Chiang Mai seit 9 Tagen stärkst verschmutzte Stadt der Welt - Reisenews Thailand
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03.04.2023

Umwelt  

Chiang Mai seit 9 Tagen stärkst verschmutzte Stadt der Welt

Die Waldbrände und Feuer im Norden lassen nicht nach

Chiang Mai seit 9 Tagen stärkst verschmutzte Stadt der Welt - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Nordthailand hat weiterhin mit einer dicken Smogschicht zu kämpfen. Laut der IQAir-Website ist Chiang Mai seit neun Tagen in Folge die Stadt mit der höchsten PM2,5-Belastung weltweit. Der höchste Luftqualitätsindex (AQI) wurde im Gesundheitskrankenhaus Ban Khai Hospital im Unterbezirk Mae Na Wang, Bezirk Mae Ai, Provinz Chiang Mai, mit gefährlichen 411 μg/m3 gemessen.

Im Ba Pa Nai Hospital im Bezirk Phrao, Provinz Chiang Mai, wurde gestern ein AQI-Wert von 323 μg/m3 gemessen. Im Bezirk Mueang Chiang Mai wurde ein AQI-Wert von 210 μg/m3 gemessen. Die Luftverschmutzung in Chiang Mai überschreitet ständig gefährliche Werte, und die Krankenhäuser werden mit Patienten mit Atemwegserkrankungen überschwemmt, so die medizinische Fakultät der Universität Chiang Mai.

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden im Maharaj Nakhorn Hospital mit seinen 1.400 Betten 12.671 Patienten wegen Atemproblemen und anderen durch die Luftverschmutzung bedingten Gesundheitsproblemen behandelt. Es gibt einfach zu viele Patienten, als dass alle behandelt werden könnten, erklärte das Krankenhaus am Samstag.

Am Wochenende entdeckten die Behörden 13 neue Waldbrandherde im Doi Suthep-Pui-Nationalpark im Bezirk Hang Dong. Den Beamten gelang es, alle Brände bis auf zwei zu löschen, einen in der Nähe des Tad Ma Hai-Wasserfalls im Distrikt Mueang Chiang Mai und einen zweiten am Doi Pha Chedi im Unterdistrikt Ban Pong.

Das zweite Feuer ist besonders besorgniserregend, weil es auf den Gipfel des Doi Pui übergreifen könnte. Und damit wäre dann neben der wunderschönen Wäldern auch das idyllische Dorf Doi Pui in Gefahr.

Chiang Mai seit 9 Tagen stärkst verschmutzte Stadt der Welt - Die Waldbrände und Feuer im Norden lassen nicht nach Symbolfoto 1
Auch im Sri-Lanna-Nationalpark, im Pha-Daeng-Nationalpark, im Mae-Takhrai-Nationalpark und im Doi-Wiang-Phang-Nationalpark brennen Brände. Laut Satellitendaten gibt es 308 Brandherde in Chiang Mai, davon 52 im Bezirk Chiang Dao, 46 im Bezirk Fang, 43 im Bezirk Mae Taeng, 38 im Bezirk Phrao und 28 im Bezirk Mae Ai, berichtet ThaiRath.

Ebenso schlimm ist die Luftverschmutzung in der Provinz Chiang Rai, wo die Sichtweite sehr gering ist. In der Provinz Chiang Rai wurden insgesamt 222 Glutnester entdeckt, wobei zusätzlich Staub von Bränden in den Nachbarländern Myanmar und Laos eingeblasen wurde.

Der Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Puttipong Sirimat, bestätigte, dass Chiang Rai nicht zum Katastrophengebiet erklärt werde und sagte, die Situation sei "unter Kontrolle". Allerdings liegt der AQI-Wert in Chiang Rai derzeit bei gefährlichen 210 μg/m3 - das 31,8-fache des WHO-Luftqualitätsrichtwerts.

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