04.03.2026
Phuket
Big Buddha Phuket - Neustart nach Erdrutsch und Streit
Phukets Wahrzeichen öffnet erneut – diesmal dauerhaft?
Ganz neu ist die Geschichte allerdings nicht. Schon am 1. Januar hatte es eine Art „Neueröffnung“ gegeben – allerdings eher still und ohne großes offizielles Brimborium. Die Freude währte nur kurz: Bereits am 3. Januar war der Zugang wieder dicht. Ein klassischer Fehlstart also, der eher für Stirnrunzeln als für Feierlaune sorgte.
⇒ Grosser Buddha in Phuket offiziell wiedereröffnet! (01.Jan.2026)
Diesmal soll alles anders laufen. Der Tempelbereich wird nun vollständig vom Wat Kittisangharam verwaltet, dem Tempel in Kata, der auch als Wat Kata bekannt ist. Damit liegt die Verantwortung erstmals komplett bei einer offiziellen buddhistischen Tempelorganisation und nicht mehr bei der früheren Stiftung, die den Standort jahrelang betrieben hatte.
Der Abt des Tempels bestätigte, dass der Ort künftig offiziell unter dem Namen Wat Kittisangharam (Big Buddha) geführt wird. Besucher können die Anlage nun täglich von 9 bis 18 Uhr betreten.
Neue Regeln und neue Verwaltung
Mit der Wiedereröffnung wurde auch eine neue Struktur für die Verwaltung des Geländes geschaffen. Fünf Mönche des Wat Kata werden dauerhaft am Big-Buddha-Gelände stationiert sein und religiöse Zeremonien sowie die Betreuung der Anlage übernehmen.Die Genehmigung für den Betrieb gilt derzeit für ein 15 Rai großes Areal (etwa 2,4 Hektar).
Die Nutzung wurde von der thailändischen Forstbehörde erlaubt, allerdings unter 25 Auflagen, die den Betrieb des Geländes regeln sollen. Ziel ist es laut Behörden, mehr Transparenz zu schaffen und sicherzustellen, dass der Tempelbereich künftig rechtlich sauber geführt wird. Damit soll auch ein klarer Schnitt zur früheren Stiftung gezogen werden, die den Standort zuvor verwaltet hatte und inzwischen in mehrere juristische Verfahren verwickelt ist.
Der Schatten des Erdrutsches
Der Grund für die lange Schließung ist noch immer präsent. Am 23. August 2024 löste starker Regen einen schweren Erdrutsch aus. Schlamm und Geröll rissen mehrere Häuser in der Gegend von Kata mit sich.Die Bilanz war tragisch: 13 Menschen starben, 19 wurden verletzt, und zahlreiche Gebäude wurden beschädigt. Seitdem blieb der Bereich rund um den Big Buddha für Besucher weitgehend gesperrt.
Betroffene Anwohner reichten eine Sammelklage gegen die damalige Stiftung ein, die für das Gelände verantwortlich war. Das Verfahren wurde vom Provinzgericht Phuket angenommen und läuft noch immer. Fragen nach Entschädigungen und Verantwortlichkeiten sind bislang nicht endgültig geklärt.
Zweifel bleiben
Trotz der Wiedereröffnung gibt es weiterhin kritische Stimmen. Der lokale Abgeordnete Chalermpong Saengdee begrüßte zwar, dass die Verwaltung nun klar geregelt sei, äußerte aber weiterhin Bedenken. Vor allem die Stabilität des Hanges und mögliche zukünftige Erdrutsche bereiten vielen Anwohnern Sorgen. Laut dem Politiker gibt es bislang keine eindeutige wissenschaftliche Aussage darüber, ob ähnliche Ereignisse künftig ausgeschlossen werden können.Auch die rechtlichen Genehmigungen des Projekts – etwa durch Forstbehörden und die Provinzverwaltung des Buddhismus – müssten seiner Meinung nach weiterhin genau überprüft werden. Zudem fordert er vollständige Transparenz bei Spenden, die rund um den Big Buddha gesammelt werden. „Der Big Buddha ist ein Wahrzeichen von Phuket“, erklärte er. „Er darf nicht zu einer kommerzialisierten Attraktion werden, mit der einfach Geld verdient wird.“
Zwischen Touristenmagnet und spirituellem Ort
Trotz aller Diskussionen bleibt der Big Buddha eines der wichtigsten Wahrzeichen von Phuket – sowohl für Touristen als auch für Gläubige. Die 45 Meter hohe Marmorstatue auf dem Hügel bietet spektakuläre Ausblicke über die Insel und den Andamanensee.Mit der Wiedereröffnung zum gestrigen Makha-Bucha-Feiertag wollte der Tempel bewusst ein Zeichen setzen. Für viele Buddhisten markiert der Tag einen besonderen Moment des Glaubens – und für den Big Buddha könnte er gleichzeitig den Beginn eines neuen Kapitels bedeuten. Ob die Rückkehr des Besucherbetriebs diesmal dauerhaft ist oder wieder nur ein kurzes Intermezzo bleibt, wird sich allerdings erst in den kommenden Monaten zeigen.
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