07.10.2025
Essen
Bangkok - Worlds Best Food City - Global Tastemakers Awards
Food & Wine Magazin von American Express krönt die Metropole
Bangkok schläft nicht – es knuspert, zischt, duftet und brutzelt. Schon morgens füllt sich die Stadt mit den Aromen von Pa Thong Ko – kleinen frittierten Teigstangen, die in süßen Kaffee getunkt werden, und grüner Mango mit Chili-Salz, verkauft in Plastiktüten an jeder Straßenecke.Mittags wabert der Duft von Moo Ping, saftig glasierten Schweinefleischspießen, durch die Luft, während abends Roti mit Kondensmilch als süße Versuchung auf Nachtschwärmer warten.
Bangkok ist, so schreibt Food & Wine, „ein endloses 24-Stunden-Buffet“, das kulinarisch nie Pause macht. Egal ob in den schmalen Gassen von Yaowarat (Chinatown), auf der Khao San Road oder in den Nachtmärkten entlang des Chao Phraya – irgendwo wird immer gekocht, gegrillt, gehackt, gelacht.
Im Gegensatz zu klassischen Gourmet-Auszeichnungen ehrt das amerikanische Magazin keine Haute Cuisine, sondern Seele, Authentizität und Geschmack. Die Jury suchte nach Städten, in denen Essen nicht nur satt macht, sondern Menschen verbindet – und Bangkok verkörpert genau das.
Bangkoks einzigartige Küche
Die Stadt vereint 34 Michelin-Sterne mit tausenden Straßenküchen, in denen Pad Thai, Boat Noodles oder Som Tam aus Plastiktellern serviert werden – und trotzdem unvergesslich schmecken. „Bangkok ist eine Hommage an kulinarische Leidenschaft, Vielfalt und Resilienz“, so die Jury.
Seit der Veröffentlichung des ersten Michelin Guides Thailand 2018 erlebt die Hauptstadt eine kreative Renaissance. Spitzenköche begannen, traditionelle Rezepte neu zu interpretieren – und das mit großem Erfolg:
- Sorn, das südthailändische Restaurant von Chef Supaksorn Jongsiri, erhielt als erstes thailändisches Restaurant drei Michelin-Sterne weltweit.
- Das Charmgang Curry Shop im alten Chinatown zieht junge Genießer mit modernen Thai-Currys und Laissez-faire-Atmosphäre an – so erfolgreich, dass kürzlich mit Charmkrung eine zweite Filiale eröffnete.
- Le Du-Chef Thitid Tassanakajohn gründete das zwanglose Le Du Kaan – hoch über den Dächern Bangkoks mit Blick auf Sathorns Skyline.
Doch der wahre Star bleibt die Straße: Kein Feinschmeckerlokal kann mit dem ehrlichen Charme einer dampfenden Nudelsuppe in der Nacht mithalten.
Bangkok ist längst nicht mehr nur thailändisch – es ist global. Immer mehr internationale Spitzenköche schlagen hier ihre Wurzeln.
- Rangoon Tea House aus Myanmar bringt moderne burmesische Küche nach Thonglor – mit Teesalat, Fischsuppe und Kichererbsen-Tofu.
- Der japanische Meisterkoch Shin Inoue serviert in seinem winzigen Restaurant No Name Noodle handgezogene Soba, für die man Wochen im Voraus reservieren muss.
- Funky Lam Kitchen feiert das Comeback der gehobenen laotischen Küche, während der Mexikaner Francisco Ruano mit seinem Sky-Restaurant Ojo in luftiger Höhe Tostadas mit Algen und Mole mit Erdnüssen serviert – auf 76 Stockwerken über der Stadt.
Bangkok ist damit mehr als nur ein Schlemmerziel: Es ist ein kulinarisches Weltlabor, in dem Kulturen verschmelzen und Geschmack keine Grenzen kennt.
Mit dem Sieg bei den Global Tastemakers Awards steht Bangkok nun offiziell in einer Liga mit Tokyo, Mexico City, Hong Kong, London und Paris, die die weiteren Top-Plätze belegten.
Doch anders als seine Konkurrenten punktet Bangkok nicht mit Etikette, sondern mit Energie, Chaos und Geschmacksexplosion. Essen ist hier keine Kunstform – es ist Alltag, Leidenschaft und Identität. Von der Frühstückssuppe bis zum Mitternachts-Snack lebt die Stadt im Rhythmus ihrer Garküchen.
Bangkok hat es wieder geschafft, die Welt zu überraschen – diesmal mit Essstäbchen statt Skyline.
Die Auszeichnung von Food & Wine (Auflage 936.000, American Express) ist mehr als ein Titel: Sie ist eine Liebeserklärung an eine Stadt, in der Essen kein Luxus ist, sondern Lebensfreude in ihrer reinsten Form.
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