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02.09.2021

Covid-19  

Covid Kurzmeldungen Thailand - Do. 2. September 2021

Aufhebung der Ausgangssperre möglich - Phuket möchte öffnen - Pattaya befürchtet Abschreckung - Gesundheitsminister verteidigt sich

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Thailand verzeichnete in den vergangenen 24 Stunden 262 weitere Covid-19-Todesfälle und 14.956 neue Infektionsfälle, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagmorgen mitteilte. Am Mittwoch waren 17 936 Covid-19-Patienten aus den Krankenhäusern entlassen worden, nachdem sie sich von dem Coronavirus erholt hatten.


Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre wird erwogen

Die Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre in den "dunkelroten" Provinzen (Hochinzidenzgebiete) wird in Erwägung gezogen, kündigte Premierminister Prayut heute vor dem Parlament am zweiten Tag der Misstrauensdebatte gegen seine Regierung an.

29 Provinzen, darunter Bangkok, sind als "dunkelrote" Zonen eingestuft. Das Zentrum für die Verwaltung der Covid-19-Situation hat beschlossen, einge Beschränkungen in den "dunkelroten" Zonen ab heute aufzuheben, so dass Restaurants wieder Speisen anbieten und öffentliche Verkehrsmittel zwischen den Provinzen wieder verkehren können. Die Anordnung, von 21.00 bis 4.00 Uhr zu Hause zu bleiben, bleibt in Kraft.

Bangkok
Prayut sagt, äusserte die Aufhebung der Ausgangssperre oder zumindest eine Verkürzung der Sperrzeiten in Erwägung gezogen würde. Die CCSA werde mit den Inhabern von Nachtlokalen über eine Lockerung der Beschränkungen sprechen, so Prayut. Der Premierminister fügte jedoch hinzu, er sei besorgt, dass nach der Aufhebung der Ausgangssperre und der Lockerung der Beschränkungen viele Menschen während der Nachtstunden in die Lokale strömen und möglicherweise Covid-19 verbreiten könnten.

Die ersten Covid-19-Cluster der jüngsten und schwersten Welle des Virus in Thailand wurden Ende März in Bars und Nachtclubs gemeldet. Da weiterhin Cluster in Bars und Nachtclubs gefunden wurden, wurde die vorübergehende Schließung von Vergnügungsstätten angeordnet, und Restaurants wurden angewiesen, keinen Alkohol mehr auszuschenken.


Phuket möchte für geimpfte Thais öffnen

Phuket
Nach Angaben der Provinzbehörden wurde ein Vorschlag ausgearbeitet, um vollständig geimpften thailändische Touristen zu ermöglichen, nach Phuket zu kommen und so den Aufschwung des örtlichen Tourismus zu beschleunigen.

Vizegouverneur Pichet sagte, dass die Abriegelung in Phuket die lokale Wirtschaft in Bedrängnis bringe und wies auf eine Diskrepanz bei der Durchsetzung der Vorschriften hin. Phuket sei gesperrt, obwohl 75 % der Bevölkerung mit zwei Impfdosen geimpft worden seien.

Der Vizegouverneur Pichet äusserte, dass die Provinz jedoch nach wie vor abgeriegelt sei. Einige andere Provinzen, die weitaus mehr Neuinfektionen als Phuket gemeldet hätten, hätten keine Einreisebeschränkungen für ihre Besucher verhängt. Er fügte hinzu, dass Phuket es sich nicht leisten könnte, darauf zu warten, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine dritte Auffrischungsimpfung erhält. Zumindest solle man thailändischen Bürgern ermöglichen nach einer doppelten Impfung einzureisen, unter der Bedingung, dass innerhalb von 48h ein Test gemacht würde. Der Vorschlag soll nun mit dem Ausschuss für übertragbare Krankheiten der Provinz erörtert werden, sagte er.




Pattaya befürchtet Abschreckung durch hohe Testkosten

Tourismusbeamte in Pattaya befürchten, dass die Anforderungen, die an ausländische Touristen gestellt werden, einschließlich zahlreicher kostspieliger Covid-Tests, die Besucher von einem Besuch abhalten werden. Pattaya hofft auf eine Wiedereröffnung ohne Quarantäne.

