Covid-Situation verschlechtert sich drastisch - Reisenews Thailand
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31.07.2021

Covid-19  

Covid-Situation verschlechtert sich drastisch

Anzahl der Neuinfektionen verdoppelt sich in 14 Tagen

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Seit April kämpft Thailand mit einer Welle von Infektionen, die durch die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus ausgelöst wurden und die Krankenhäuser in der Hauptstadt Bangkok über den Rand der Belastbarkeit bringen. Auch die nun ermöglichte Home-Quarantänisierung bringt keinerlei Entlastung, da die Anzahl der Erkrankten zu schnell steigt. Vorgestern wurden 17.669 und gestern 17.345 Menschen in Kliniken verbracht, also etwa 7.000 mehr, als entlassen werden. Insgesamt befinden sich zurzeit 192.527 Thais in Kliniken oder Feldlazaretten zur Behandlung oder in Quarantäne.

Thailand meldete am Samstag 18.912 neue COVID-19-Fälle und 178 zusätzliche Todesfälle in den letzten 24 Stunden. Mit den Fällen vom Samstag steigt die Gesamtzahl der COVID-19-Infektionen in Thailand auf 597.287 mit 4.857 Todesfällen. Zurzeit verdoppelt sich die Zahl der Neuinfektionen alle 2 Wochen.
Angesichts der Tatsache, dass über 70 % der Infektionen bei Menschen festgestellt werden, die sich aufgrund von Symptomen selbst bei Kliniken und Behörden melden, dürfte die Dunkelziffer sehr hoch sein.



Impfungen

Zu wenige Impfungen in Thailand
19,2% der Bevölkerung sind einfach und erst 5,4% doppelt geimpft und das vorwiegend mit der ziemlich wirkungsschwachen chinesischen Impfplörre Sinovac, die Ihre Minimalwirkung gegen die Deltavariante schon in anderen Ländern mehr als zu Genüge zur Schau gestellt hat. Täglich werden durchschnittlich rund 270.000 Menschen geimpft, wobei es etwas verwundert, dass die thailändischen Behörden es sich offensichtlich immer noch leisten können, an den Wochenendtagen die Impfungen nur weniger als die Hälfte der Wochentagsimpfungen zu verabreichen. An Samstagen und Sonntagen fällt deren Anzahl auf 80-120 tausend.


Tests

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Die Anzahl der Tests bleibt seit Mitte April, mit durchschnittlich rund 65.000 PCR-Tests pro Tag stabil, was bei einer Verzehnfachung der Fälle in dem Zeitraum sehr verwundert und entweder eine sonderbare Politik, oder aber auf die Grenzen der Testkapazitäten hinweist. Wir vermuten, dass die Labore einfach nicht mehr schaffen. Eine strukturierte Teststrategie, die Abermillionen von Schnelltest erfordern würde, können wir bisher nicht erkennen.


Aus dem Leben mit Covid in Thailand

Der Lebensgefährte meiner Tochter hatte Schluckbeschwerden und leichtes Fieber und hat daraufhin meine Tochter geschickt, einen der gerade erst zugelassenen Schnelltests in einer Apotheke zu erwerben. Der war positiv und daraufhin hatte er sich bei den Behörden in Chiang Mai gemeldet. Anstelle, dass nun jemand vorbeigekommen wäre, um einen PCR-Test zu machen, musste meine Tochter einen PCR-Test für 3.800.- Baht erwerben, der dann auch positiv war und ihn, mit heftiger werdenden Beschwerden berechtigte, sich eine Klink zur Unterbringung zu suchen.

Die staatlichen Kliniken sind allerdings alle überfüllt. Nach einem weiteren Tag, hatte er dann eine Privatklinik gefunden. So musste meine Tochter 3 Tage mit ihrem bestätigt infizierten Freund in ihrem Appartement verbringen und klar, sie hat es nun auch erwischt und die Geschichte startet von neuem. Nun suchen wir von hier aus eine Klinik für sie und hoffen und bangen. Für die zwei geht es nun nicht nur um die Gesundheit, sondern auch um ein paar zigtausend Baht, denn die Kosten der Privatklinik werden genauso wenig übernommen, wie die Tests. Da fragt man sich, was arme Menschen, die das Geld nicht aufbringen können, machen?


Fragen, die man sonst noch stellen könnte:



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