29.10.2025
Phuket
Deutscher findet neuseeländische Begleiterin leblos im Bett
Drama auf Phuket: Touristin stirbt nach wilder Nacht in Kata Beach
Gegen 14:45 Uhr wurde die Polizei über den Notruf des Hotels alarmiert: Eine ausländische Frau sei bewusstlos in ihrem Zimmer gefunden worden. Laut Polizeileutnant Phirawat Yodtor rückten sofort forensische Ermittler und ein Arzt zum Tatort aus.
Im Zimmer entdeckten die Beamten die Frau leblos auf dem Bett, ohne erkennbare Spuren von Gewalt oder Kampf. Auffällig war jedoch die Anwesenheit mehrerer verschreibungspflichtiger Medikamente, darunter Antidepressiva, sowie drei geöffneter Alkohol¬dosen und zwei Cocktailgläser.
Ein Mitarbeiter hatte zuvor die Polizei verständigt, nachdem eine Begleitperson der Frau um Hilfe gebeten hatte, als sie bemerkte, dass die Neuseeländerin nicht mehr atmete. Das Hotelpersonal leitete sofort Wiederbelebungsmaßnahmen (CPR) ein, konnte jedoch nichts mehr ausrichten. Der herbeigerufene Arzt erklärte die Frau kurz darauf für tot.
Laut Polizei war die Verstorbene am Abend zuvor in Begleitung eines 49-jährigen deutschen Touristen, der inzwischen als Zeuge befragt wurde. Er berichtete, die beiden hätten sich in einer Bar in Kata getroffen und dort bis spät in die Nacht Alkohol konsumiert.
„Sie hatte viel getrunken“, sagte der Mann in seiner Aussage. „Wir gingen gegen ein Uhr morgens ins Hotel zurück, tranken noch etwas, hatten Sex und schliefen schließlich ein. Gegen Mittag weckte mich das Klopfen des Reinigungspersonals. Als ich sie aufwecken wollte, atmete sie nicht mehr.“
Der Deutsche rief daraufhin sofort die Rezeption an und bat um medizinische Hilfe. Die Polizei nahm ihn vorübergehend zur Befragung mit und unterzog ihn einem Drogentest und einer medizinischen Untersuchung – beide Tests fielen negativ aus.
Keine Hinweise auf ein Verbrechen
Die Ermittler überprüften sowohl die elektronischen Türdaten als auch die CCTV-Aufnahmen des Hotels – alles bestätigte die Schilderung des Zeugen. Auch das Barpersonal, das das Paar am Vorabend bedient hatte, berichtete von keinen Auffälligkeiten oder Streitigkeiten.Laut den Ermittlungen gab es in der Nacht keine Lärmbeschwerden oder ungewöhnlichen Vorkommnisse in den Nachbarzimmern. Gewalt oder Fremdeinwirkung schließt die Polizei daher zum jetzigen Zeitpunkt aus.
Eine vorläufige forensische Untersuchung ergab Hinweise darauf, dass die Frau eine gefährliche Kombination aus Alkohol und verschriebenen Medikamenten konsumiert hatte. Diese Mischung könne laut Polizei zu Atemstillstand oder Herzversagen führen.
Die Mediziner schätzen, dass die Frau zwischen 6:30 und 8:30 Uhr morgens verstorben ist – also acht bis zehn Stunden, bevor ihr Körper entdeckt wurde. Zur Klärung der genauen Todesursache wurde der Leichnam in das Vachira-Phuket-Krankenhaus überführt, wo eine gerichtliche Autopsie durchgeführt wird.
Die Behörden von Phuket bestätigten, dass es sich bei dem Vorfall um einen tragischen Todesfall ohne Fremdverschulden handelt. Dennoch bleibt der Fall bis zum Abschluss der forensischen Analyse offiziell unter Untersuchung.
Ein stiller Appell an Reisende
Phukets Polizei und Hotellerie erinnern angesichts dieses Vorfalls daran, dass Medikamenten- und Alkoholkonsum ernsthafte Wechselwirkungen hervorrufen können – besonders bei Antidepressiva oder Schlafmitteln. Der Fall sei, so ein Sprecher der Polizei, ein tragisches Beispiel dafür, „wie schnell aus einer unbeschwerten Urlaubsnacht eine Katastrophe werden kann“.Quellen: The Nation, NNT, Taiger
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