18.11.2025
Umwelt
Bangkok im Solar-Aufbruch - Sonnenkraft statt Smog
Chadcharts grüne Handschrift in Kooperation mit deutschen Experten
Bangkok steht an einem Wendepunkt – und mittendrin ein Gouverneur, der den Begriff „umtriebig“ neu definiert. Chadchart Sittipunt, längst bekannt für Projekte wie „One Million Trees“, konsequente Mülltrennungskampagnen und seine gefühlt omnipräsente Stadtverwaltung auf Social Media, hat nun das nächste Großprojekt gezündet: Bangkok Solar City.
Mit dieser Initiative will er die thailändische Hauptstadt in eine echte Solar-Metropole verwandeln, in der Dächer nicht einfach nur heiß werden, sondern elektrischen Strom produzieren. Offiziell gestartet im November 2025, markiert das Projekt einen wichtigen Schritt hin zu einer Stadt, die weniger CO₂ ausstößt und langfristig klimafreundlicher funktioniert.
Sonnenenergie statt Smog
Chadchart betont immer wieder das naheliegende Argument: Bangkok hat Sonne im Überfluss – kostenlos, zuverlässig und täglich verfügbar. Gleichzeitig ist die Stadt ein wirtschaftliches Schwergewicht mit enormem Energieverbrauch in Verkehr, Handel und Tourismus. Genau dort setzt die Initiative an: Solarstrom aufs Dach, fossile Energie runter vom Verbrauchszettel.Das Programm ist eng an die BMA-Net-Zero-Strategie und den Bangkok Master Plan 2021–2030 gekoppelt, die beide Klimaneutralität zum Ziel haben. Der Fokus liegt darauf, den Ausbau von Solarstrom zu vereinfachen und in Privathaushalten wie auch in Unternehmen breit anzuregen.
Damit niemand aus Angst vor Formularen sofort kapituliert, hat die Stadtverwaltung ein ausführliches Handbuch und eine Website erstellt. Beides erklärt Schritt für Schritt, wie eine Solaranlage installiert wird – von Technik über Kosten bis hin zu Ansprechpartnern in den Bezirken. Chadchart nennt es das „Einstiegswerkzeug für alle“, die zwar wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
Internationale Zusammenarbeit als Turbo
Hinter Bangkok Solar City steht nicht nur lokale Energie, sondern auch internationale Expertise. Das Projekt ist Teil der Thai-German Cooperation on Energy, Mobility, and Climate (TGC-EMC), einer Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).Kernidee: Sektorkopplung. Also Energie, Transport, Industrie und Landwirtschaft so miteinander zu vernetzen, dass Effizienz steigt und Emissionen sinken. Solarstrom spielt dabei die Rolle des sauberen Motors, der diese Systeme zusammenhält.
Bangkok Solar City reiht sich ein in eine beeindruckende Liste von Projekten, die Chadchart seit Amtsantritt vorantreibt:
- "One Million Trees": Stadtbegrünung auf Speed - neue Bäume, mehr Schatten, bessere Luft. Inzwischen 2,2 Millionen Bäume gepflanzt.
- Strengere Mülltrennung: Von Pilotbezirken zu einem breiten Modell städtischer Abfallpolitik. Spareffekt für die Bewohner.
- Urbanes Mikroklima: Mehr Parks, mehr Wasserflächen, mehr Bewusstsein. 15 Minute Parks. Jedem Anwohner einen Park, den er in 15 Min, zu Fuss erreichen kann.
Der Mann scheint buchstäblich an mehreren Fronten gleichzeitig für eine lebenswertere Stadt zu kämpfen.
Thailands Hauptstadt – auf dem Weg zur Solar-Skyline
Bangkok ist chaotisch, heiß und energiehungrig. Und genau deshalb ist die Solar-Initiative nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Wenn eine Stadt mit permanentem Sonnenschein sich nicht in eine Solar City verwandelt – wer dann?Mit Chadchart bekommt die Metropole jedenfalls einen Gouverneur, der nicht nur redet, sondern handelt. Und wer weiß – vielleicht steht Bangkok bald für mehr als Streetfood, Tuk-Tuks und Staus: Für eine echte klimafreundliche Zukunft. Mit Sonnenschein als Antrieb.
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