10.07.2026
Chiang Mai hofft auf den UNESCO-Titel Weltkulturerbestadt
Die Stadt gehört schon jetzt zu den beliebtesten Städten der Erde
Damit steht Chiang Mai nicht nur bei Kulturfreunden hoch im Kurs, sondern begeistert auch Reisende aus aller Welt – und könnte schon bald zu den bedeutendsten Kulturstätten der Menschheit gehören.
Platz 3 weltweit – und Asiens heimlicher Star
In den World´s Best Awards 2026 von Travel + Leisure stimmten mehr als 207.000 Leserinnen und Leser über ihre Lieblingsreiseziele ab. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Chiang Mai erreichte weltweit den 3. Platz und musste sich lediglich San Miguel de Allende in Mexiko sowie Kyoto in Japan geschlagen geben.Innerhalb Asiens bedeutet das Rang zwei – noch vor vielen berühmten Metropolen. Selbst Bangkok landete "nur" auf dem sechsten Platz. Besonders gelobt wurden von den Reisenden die einzigartige Mischung aus jahrhundertealter Kultur, entspannter Atmosphäre, herzlicher Gastfreundschaft, hervorragender Küche und der unverwechselbare Charme der Altstadt.
Auch insgesamt war 2026 ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr für Thailand: Koh Samui wurde erstmals zur besten Insel der Welt gewählt und unterstrich damit den internationalen Ruf des Landes als eines der beliebtesten Reiseziele überhaupt.
Chiang Mai träumt vom UNESCO-Welterbe
Fast zeitgleich hat Chiang Mai einen weiteren Meilenstein erreicht. Nach mehr als zehn Jahren Vorbereitung hat Thailand Anfang 2026 offiziell den UNESCO-Antrag „Chiang Mai – Capital of Lanna“ beim UNESCO-Welterbezentrum eingereicht. Bereits 2015 war die Stadt auf die nationale Vorschlagsliste gesetzt worden, nun beginnt die entscheidende Phase des Anerkennungsverfahrens.Anders als viele andere Welterbestätten bewirbt sich Chiang Mai nicht nur mit einzelnen Tempeln oder Bauwerken. Die Bewerbung umfasst eine komplette Kulturlandschaft, die das historische Zentrum innerhalb der alten Stadtmauern und des Wassergrabens ebenso einschließt wie den heiligen Berg Doi Suthep, der seit Jahrhunderten das spirituelle Wahrzeichen der Stadt bildet.
Welterbevorschläge Chiang Mai Tempel
Zum vorgeschlagenen Welterbe gehören unter anderem:- Wat Chiang Man – der älteste Tempel Chiang Mais
- Wat Phra Singh – eines der bedeutendsten Heiligtümer Nordthailands
- Wat Chedi Luang – mit seiner imposanten Ruine aus dem 15. Jahrhundert
- Wat Phra That Doi Suthep – hoch über der Stadt gelegen und eines der wichtigsten buddhistischen Pilgerziele Thailands
Eine lebendige Weltkulturerbestadt
Gerade diese Besonderheit macht die Bewerbung so außergewöhnlich. Während UNESCO-Stätten wie Sukhothai oder Ayutthaya vor allem historische Ruinenparks sind, wäre Chiang Mai die erste Welterbestätte Thailands, die sich vollständig innerhalb einer lebendigen Großstadt befindet.Rund eine Million Menschen leben heute im Ballungsraum Chiang Mai. Täglich rollen Tausende Fahrzeuge durch die Straßen, neue Gebäude entstehen und gleichzeitig müssen jahrhundertealte Tempel, historische Bauwerke und traditionelle Stadtstrukturen geschützt werden. Genau dieses Zusammenspiel von historischem Erbe und modernem Stadtleben macht die Bewerbung weltweit besonders interessant – stellt die Stadt aber auch vor große Herausforderungen.
In den kommenden Monaten wird eine Expertenkommission der UNESCO Chiang Mai besuchen und die eingereichten Unterlagen vor Ort prüfen. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme in die Welterbeliste wird voraussichtlich 2027 fallen.
Kaum eine Stadt in Thailand verbindet Geschichte, Kultur und modernes Leben so harmonisch wie Chiang Mai. Zwischen alten Tempeln, traditionellen Märkten, hippen Cafés, kreativen Kunstvierteln und den grünen Bergen Nordthailands entsteht eine Atmosphäre, die Besucher aus aller Welt begeistert.
Sollte die UNESCO dem Antrag zustimmen, wäre dies nicht nur eine internationale Auszeichnung für Chiang Mai, sondern auch ein wichtiger Impuls für den nachhaltigen Kulturtourismus in ganz Nordthailand. Zusammen mit der aktuellen Spitzenplatzierung bei den renommierten World´s Best Awards dürfte Chiang Mais internationaler Ruf damit weiter wachsen.
Für die "Rose des Nordens" könnte 2027 deshalb ein ganz besonderes Kapitel ihrer über 700-jährigen Geschichte beginnen.
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