24.03.2025
Bangkok
Bangkok modernisiert 1.000 Kilometer Gehwege
Fußgängerfreundliche Großstadt im Wandel
Gehwege in Bangkok sind für viele Menschen mehr als reine Verbindungsflächen – sie sind Alltagsader, Marktgasse, Wartezone und Verkehrsweg zugleich. Laut BMA nutzen über 58 % der Bevölkerung die Fußwege regelmäßig, um den öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Das städtische Ausbauprogramm folgt daher dem Prinzip „First & Last Mile“: Die Wege zum und vom elektrischen Schienennetz sollen sicherer und angenehmer gestaltet werden. Insgesamt profitieren dabei 11 Strecken mit 297 Stationen auf 466 Kilometern Länge.
Das Projekt ist bereits weit fortgeschritten: Mehr als 70 % der geplanten Gehwege wurden schon fertiggestellt, 332 Kilometer sind bereits modernisiert. Bis April 2025 sollen 87 zentrale Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 774 Kilometern erneuert werden. Die verbleibenden Ausbauabschnitte sind für die darauffolgenden Monate eingeplant – der volle Ausbau soll 2026 abgeschlossen sein.
Vorgestern inspizierte der Sprecher der BMA, Aekvarunyoo Amrapala, gemeinsam mit Journalisten zwei exemplarische Orte des Umbaus: den Phran Nok-Markt sowie die Umgebung der Itsaraphap MRT-Station im Herzen der Stadt. Beide Orte stehen sinnbildlich für die Herausforderungen – und die Lösungen – der städtischen Erneuerung.
„Verbesserte Gehwege sind zentral für unser Ziel, eine sicherere und effizientere Stadt zu schaffen“, so Amrapala. Die neuen Wege seien nicht nur ästhetisch und funktional, sondern leisteten auch einen Beitrag zur Hochwasserprävention, verbesserten die Entwässerung und stärkten die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Auch der Aspekt öffentlicher Gesundheit spiele eine Rolle: Wer sich sicher zu Fuß bewegen kann, bleibt länger mobil und aktiv.
Die neuen Wege basieren auf den Prinzipien des Universal Design – das bedeutet: barrierefrei, rutschfest, gut beleuchtet und mit flachen Rampen und abgesenkten Bordsteinen. Zudem werden neue Kanaldeckel mit individuellen Motiven installiert, die jeweils das lokale Flair des jeweiligen Bezirks widerspiegeln – ein kleines Detail mit großer Wirkung für das Stadtbild.
Ein weiteres Thema im Zuge der Gehwegmodernisierung ist das Verhältnis zu den zahllosen Straßenhändlern, die vielerorts Gehwege blockieren. Am Phran Nok-Markt etwa arbeitet die BMA derzeit an einer geordneten Neuverteilung der Verkaufsstände. Ziel ist ein besserer Verkehrsfluss, mehr Sicherheit für Fußgänger und gleichzeitig faire Bedingungen für die Händler.
Die Initiative der Stadtregierung ist mehr als nur ein kosmetischer Eingriff ins Straßenbild – sie ist ein Schritt hin zu einer modernen, barrierearmen und umweltfreundlicheren Hauptstadt.
„Wir schaffen Wege, die nicht nur funktionieren, sondern auch Menschen mit ihrer Umgebung verbinden“, betonte Sprecher Amrapala. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Bangkok 2026 zu den wenigen Mega-Städten zählen, die den öffentlichen Raum konsequent für alle Menschen nutzbar gemacht haben – vom Straßenverkäufer bis zum Rollstuhlfahrer, vom Schüler bis zur Seniorin.
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