Klimaschutz künftig hoffentlich: Starten, nicht nur reden.
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