13.02.2026
Deutscher des Betrugs verdächtigter in Pattaya festgenommen
Nach jahrelangem illegalen Aufenthalt nach Hinweis der deutschen Botschaft
Festnahme nach Hinweis der deutschen Botschaft
Die Festnahme erfolgte am Vormittag des 11. Februar vor einem Wohnhaus in der Nähe der Jomtien Beach Road in Pattaya. Ermittler griffen den 43-Jährigen ab, als er gerade dabei war, mit seinem Motorrad das Grundstück zu verlassen.Der Zugriff kam nicht überraschend: Bereits einige Tage zuvor hatte die deutsche Botschaft in Thailand die Einwanderungsbehörde in Chonburi informiert, dass sich ein per Haftbefehl gesuchter deutscher Staatsbürger vermutlich in Pattaya aufhält. Deutsche Behörden hatten ihn wegen mutmaßlicher Betrugs- und Geldwäschedelikte international zur Fahndung ausgeschrieben.
Nach diesem Hinweis begannen thailändische Ermittler mit der Überprüfung und sammelten Beweise, die schließlich zu einem Durchsuchungsbeschluss des Provinzgerichts in Pattaya führten. Mit Unterstützung mehrerer Immigration-Beamter sowie in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft wurde die Operation vorbereitet und durchgeführt.
Jahrelanger illegaler Aufenthalt
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann nicht nur international gesucht wurde, sondern sich auch illegal im Land aufhielt. Sein Visum war bereits seit über 2.500 Tagen abgelaufen – das entspricht mehr als sechs Jahren ohne gültigen Aufenthaltsstatus.Trotzdem hatte er offenbar ein relativ unauffälliges Leben in Pattaya geführt und sich dort dauerhaft niedergelassen.
Geräte und Kreditkarten beschlagnahmt
Während der Durchsuchung seines Hauses stellten die Ermittler mehrere elektronische Geräte sicher, darunter einen Computer, drei Mobiltelefone sowie zwei Kreditkarten. Diese Gegenstände sollen nun analysiert werden, um mögliche Beweise zu sichern und Finanztransaktionen nachzuvollziehen. Besonders im Fokus stehen dabei digitale Spuren, die Aufschluss über mögliche Geldflüsse und Kontakte geben könnten.Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Deutsche seine Opfer über eine internationale Online-Handelsplattform kontaktiert haben. Dort bot er angeblich Waren zum Verkauf an und forderte Käufer auf, den Kaufpreis über digitale Zahlungswege, insbesondere Kryptowährungen, zu überweisen.
Sobald das Geld eingegangen war, brach er laut Ermittlern den Kontakt ab und lieferte die versprochenen Waren nicht. Deutsche Behörden gehen davon aus, dass zahlreiche Personen auf diese Weise geschädigt wurden.
Internationale Zusammenarbeit
Nach seiner Festnahme wurde der Verdächtige zunächst zur weiteren Bearbeitung an die Polizei in Pattaya übergeben. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für seine Abschiebung nach Deutschland, wo er sich vor Gericht verantworten muss. Die thailändischen Behörden bestätigten, dass neben den strafrechtlichen Vorwürfen auch sein jahrelanger illegaler Aufenthalt ein klarer Verstoß gegen die Einwanderungsgesetze darstellt.Der Fall unterstreicht die enge Kooperation zwischen thailändischen Behörden und internationalen Partnern. Durch den Informationsaustausch zwischen Botschaften, Polizei und Einwanderungsbehörden gelingt es immer wieder, gesuchte Personen aufzuspüren, die sich im Ausland verstecken.
In den kommenden Wochen werden die sichergestellten Geräte und Daten weiter ausgewertet. Dabei hoffen die Ermittler, zusätzliche Hinweise auf die mutmaßlichen Betrugsaktivitäten und mögliche weitere Beteiligte zu finden. Für den festgenommenen Deutschen endet damit ein jahrelanges Leben unter dem Radar – und die Rückkehr in sein Heimatland dürfte nun nur noch eine Frage der Zeit sein.
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