05.03.2023
Umwelt
Einwohner sollen Wohnungen nicht verlassen - Tausende erkrankt
Tourismusrat Chiang Mai will mehr Touristen für die dreckigste Stadt der Welt
Unter Berufung auf eine Schätzung, wonach die Smogsituation bis April andauern wird, sagte er, dass der Tourismussektor und die staatlichen Behörden ihre Zusammenarbeit verstärken sollten, um das Problem der rückläufigen Besucherzahlen und der Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen, bevor es zu spät ist.
Die Zahl der am Flughafen von Chiang Mai ankommenden und abfliegenden Touristen liegt zwischen 10.000 und 20.000 pro Tag und damit unter den Zahlen, die während der vergangenen Hochsaison verzeichnet wurden, als die Luft sauberer war, sagte Herr Pallop.
Wir finden das sehr interessant, dass man sich mal wieder um die Einnahmen mehr kümmert, als um seine Bevölkerung. Die Feinstaubwerte sind nicht nur erschreckend, sondern die Luft ist hochgradig giftig. Chiang Mai pendelte in den letzten Tagen bei Werten, die die Stadt konstant in den TOP 3 der dreckigsten Städte weltweit hielt. Und die Zahl der Feuer auf den Feldern und in den Wäldern rund um die Stadt nimmt weiter zu.
An vielen Messpunkten werden Werte erreicht, die das Zehnfache, des in Thailand als gerade noch sicheren geltenden Wert von 50 ㎍ bei weitem überschritten. Und Thailand mogelt hier sowieso etwas, denn international gelten Werte von über 35 ㎍ bereist als gesundheitsschädigend. Gestern war ganz dicke Suppe über der Stadt mit Werten von bis zu 880 ㎍.
Da die Kliniken in Chiang Mai mit der hohen Anzahl an Patienten mit Atemwegserkrankungen nicht mehr Herr werden, wurden mehrere zusätzliche temporäre Klinken geöffnet. Die Bevölkerung soll zu Hause bleiben, die Fenster geschlossen halten und die Wohnungen nur in dringenden Fällen und keinesfalls ohne Atemmaske verlassen. Aber die Feuer rund um Chiang Mai brennen weiter, es werden sogar noch mehr.
Herr Pallop, der sonderbare Präsident, sollte nicht wegen zurückgehender Touristenzahlen jammern, sondern zum Schutz der Reisenden, einen sofortigen Anreisestop und die Evakuierung der vorhandenen Touristen veranlassen. Man kann doch nicht Gäste anziehen wollen und gleichzeitig den Einwohnern sagen, sie sollten zu Hause bleiben, weil die Luft hochtoxisch ist. Und er sollte sich dringend Gedanken machen, über evt. Regressforderungen der Touristen und Reiseveranstalter.
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