Die Bangkok Post berichtet, dass Pattaya Russland und Indien als potenzielle Tourismusmärkte im Auge hätte, aber Gespräche mit russischen Reiseveranstaltern ergeben hätten, dass die derzeitigen Kosten für die Einreise eine erhebliche Abschreckung darstellen könnten. Ausländische Touristen müssen sich drei PCR-Tests unterziehen, die 8.500 Baht kosten, und außerdem 3.000 bis 5.000 Baht für eine Covid-19-Versicherung bezahlen.

Pattaya
Um die Kosten in den Griff zu bekommen, schlagen die Reiseveranstalter nun vor, die Tests 1 und 2 mit den billigeren Antigen-Testkits durchzuführen und den PCR-Test für den dritten und letzten Test zu reservieren.

Thanet weist jedoch darauf hin, dass die Impfung der Einheimischen weit hinter den Erfordernissen zurückbliebe und nur etwa 37 % geimpft seien.

Währenddessen startet in Pattaya eine Massenimpfkampagne mit dem Vakzin von Sinopharm. Ziel sind 70 % Geimpfte bis Ende Oktober.Der Bürgermeister von Pattaya hat vor der Presse bestätigt, dass bis spätestens Ende Oktober 70 Prozent der Einwohner Pattayas geimpft sein werden. Die Stadt hat bisher 60.000 Dosen von Sinopharm-Impfstoffen erhalten, mit denen täglich etwa 2.000 Menschen geimpft werden.


Gesundheitsminister Anutin verteidigt seine Arbeit

Gesundheitsminister Anutin
Anutin ging auf die Covid-19-Krise und seine Bemühungen um die Beschaffung von Impfstoffen seit Ende letzten Jahres ein und zeichnete ein rosiges Bild von der Strategie und dem Erfolg der Regierung. Anutin verteidigte erneut den Sinovac-Impfstoff, trotz vieler Berichte über einen schnellen Verlust der Wirksamkeit und Unwirksamkeit gegen die Delta-Variante. Er behauptete weiterhin, dass es keine Korruption gäbe, seit er Minister sei, und dass er kein Geld aus öffentlichen Mitteln verschwendet oder für sich selbst abgezweigt habe, sondern dass Thailand sehr von den warmen Beziehungen zu China profitiert habe.

Die Abhängigkeit Thailands von Sinovac ist häufig in die Kritik geraten, doch Anutin verteidigte den in China hergestellten Impfstoff mit den Worten, es handele sich um ein hochwertiges und hochwirksames Produkt. Er betonte, dass das Auftreten der Delta-Variante, gegen die der Sinovac-Impfstoff nicht sehr wirksam ist, weder seine Schuld noch die Schuld von Sinovac sei.

Dennoch versicherte er, dass sich Thailand in Bezug auf Impfstoffe keine Sorgen machen müsse, da die Menschen aufgrund des großen Angebots zuversichtlich sein sollten. Er sagte, dass das Land bis Ende 2021 über 140 Millionen Impfstoffdosen verfügen werde, was ausreiche, um 90 % der thailändischen Bevölkerung zu impfen, und dass die Vorräte für 2022 ausreichen würden, solange AstraZeneca die Produktion im eigenen Land fortsetze.

Anutin ging auf die Kritik an der Preisgestaltung und den Geschäften mit China ein und erklärte, dass Sinovac die schnellste Möglichkeit sei, Impfstoffe nach Thailand zu bringen, und dass alle Finanzgeschäfte transparent seien. Er sagte, dass die erste Lieferung von Impfstoffen 17,00 US-Dollar pro Stück gekostet habe, der Preis aber schnell immer weiter gesenkt wurde, bis er schließlich 8,90 US-Dollar betrug. Er meinte weiterhin, dass seine Arbeit sowie die der Regierungspartei ehrlich, fair und transparent gewesen sei. Er sagte, sie hätten ihre Arbeit gerecht und im Interesse des thailändischen Volkes getan.
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