Emirates baut aus - 110 Airbus A380 bis Ende nächsten Jahres - Reisenews Thailand
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20.11.2025

Verkehr  

Emirates baut aus - 110 Airbus A380 bis Ende nächsten Jahres

Der ungewöhnliche Aufschwung: Neue Kabinen, Sitze & Konzept

Emirates baut aus - 110 Airbus A380 bis Ende nächsten Jahres - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Emirates und der A380: Der Superjumbo lebt – und wie!

Während andere Airlines, wie z.B. die THAI ihre Airbus A380 längst zu Museumsstücken oder Tankdeckelspendern erklären, fährt Emirates weiter eine klare Linie: Der König der Lüfte bleibt. Punkt. Und nicht nur das – er soll sogar wieder in größerer Zahl abheben.

Aktuell stehen bei Emirates rund 95 des riesigen A380 im aktiven Einsatz, doch das ist dem Golf-Giganten noch lange nicht genug. Emirates-Präsident Tim Clark kündigte auf einer Konferenz an, dass bis Ende nächsten Jahres stolze 110 Superjumbos regelmäßig unterwegs sein sollen.

Für eine Maschine, deren Produktion bereits 2021 endgültig eingestellt wurde, ist das bemerkenswert – aber Emirates hat ihre ganz eigene Definition von „ausgemustert“. Insgesamt hat Airbus 251 Exemplare gebaut. Und Emirates hält daran fest wie kaum eine andere Airline – 116 A380 gehören zur Flotte, auch wenn nicht alle davon gerade fliegen.

Ein Flugzeug über sein Verfallsdatum hinaus?

Emirates baut aus - 110 Airbus A380 bis Ende nächsten Jahres - Der ungewöhnliche Aufschwung: Neue Kabinen, Sitze & Konzept Symbolfoto 2
So ein Koloss ewig in der Luft zu halten, ist allerdings kein Selbstläufer. Clark spricht offen über die Herausforderungen:
Der A380 sei ursprünglich für 100.000 Flugstunden oder rund 20 Jahre Lebensdauer ausgelegt. Emirates möchte manche Jets aber 24 oder sogar 25 Jahre lang betreiben. „Eine echte Herausforderung“, sagt Clark – und das klingt höflich für „es wird sportlich“.

Vor allem die Lieferketten bereiten Sorgen. Ersatzteile sind keine Selbstverständlichkeit mehr, besonders da die Produktion eingestellt wurde. Zwar hat Emirates eine ganze Garage voll ausgebauter Strukturteile aus ausgemusterten Maschinen, aber entscheidende Komponenten wie Triebwerke und spezielle Bauteile stehen weiterhin ganz oben auf der Suchliste.

Damit nicht irgendwann ein A380 am Boden klebt wie ein liegengebliebenes Wrack, prüft Emirates sogar, eigene Kapazitäten zur Triebwerksüberholung auszubauen – bis hin zur kompletten Zerlegung und Wiederaufbereitung der Aggregate.

Emirates Airbus A380 Inside

Emirates Airbus A380 Inside - Bild 1 - mit freundlicher Genehmigung von Depositphotos Emirates Airbus A380 Inside - Bild 2 - mit freundlicher Genehmigung von Depositphotos Emirates Airbus A380 Inside - Bild 3 - mit freundlicher Genehmigung von Depositphotos

Der A380 wird innen komplett neu gedacht

Thailand Flüge ab Frankfurt, Berlin, Hamburg, München, Wien und Zürich
Während Emirates technisch ums Überleben der Flotte kämpft, bekommt die Kabine gleichzeitig eine Frischzellenkur. Im großen Retrofit-Programm werden insgesamt 110 A380 und 109 Boeing 777-300ER modernisiert – mit der begehrten Premium Economy, überarbeiteten Premiumkabinen und einem komplett neuen Economy-Sitz, an dem Emirates gerade tüftelt.

Clark hält sich noch bedeckt, aber offenbar will Emirates in Sachen Kabinendesign künftig noch mehr selbst entwickeln und selbst produzieren. Das Ergebnis dürfte also weniger „Standard-Luftfahrt“ und mehr „fliegende Visitenkarte des Emirates-Designteams“ werden.

A380 bis 2041 – mindestens

Emirates baut aus - 110 Airbus A380 bis Ende nächsten Jahres - Der ungewöhnliche Aufschwung: Neue Kabinen, Sitze & Konzept Symbolfoto 1
Trotz aller Unsicherheiten peilt Emirates an, den A380 mindestens bis 2041 zu betreiben. Was danach passiert? Das hängt davon ab, ob sich Ersatzteile, Triebwerke und Ingenieurskunst bis dahin gemeinsam an einen Tisch setzen können.

Eines ist klar: Während viele Airlines den Superjumbo längst in Rente geschickt haben, hält Emirates ihn weiter auf dem Thron – und sorgt dafür, dass der A380 noch lange nicht zum Oldtimer abgestempelt wird.

Der A380 wurde erstmals am 15. Oktober 2007 an Singapore Airlines übergeben und trat wenige Tage später in den kommerziellen Dienst ein. Mittlerweile operieren noch etwa zehn Airlines diesen Riesenjet aktiv - darunter vor allem Emirates, aber auch etwa British Airways, Singapore Airlines und Qantas.

Wie viele der Superjumbos hat welche Airline noch im Betrieb?

Emirates baut aus - 110 Airbus A380 bis Ende nächsten Jahres - Der ungewöhnliche Aufschwung: Neue Kabinen, Sitze & Konzept Symbolfoto 3

Gleichzeitig haben mehrere Airlines den A380 bereits vollständig ausgemustert: Beispielsweise die Thai Airways stellte genau wie Air France seine gesamte Flotte von zehn A380 ein, und China Southern Airlines kündigte 2022 die Außerdienststellung seiner fünf Maschinen an.

Dubai (DXB) → Bangkok (BKK) – Emirates A380

Flug Abflug DXB Ankunft BKK Hinweis
EK384 03:05 12:05 täglich, A380
EK376 03:50 12:55 täglich, A380
EK372 09:30 18:40 täglich, A380, Premium Economy
EK374 22:35 07:35 (+1) täglich, A380



Bangkok (BKK) → Dubai (DXB) – Emirates A380

Flug Abflug BKK Ankunft DXB Hinweis
EK385 02:00 05:55 täglich, A380
EK377 03:30 07:15 täglich, A380
EK373 20:00 23:15 täglich, A380, Premium Economy
EK375 01:15 04:55 täglich, A380



Quellen: AeroTelegraph, Emirates, FlightRoutes
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