03.02.2026
Feiern
Chinesisches Neujahr 2026 in China-Town abgesagt
Kommunikation peinlich-chaotisch, Alternativen zu Yaowarat bestehen
Offizielle Absage – aber nur halbherzig kommuniziert
Das Samphanthawong District Office, zuständig für Bangkoks Chinatown, hat bestätigt, dass die offiziellen Veranstaltungen zum Yaowarat Chinese New Year 2026 abgesagt wurden. Betroffen sind vor allem die großen, zentral organisierten Programmpunkte, insbesondere die traditionellen Paraden und öffentlichen Shows entlang der Yaowarat Road.Was nicht abgesagt wurde:
- Privat- oder von Veranstaltern organisierte Feiern
- CNY2026-Gross-Events vor und in Shopping-Malls
- Die Feierlichkeiten in Talad Noi und der Charoen Krung Street wurden nicht abgesagt
- Partys und Restaurantaktionen außerhalb des offiziellen Programms
Mit anderen Worten: Chinatown ist nicht „tot“, aber das Herzstück des Festes – genau das, weshalb viele Touristen anreisen – fällt weg.
Problematisch ist weniger die Entscheidung selbst als vielmehr ihre Kommunikation. Die Absage wurde lediglich über lokale Behördenkanäle und Social-Media-Accounts des Bezirksamts verbreitet. Eine klare, breit gestreute Information über Tourismusstellen, internationale Medien oder offizielle Bangkok-Kanäle blieb bislang aus. Für ausländische Besucher kam die Nachricht daher entweder sehr spät – oder gar nicht.
Andere Feiern finden statt
Wichtig zur Einordnung: Das chinesische Neujahr 2026 ist in Bangkok nicht generell abgesagt. Parallel zu Yaowarat laufen weiterhin Vorbereitungen für andere große Veranstaltungen.So ist unter anderem das „Great Chinese New Year 2026“ am CentralWorld Square weiterhin geplant. Dieses Event wird in Kooperation mit der Bangkok Metropolitan Administration, der Tourism Authority of Thailand und dem Ministry of Culture organisiert.
Bangkok feiert also – nur eben nicht dort, wo viele Besucher es erwarten würden.
Die offizielle Begründung – und warum sie einen schalen Beigeschmack hat
Als Grund für die Absage der Yaowarat-Feierlichkeiten wird die fortdauernde Trauerzeit für Queen Sirikit, die Königinmutter, genannt. Diese Begründung ist inhaltlich nachvollziehbar – kulturell und gesellschaftlich wird Trauer in Thailand sehr ernst genommen.Der kritische Punkt liegt jedoch woanders:
Die Trauerzeit begann bereits mit dem Tod der Königinmutter am 24. Oktober. Sie war also monatelang bekannt, ebenso wie ihre Auswirkungen auf öffentliche Veranstaltungen. Dennoch wurde das Yaowarat-Fest bis kurz vor Beginn aktiv beworben, Termine wurden kommuniziert und Erwartungen bewusst aufgebaut – nur um dann rund zwei Wochen vor Start die Notbremse zu ziehen.
Das wirkt weniger wie Respekt, sondern eher wie organisatorische Nachlässigkeit. Oder nennen wir es besser Organisationschaos.
Kommentar der Red.:
Was sich hier zeigt, ist kein Einzelfall, sondern ein immer wiederkehrendes Muster. Kurzfristige Absagen und Terminverschiebungen großer Events gehören in Thailand leider zum Alltag. Für Einheimische oft ärgerlich, für Touristen jedoch teuer und frustrierend.Ein aktuelles Beispiel: Das Chiang Mai Flower Festival wurde ebenfalls nur wenige Wochen vor Beginn um eine Woche verschoben. Viele Reisende hatten ihre gesamte Route darauf abgestimmt, Unterkünfte und Inlandsflüge längst bezahlt. Die Reaktion: Enttäuschung, Ärger – und nicht selten zusätzliche Kosten.
Niemand verlangt, dass kulturelle oder staatliche Trauer ignoriert wird. Was Reisende jedoch zu Recht erwarten dürfen, ist verlässliche Planung und transparente Kommunikation. Wer Großveranstaltungen monatelang ankündigt und dann in letzter Minute absagt, verspielt Vertrauen – besonders im internationalen Tourismus.
Bangkok feiert das Chinesische Neujahr 2026 weiterhin.
Aber Yaowarat als Herzstück fällt aus – und das hätte man früher, klarer und lauter sagen müssen.
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