28.02.2023
Politik
Der Streit um E-Zigaretten geht in die nächste Runde
Gesundheitsminister benutzt seine Pro-Cannabis als Contra-Vaper Argumente
Außerdem forderte er den Polizeipräsidenten auf, weiterhin hart gegen die Verwendung von E-Zigaretten vorzugehen und die Personen, die diese Produkte verkaufen, strafrechtlich zu verfolgen, nachdem die Polizei ihre Strategie geändert hatte und ankündigte Touristen für die Nutzung und den Besitz von Dampfern nicht mehr zu bestrafen.
Der "aufopfernde" Kampf des Gesundheitsministers gegen das Dampfen dauert inzwischen seit 2 Jahren an. Ab und an beschleicht einen das Gefühl, dass dieser Kampf weniger für die Gesundheit der Kinder, als für die Gesundheit der Bankkonten der Tabakindustrieellen stattfindet.
Im Gegensatz zu den Äußerungen des thailändischen Gesundheitsministers Anutin Charvirakul am vergangenen Freitag, gab der Direktor von ECST heute eine Erklärung ab, dass man zuversichtlich sei, dass die Legalisierung dieser Produkte gelingen werde... Laut ECST sterben jedes Jahr etwa 50.000 Thailänder an den Folgen des Rauchens.
"Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass das thailändische Parlament Vaping legalisieren und regulieren wird, sobald die voraussichtlichen allgemeinen Wahlen im Mai abgehalten worden sind. Das Thema ist einfach zu groß, um es zu ignorieren, und die Wissenschaft ist zu überzeugend", sagt Asa Saligupta, Direktor von ECST (ENDS Cigarette Smoke Thailand).
Die Behörden scheinen darauf bedacht zu sein, Touristen daran zu erinnern, dass das Dampfen im Königreich weiterhin illegal ist. Das heißt aber nicht, dass das immer so bleiben wird. Der ECST-Direktor sagt, dass die meisten Politiker und die Öffentlichkeit die Aufhebung Vaping-Verbots in Thailand weiterhin unterstützen.
"Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass sicherere Nikotinprodukte in Thailand reguliert werden. Eine Regulierung wird die Verbraucher besser schützen, mehr Raucher dazu ermutigen, mit den tödlichen Zigaretten aufzuhören, und sicherstellen, dass wir das Dampfen von Jugendlichen mit einem strengen Kaufalter besser kontrollieren können", sagt er.
Jede Behauptung, dass das Verdrängen des Dampfens in den Untergrund die Jugend schützen würde, sei absoluter Unsinn. Der Weg, junge Menschen zu schützen, bestünde darin, strenge Vorschriften einzuführen, um den Schwarzmarkt weitgehend auszurotten, ein Mindestalter für den Erwerb festzulegen und Produktsicherheitsstandards einzuführen.
Nur so könne man die Jugend schützen. Argumente übrigens, die Gesundheitsminister Anutin in fast identischem Wortlaut nutzte, um Cannabis in Thailand zu legalisieren.
"Wenn wir die durch das Rauchen verursachten Krankheiten und vorzeitigen Todesfälle deutlich reduzieren wollen, müssen wir Thailands strenges Verbot und die Strafen für Vape-Produkte aufheben. Es funktioniert einfach nicht.
In der Tat haben inzwischen fast 70 Länder gesetzliche Rahmenbedingungen für sicherere Nikotinprodukte eingeführt, was zu einem dramatischen Rückgang der Raucherquote geführt hat.
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