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15.04.2021

Covid-19  

Covid Kurzmeldungen Thailand vom 15. April

Neuer Höchststand bei täglichen Virusinfektionen

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Die Regierung meldete am Mittwoch 1.335 neue Coronavirus-Fälle, die höchste Zahl an täglichen Infektionen seit dem Auftreten der Epidemie in Thailand Anfang letzten Jahres.

Themen
- Bleiben Sie zuhause!
- Hintermänner des Ausbruchs werden gedeckt
- Partieller Lockdown im Gespräch
- Chappuis ist infiziert, warnt die Öffentlichkeit

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Bleiben Sie zuhause!

Das Gesundheitsministerium drängt die Menschen, die in Hochrisikogebieten leben, von zu Hause aus zu arbeiten oder für zwei Wochen zu Hause zu bleiben, um den Anstieg der Covid-19-Fälle einzudämmen, der nach dem Songkran-Festival voraussichtlich nochmals sprunghaft ansteigen wird.

Die Regierung will neue Maßnahmen ergreifen, um den Anstieg der Neuinfektionen zu verlangsamen, die gestern die Zahl von 1.335 erreichten. Eine der Maßnahmen ist es, die Mobilität zu reduzieren. Man könnte eine obligatorische Anordnung zur Arbeit von zu Hause aus zu erlassen und außerdem eine gezielte Abriegelung in einigen Hochrisikogebieten vornehmen.

Das Ministerium hat in neun Provinzen Hochrisikogebiete als rote Zonen ausgewiesen. Diese sind Bangkok, Chiang Mai, Chon Buri, Prachuap Khiri Khan, Samut Prakan, Samut Sakhon, Pathum Thani, Sa Kaeo und die Provinz Narathiwat.


Hintermänner des Ausbruchs werden gedeckt

In Thailand ist Anfang des Monats in eine neue Covid-19-Welle eingetreten, nachdem eine Häufung von Infektionen in Bars und Vergnügungslokalen in Bangkoks Thong Lor-Gebiet festgestellt wurde. Über 50% der gesamten Neuinfektionen des Landes stehen in direktem Zusammenhang mit nächtlichen Vergnügungsstätten in Bangkoks Stadtviertel Thong Lor. Der Ausbruch hat schon jetzt grosse wirtschaftliche Schäden verursacht, da sowohl durch Reisebeschränkungen, als auch durch die Ansteckungsängste viele derer, die die grossen Ferien für einen Urlaub in der Heimat nutzen wollten, zuhause geblieben sind.

Nun gibt es wachsende Bedenken wegen eines mögliches Foulspiels bei den Ermittlungen in Bezug auf die Clubs und deren eklatante Gesetzesverstöße, die die Ausbreitung des Virus verursachten. Anstatt eine Untersuchung eines mit Covid infizierten Ministers anzuordnen, der einen der Clubs besucht haben soll - mit all ihren rücksichtslosen Verstößen gegen die Maßnahmen zur Seuchenprävention - und der möglicherweise ein Superverbreiter ist, entschied sich Premierminister Prayut Chan-o-cha, seinen Minister zu schützen. Er machte eine augenzwinkernde Bemerkung, indem er sagte, Kabinettsminister sollten nicht unartig sein.

Die Manager der Clubs erhielten zwar eine zweimonatige Haftstrafe ohne Bewährung wegen Verstoßes gegen die Notverordnung und das Vergnügungsstättengesetz. Allerdings ist anzumerken, dass es sich bei den beiden nur um Angestellte handelt, was den Verdacht aufkommen ließ, dass mit der schnellen Aktion die öffentliche Aufmerksamkeit von den eigentlichen Schuldigen abgewendet werden sollte. Den Besitzern wird nachgesagt, dass sie enge Verbindungen zu Regierenden und hohen Beamten haben, insbesondere zu einem hochrangigen Polizeioffizier, von dem bekannt ist, dass er Aktionär in einem der Clubs ist.

Durch den Druck der Öffentlichkeit hat die Königlich Thailändische Polizei eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, die den Fall innerhalb von 30 Tagen abschließen soll. Wird sich die Polizei trauen, dem Fall auf den Grund zu gehen und die Hintermänner der illegalen Geschäfte zu entlarven? Manche vermuten die Bildung des Gremiums sei nur eine weitere Taktik, um Zeit zu gewinnen und den öffentlichen Druck zu verringern.

Das Polizeipräsidium muss die Fälle geradlinig angehen, ohne irgendeine Partei zu bevorzugen, da die Öffentlichkeit ängstlich zusieht. Aber selbst das ist wahrscheinlich zu viel verlangt. Die vergangenen zwei Runden von Ausbrüchen zeigen deutlich, dass etwas faul ist in der Polizei, deren Beamte sich an Spielhöllen im Osten und an Schleusernetzwerken für Migranten bereichern. Nur wenige Polizisten wurden jemals bestraft. Der Fall Thong Lor ist nur die Spitze des Eisbergs der Polizeikorruption. Es ist bekannt, dass Korruption ein strukturelles Problem für diese Behörde ist.

Wenn die Zahl der Fälle in die Höhe schießt, sind Schließungsmaßnahmen, wenn auch nur teilweise, unvermeidlich, was enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird. Wer wird dafür verantwortlich gemacht werden?


Partieller Lockdown im Gespräch

Die Regierung diskutiert die Möglichkeit eines teilweisen Lockdowns Bangkoks und der umliegenden Provinzen, sowie von Chiang Mai, Prachuap Khiri Khan und Chon Buri.

Premierminister Prayut Chan-o-cha wird eine Sitzung des CCSA einberufen. Dort soll die Verstärkung der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 sowie den Vorschlag einer teilweisen Abriegelung besprechen werden. Weitere Restriktionen für bestimmte Arten von Geschäften, einschließlich Restaurants, Einkaufszentren und Fitnessstudios, werden bei dem heutigen Treffen zwischen dem CCSA Unterkomitee und dem Ministerium diskutiert. Einige weitere Gebiete werden möglicherweise zu Ausbruchszonen erklärt werden, während bestimmte Aktivitäten, die normalerweise Menschen zusammenbringen, wie Gruppenübungen und Restaurantbesuche, wahrscheinlich eingeschränkt werden.


Chappuis ist infiziert, warnt die Öffentlichkeit

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Charly Chappuis, der für den thailändischen Erstligisten Port FC spielt, ist der jüngste thailändische Sportler, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, während das Land mit einer dritten Infektionswelle zu kämpfen hat.

"Ich wurde auf COVID-19 getestet, und das Ergebnis ist positiv. Ich bin derzeit unter Quarantäne und werde entsprechend sicher behandelt", schrieb Chappuis in einem Social-Media-Post. "Für jeglichen Ärger, den ich verursacht haben könnte, egal wie klein, möchte ich mich an dieser Stelle von ganzem Herzen entschuldigen. Ich hoffe, dass jeder in diesen unruhigen Zeiten sicher bleibt. "Meine Gebete und guten Wünsche sind mit allen von Ihnen und bitte halten Sie sich an die Regeln.“

Charyl Yannis Chappuis ist ein thailändisch-schweizerischer Fussballspieler. Chappuis ist Sohn einer Thailänderin und eines Schweizers und wuchs in Kloten auf. Er spricht fliessend Deutsch, Englisch und Französisch. Er hatt von 2009 bis 2013 in verschiedenen Schweizer Bundesligavereinen gespielt, bevor er 2014 im die thailändische Liga wechselte. Mit der Schweiz gewann er 2009 den Titel bei der Fifa-U17-Weltmeisterschaft
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