14.01.2025
Phuket
Bootstour trotz Wetterwarnung - Touristen-Katamaran gesunken
Alle 38 Insassen vor Phuket dank schneller Rettung in Sicherheit
Das Unglück geschah während eines Tagesausflugs von Phuket zur Insel Koh Racha Yai. Der Katamaran "Ameray 888", ein registriertes Schiff im Wert von 16 Millionen Baht (ca. 440.000.- EUR) geriet gegen 12:30 Uhr in Schwierigkeiten. Ein Zeuge berichtete, dass eine Glasplatte an der Steuerbordseite des Schiffes herausbrach und bei hohen Wellen Wasser in das Boot eindrang. Durch die vorhergesagten starken Winde und sehr starkem Seegang begann das Schiff innerhalb von 20 Minuten zu sinken.
Der Notruf wurde gegen 13:10 Uhr ausgelöst, woraufhin das lokale Rettungszentrum unverzüglich in Aktion trat. Mithilfe von Behörden, Patrouillenbooten und schnell reagierenden Booten benachbarter Tourenanbieter wurden alle Passagiere sicher evakuiert. Dabei trugen sämtliche Insassen Schwimmwesten, was zur erfolgreichen Rettung beitrug. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle der nahegelegenen Schiffe, darunter die "Rhapsody" und das Fischerboot "Maliwan", die entscheidend zum schnellen Eingreifen beitrugen.
Nach der Rettung wurden die Passagiere auf die Inseln Koh Racha Yai und Koh Hey gebracht, bevor sie später von Booten der Firma Nikorn Marine und anderen Betreibern zum Chalong Pier transportiert wurden. Freiwillige Dolmetscher halfen dabei, die Kommunikation mit den Touristen zu erleichtern. Sieben Personen erlitten leichte Verletzungen, hauptsächlich Schürfwunden, und wurden vor Ort behandelt.
Der Vorfall wird derzeit von den zuständigen Behörden untersucht. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Herausspringen der Glasplatte den Wassereinbruch verursacht hat. Der Schiffsmanager, der von der Polizei lediglich als "Herr F" bezeichnet wurde, bestätigte diesen Sachverhalt und betonte, dass alle Personen sicher gerettet wurden. Die Phuket Marine Office hat eine umfassende Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften zu klären. ⇒ Ext. Video Ameray 888 Instagram
Lokale Behörden und Rettungsteams wurden für ihre schnelle und koordinierte Reaktion gelobt. Ihr Einsatz war entscheidend dafür, dass alle Passagiere und Besatzungsmitglieder sicher in Sicherheit gebracht werden konnten. Die chinesische Botschaft wurde über den Vorfall informiert und unterstützt die Ermittlungen.
Anm. der Red.: Dieser Zwischenfall unterstreicht einerseits die Wichtigkeit strenger Sicherheitsmaßnahmen bei touristischen Schifffahrtsangeboten in der Region und zeigt gleichzeitig die Effizienz der Rettungsdienste vor Ort. Andererseits zeigt der Vorfall noch mehr, die Verantwortungslosigkeit einiger Bootsbetreiber, denn vor heftiger See und Wellen von bis zu 4 m Höhe wurde hinlänglich gewarnt. Da die Kapitäne und Betreiber allerdings auf Buddha vertrauen, sollten sich Touristen immer selbst über die Wetterbedingungen informieren.
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