Eine Million Hanfpflanzen für Zuhause - Reisenews Thailand
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10.05.2022

Wirtschaft  

Eine Million Hanfpflanzen für Zuhause

Thailands Behörden verteilen kostenlose Cannabispflanzen für den Heimanbau

Eine Million Hanfpflanzen für Zuhause - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Eine Million kostenlose Cannabispflanzen werden im Juni verteilt, wenn der Heimanbau und die Verwendung der Pflanze nach thailändischem Recht offiziell legalisiert sind.

Der Verkauf von Cannabisprodukten, die weniger als 0,2 % Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, die psychoaktive Verbindung in Marihuana, die das "High"-Gefühl erzeugt, ist in Thailand derzeit legal.

Gesundheitsminister Anutin kündigte an, dass die thailändischen Bürger ab dem 9. Juni keine Genehmigung mehr benötigen, um Cannabis zu Hause anzubauen. Das angebaute Cannabis muss von medizinischer Qualität sein und darf ausschließlich zu medizinischen Zwecken verwendet werden.

Der Gesundheitsminister fügte hinzu, dass die neuen Regeln es kleinen Betreibern erlauben, Marihuana-bezogene Geschäfte zu eröffnen, ohne sich bei der Food and Drug Administration (FDA) registrieren zu lassen, während Großbetriebe weiterhin eine Genehmigung benötigen.

Laut Anutin könnten mit Marihuana- und Hanfprodukten jährlich bis zu 10 Milliarden Baht (rund 280 Mio. EUR) eingenommen werden, wenn sowohl öffentliche als auch private Unternehmen im Rahmen der neuen Vorschriften frei agieren dürfen.

Cannabis-Befürworter haben sich optimistisch geäußert, dass die Lockerung der Marihuana-Gesetze den wirtschaftlichen Aufschwung nach Jahren der Stagnation fördern wird. Thailand war das erste südostasiatische Land, das 2018 medizinisches Marihuana legalisierte.




Das THC reduzierte Cannabis macht nicht „high“ und löst keine Rauschzustände aus, ist aber als Heilmittel für viele Symptome geeignet und wird schon seit Jahrhunderten als Gewürz in thailändischen Speisen verwendet. Es ist für medizinische Behandlungen gegen chronische Schmerzen, Verkrampfungen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Angststörungen, Übelkeit und Schlafstörungen geeignet und hat eine sowohl beruhigende als auch antidepressive Wirkung.

Wie allerdings die Regierung kontrollieren will, ob wirklich nur die THC armen Hanfsorten angebaut werden, oder ob der Privatier sich nicht doch lieber ein paar bedröhnende Kifferpflänzchen in den Garten stellt, ist uns bisher noch nicht bekannt.


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