Thailandsun auf Facebook Thailandsun auf Twitter Thailandsun auf Instagram Thailandsun Kontakt Thailandsun RSS Newsfeed Bahntickets + Fahrpläne Flugtickets + Flugpläne Bustickets + Fahrpläne Fährtickets + Fahrpläne Minibustickets + Fahrpläne Taxi und Van Tickets Charterfahrten
Seite merkenFehler melden
02.05.2021

Covid Kurzmeldungen Thailand - 2. Mai

Nach erfolgreichem Bekämpfung des Virus 2020, vermasselt die Regierung 2021 den Kampf

Picture Bangkok by Andrew Wong
Thailand meldete am Sonntag 1.940 neue Coronavirus-Fälle. Das Gesundheitsministerium verzeichnete einen zweiten Tag mit 21 Todesfällen, die höchste tägliche Zahl von Todesfällen seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt nun bei 245.

Über 29.000 Menschen befinden sich zur Zeit in Behandlung oder unter Überwachung in den Kliniken und Feldlazaretten.

Die Themen heute:
• Ein Toter, 51 Infizierte durch Party des Justizministers
• Miese Impfquoten – Thailand unter den Schlechtesten
• Rücktritt des Gesundheitsministers gefordert
• Impfanmeldungen für Ausländer funktionieren
• Restaurants in roten Zonen müssen schliessen



Ein Toter, 51 Infizierte durch Party des Justizministers

 Reisenews Thailand 0
Eine Songkran-Party, die in Sukhothai im Norden Thailands für den thailändischen Justizminister Thepsuthin organisiert wurde, hat sich jetzt als verantwortlich für 52 Covid-Fälle erwiesen. Eine Frau starb in Bangkok als direkte Folge des Besuchs der Songkran-Party, die am 12. April im The Tree Cafe stattfand. Zuvor waren zehn Fälle gemeldet worden, darunter auch der Todesfall.

Gestern sagte Dr. Pongphol von der Abteilung für öffentliche Gesundheit in Sukhothai, dass der Cluster weit mehr Infektionen verursacht habe. Es gab 21 Infektionen, die in direktem Zusammenhang mit den Besuchern der Party standen, von denen 18 in der Provinz behandelt wurden. Einer davon war der Besitzer des Restaurants, der dann 31 Mitglieder seiner eigenen Familie infizierte. Drei der Party-Besucher gingen nach Bangkok, wo die Frau Ihrer Erkrankung erlag. Ihr Ehemann wurde ebenfalls infiziert, ebenso wie ein Mitarbeiter des Justizministers.

Die thailändische Regierung wurde vor Songkran heftig kritisiert, weil sie Reisen und Versammlungen zuließ. Eine solche Häufung von Fällen, in die hochrangige Minister der Regierung verwickelt sind, wird von vielen als ein großer "Wir haben es euch gesagt"-Moment gesehen.


Miese Impfquoten

Thailand hat bisher erst 1,5 Millionen Menschen geimpft, vor allem medizinisches Personal und gefährdete Personen, wobei importierte Dosen der chinesischen Impfstoffe Sinovac und AstraZeneca verwendet wurden. Die Impfstoffregistrierung wurde an diesem Wochenende für die Öffentlichkeit gestartet, mit dem Ziel, 70% der Erwachsenen in dem Land mit mehr als 66 Millionen Einwohnern zu impfen. Momentan rangiert Thailand aber nur auf Platz 124 von 154 Ländern, was den Prozentsatz der Erwachsenen angeht, die mindestens eine Dosis eines Covid-19-Impfstoffs erhalten haben.


Rücktritt des Gesundheitsministers gefordert

Gesundheitsminister Anutin
Unternehmer behaupten, dass Korruption und Vetternwirtschaft ein entschiedeneres und produktiveres Vorgehen gegen das Virus behindern. Die Handelskammer hatte bereits logistische Unterstützung angeboten und private Krankenhäuser hatten angeboten, eigene Impfstoffe zur Verteilung zu kaufen. Rechtliche Hürden seitens des Gesundheitsministeriums verzögern den Prozess, ebenso wie die Unentschlossenheit der Regierung, privaten Einrichtungen den Kauf von Impfstoffen unabhängig von der Regierung zu erlauben.

Eine Online-Kampagne, die den Rücktritt des Gesundheitsministers Anutin Charnvirakul fordert und von einer Gruppe namens Mor Mai Thon, thailändisch für "Ärzte werden das nicht tolerieren", gesteuert wird, gewinnt an Fahrt. Die Kampagne hat in den letzten Tagen mehr als 200.000 Unterschriften auf der kürzlich in Thailand neu eingerichteten Petitionsseite Change.org gesammelt.

Die Wirtschaft und der Tourismussektor zeigen mit dem Finger auf Premierminister Prayut und seine Regierung, weil sie es versäumt haben, die Impfstoffe zu verteilen und zu verabreichen, und die Bürger nicht ermutigt haben, sich so schnell wie möglich impfen zu lassen. Die Registrierung und Zulassung der Impfstoffe von Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson hängt immer noch in der Schwebe, und Sinovac und AstraZeneca sind die einzigen Impfstoffe, der bisher im Land erhältlich sind.


Impfanmeldungen für Ausländer funktionieren

Nachdem Thailand offiziell die Registrierungs-App (Mor Prom) für die COVID-19-Impfung geöffnet hat, konnten sich Ausländer im Land erfolgreich für die Impfung registrieren. Erfolgreiche Registrierungen scheinen jedoch nur für diejenigen möglich zu sein, die eine der so genannten "rosa ID-Karten" für Ausländer haben oder für diejenigen, die eine thailändische Sozialversicherungsnummer haben. Seit dem Start von Mor Prom gab es in den sozialen Medien mehrere Berichte von Ausländern, die sich erfolgreich registriert haben und denen sogar Termine genannt wurden, wann sie die erste Dosis des Impfstoffs erhalten werden.

Eine der ersten Person, die berichtete, dass sie sich erfolgreich für den Impfstoff mit dem Mor Prom Line Konto registriert hat, ist der langjährige Expat und Autor des ersten Lonely Planet Reiseführers für Thailand, Joe Cummings.


Restaurants in roten Zonen müssen schliessen

Anfang der Woche hatte die CCSA beschlossen, alle Restaurants in den roten Zonen, also in Bangkok, Chonburi, Chiang Mai, Nonthaburi, Pathum Thani, und Samut Prakan, zu schliessen. Man sei sich bewusst, dass die Entscheidung das Leben vieler Menschen betreffen würde. Allerdings wären nachweislich viele Neuinfektionen durch Restaurants entstanden und so wäre das Schliessen leider unumgänglich, um die Infektionszahlen zu senken. Das Essen zum Mitnehmen sein zwar erlaubt, aber auch nur bis 21:00 Uhr, wobei da sowieso die Ausgangssperre greife.

Manche Thailänder können aber auch sehr innovativ sein. Nach Anordnung der Regierung, Restaurants in einigen Provinzen für das Inhouse-Dining zu schließen, eröffnete Daiso Shushi ein Drive-Thru-Restaurant auf einem offenen Feld. Jetzt können Kunden weiterhin bedient und vor Ort ihre Mahlzeiten verzehrt werden. Das Leben geht weiter…

No dine-in, no problem.

Gepostet von Stickboy BKK am Samstag, 1. Mai 2021


Diese Seite Teilen: