15.07.2022
Wirtschaft
Die Einreisegebühr wird mal wieder eingeführt
The never ending Story geht in Runde 5 - und mal wieder ganz anders
Nun soll die neue obligatorische Ankunftsgebühr mal wieder - nun ausnahmslos für alle Ausländer - eingeführt werden und dafür Versicherungsschutz in Höhe von 500.000 Baht pro Person für bis zu 30 Tage während des Aufenthalts in Thailand bieten. Für Fluggäste wird die Einreisegebühr im Flugpreis inkludiert.
Das Tourismusministerium äusserte, dass man nun startbereit sei, jedoch noch warten müsse, bis alle Land- und Seegrenzeneingänge mit Hard- und Software ausgerüstet und bereit seien, die Zahlungen einzuziehen. Also ist man eher noch nicht startbereit…
Mit verschiedenen Sonderregelungen und Ausnahmen hatte man das Ganze erheblich verkompliziert, was den Aufwand wegen umgerechnet rund EUR 8.- nun etwas ad absurdum führte. In der neuesten Version sind keine Ausnahmen vorgesehen. ALLE Ausländer, einschließlich Expats, Inhaber einer Arbeitserlaubnis oder eines Langzeitvisums und Diplomaten, müssen die 300 Baht Gebühr entrichten.
Der Sprecher des Ministeriums erklärte, dass die Gebühr für Flugreisende über den Flugpreis eingezogen wird und dass es keine Möglichkeit gäbe, in den Systemen zwischen den verschiedenen Visumarten zu unterscheiden. Wenn man also kein thailändischer Staatsbürger ist, muss man bei jeder Einreise in das Königreich die neue Einreisegebühr von 300 Baht bezahlen.
Der Versicherungsschutz, der durch die Einreisegebühr gedeckt wird, beträgt bis zu 500.000 Baht und deckt Unfälle, Unruhen, Terrorismus, Naturkatastrophen oder andere Vorfälle ab. Im Todesfall werden 1 Million Baht ausgezahlt und die Kosten für Einäscherung oder Beerdigung betragen bis zu 150.000 Baht.
Interessanterweise werden in den neuen Plänen Gesundheits-, Krankenhaus- oder Covid-19-Kosten durch die neue obligatorische Einreisegebühr nicht mehr abgedeckt, daher wird den Reisenden weiterhin empfohlen, eine allgemeine Reise- oder Krankenversicherung abzuschließen.
Der Verband der thailändischen Fluggesellschaften hat bereits erklärt, dass die Gebühr sorgfältig eingeführt und erläutert werden muss, damit ausländische Regierungen und Reisebüros die neue Gebühr nicht als negativen Faktor für Reisen nach Thailand empfinden. Es wird erwartet, dass das Kabinett den Plan im nächsten Monat bestätigt und er dann 90 Tage später in Kraft treten könnte, falls er in der Royal Gazette veröffentlicht wird.
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