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19.12.2025

Politik  

China greift ein: Neue Hoffnung im Grenzkonflikt Thailand

Zwischen Telefonaten und Shuttle-Diplomatie: der neue Friedensversuch

Wang Yi - Cinesischer Aussenminister

China hat sich erneut als diplomatischer Vermittler im wieder aufgeflammten Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha positioniert. Der chinesische Außenminister Wang Yi rief beide Länder eindringlich dazu auf, rasch einen Waffenstillstand zu vereinbaren, Verluste zu minimieren und das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen. Peking werde weiterhin eine konstruktive Rolle spielen, um zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität zwischen den beiden südostasiatischen Nachbarn beizutragen.

Wang Yi äußerte sich am Donnerstag in getrennten Telefongesprächen mit dem kambodschanischen Vizepremier- und Außenminister Prak Sokhonn sowie mit Thailands Außenminister Sihasak Phuangketkeow. Beide Gesprächspartner informierten ihn über die jüngsten Entwicklungen an der Grenze und signalisierten ihre grundsätzliche Bereitschaft, die Lage zu deeskalieren und die Kampfhandlungen einzustellen.

Der aktuelle Konflikt war am 7. Dezember erneut ausgebrochen – weniger als zwei Monate nach der Unterzeichnung einer gemeinsamen Friedenserklärung zwischen Bangkok und Phnom Penh. Die jüngsten Gefechte verliefen heftiger als frühere Auseinandersetzungen und forderten nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bereits 18 zivile Todesopfer auf kambodschanischer Seite. Wang Yi zeigte sich tief betroffen über diese Verluste und betonte, dass anhaltende Kämpfe keiner der beiden Seiten nützen würden.

China greift ein: Neue Hoffnung im Grenzkonflikt Thailand - Zwischen Telefonaten und Shuttle-Diplomatie: der neue Friedensversuch Symbolfoto 1
Als enger Nachbar und Freund beider Länder sei China besonders daran gelegen, eine weitere Eskalation zu verhindern, erklärte Wang. Zudem warnte er davor, dass der Konflikt nicht nur bilaterale Beziehungen belaste, sondern auch den Zusammenhalt der ASEAN-Staatengemeinschaft schwächen könne. Vorrang habe nun ein entschlossener Schritt hin zu einem Waffenstillstand, um weiteres Leid zu verhindern und den Weg für politische Lösungen zu ebnen.

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Parallel zu den Gesprächen auf Ministerebene entsandte das chinesische Außenministerium seinen Sondergesandten für asiatische Angelegenheiten, Deng Xijun, zu einer diplomatischen Shuttle-Mission nach Thailand und Kambodscha. Deng war bereits im September in beiden Ländern gewesen und setzt nun seine Vermittlungsbemühungen fort, um Differenzen zu überbrücken und Vertrauen aufzubauen.Wang Yi unterstrich dabei Chinas Anspruch auf eine faire und unparteiische Haltung im Grenzstreit.

Peking unterstütze die Vermittlungsbemühungen der ASEAN ausdrücklich und setze auf Dialog statt Konfrontation. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass beide Länder die Sicherheit chinesischer Projekte und Mitarbeiter gewährleisten und wachsam gegenüber Falschinformationen bleiben, die das freundschaftliche Verhältnis Chinas zu Thailand und Kambodscha belasten könnten.

China greift ein: Neue Hoffnung im Grenzkonflikt Thailand - Zwischen Telefonaten und Shuttle-Diplomatie: der neue Friedensversuch Symbolfoto 2
Sowohl der kambodschanische als auch der thailändische Außenminister würdigten Chinas objektive und ausgewogene Rolle in dem Konflikt. Sie begrüßten die diplomatische Initiative und erklärten, sie erwarteten von China einen noch stärkeren Beitrag zur Deeskalation und zur Wiederherstellung des Friedens.

Nach Angaben von Xinhua haben Thailand und Kambodscha zudem vereinbart, ein Beobachterteam der ASEAN zu entsenden. Dieser Schritt soll Vertrauen schaffen und dazu beitragen, die Lage an der umstrittenen Grenze zu beruhigen – ein weiteres Signal dafür, dass beide Seiten zumindest diplomatisch nach Auswegen aus der Krise suchen.
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