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19.09.2022

Wetter  

Erneut Unwetter- und Überflutungswarnungen für ganz Thailand

Bis Mittwoch werden weitere heftige Regenfälle und Stürme erwartet

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Weitere heftige Regenfälle und Stürme erwartet

Nach Angaben des stellvertretenden Generalsekretärs des Premierministers und amtierenden Regierungssprechers Anucha hat das Meteorologische Amt für die meisten Regionen des Landes bis zum 21. September starke Regenfälle vorhergesagt. Das Meteorologische Amt sagt für das obere Chao-Phraya-Becken auch noch für Anfang nächsten Monats weiter starke Regenfälle voraus.

Den Menschen wird geraten, sich auf mögliche Sturzfluten und Überschwemmungen vorzubereiten, die ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen gefährden könnten. Die Fischer in der Andamanensee und im Golf von Thailand werden unterdessen zur Vorsicht gemahnt, da starke Winde erwartet werden. Wir würden Euch empfehlen bis zur einer Wetterbesserung auf Touren und Ausflüge mit kleineren Booten zu verzichten.

Der Sprecher fügte hinzu, dass die Regierung die zuständigen Abteilungen angewiesen hat, überschwemmungsgefährdete Gebiete zu überwachen, Wasserhindernisse zu beseitigen und sicherzustellen, dass Entwässerungssysteme und Wasserbauwerke funktionsfähig bleiben. Die Regierung betonte auch die Bedeutung von Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, um unerwartete Unfälle und schwere Schäden zu verhindern.

Dämme müssen Wasser ablassen

Erneut Unwetter- und Überflutungswarnungen für ganz Thailand - Bis Mittwoch werden weitere heftige Regenfälle und Stürme erwartet  Bild 2 © Gerhard Veer
Buddhistische Tempel entlang des Chao Phraya haben begonnen, sich auf Überschwemmungen vorzubereiten, da flussaufwärts gelegene Dämme mehr Wasser ablassen, um den Druck zu verringern.

Am Sonntag ließ der Chao-Phraya-Damm in Chai Nat 1.948 Kubikmeter pro Sekunde (m3/s) Wasser ab, während flussaufwärts im Muang-Distrikt von Nakhon Sawan ein Durchfluss von 1.996 m3/s gemeldet wurde. Weiter flussabwärts in Ban Bang Phutsa in Singburi wurden am Sonntag 1.974 m3/s gemessen.

Am Sonntag erklärten mehrere Tempel flussabwärts des Chao-Phraya-Damms, sie bereiteten sich auf das Überlaufen des Flusses vor, indem sie wertvolle Gegenstände auf höher gelegenes Gelände brachten. Darunter war auch der Wat Phai Lom im Bezirk Sapphaya, Chai Nat. Phrakru Chaiyathammaphon, der Abt, sagte, der Tempel habe die Flutwarnungen mehrerer Regierungsbehörden verfolgt und begonnen, Wertgegenstände nach oben zu bringen.

Der Abt sagte, dass der Tempel immer dann von Überschwemmungen betroffen ist, wenn der Chao Phraya über die Ufer tritt. Er beschrieb, wie das Hochwasser im Jahr 2011 im Tempel bis zur Höhe des Kopfes eines Mannes gestiegen war, und sagte, er sei besorgt über die bevorstehende Überschwemmung, wenn der Wasserstand flussaufwärts steigt.



6 Bezirke in Bangkok zu Katastrophengebieten erklärt

Erneut Unwetter- und Überflutungswarnungen für ganz Thailand - Bis Mittwoch werden weitere heftige Regenfälle und Stürme erwartet  Bild 1 © Gerhard Veer
Nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs von Bangkok, Tavida, sollen 6 Unterbezirke in Bangkok zu Katastrophengebieten erklärt werden, bevor die finanzielle Unterstützung der Regierung gewährt werden kann.

Während sich das BMA und andere Regierungsorganisationen bemühen, das Hochwasser aus Lat Krabang abzuleiten, berichtete Tavida, dass von den anhaltenden Überschwemmungen weiterhin mindestens 20.767 Einwohner aus 10.300 Haushalten und 1.322 Rai landwirtschaftliche Nutzfläche betroffen sind.

Gouverneur Chadchart erklärte, dass die Stadtverwaltung (BMA) entlang der lokalen Kanäle Sandsäcke aufgestellt hat, um zu verhindern, dass überschüssiges Wasser in die Wohngebiete eindringt. Trotz der starken Regenfälle der letzten Tage habe sich die Hochwassersituation in 80 Prozent der Stadt Bangkok leicht verbessert, allerdings werde mehr Regen erwartet.

Der BMA-Chef wies darauf hin, dass die Behörde derzeit Gespräche mit dem Königlichen Bewässerungsamt über ein Projekt zum Bau eines neuen Entwässerungssystems führe, mit dem die Abflüsse der Flüsse Pasak und Chao Phraya das bestehende Entwässerungsnetz Bangkoks umgehen könnten. Das Entwässerungsprojekt würde den derzeitigen Überschwemmungsweg im Osten Bangkoks ersetzen, der nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, da er durch zahlreiche Wohnsiedlungen blockiert ist.

Da die Umsetzung des Projekts einige Zeit in Anspruch nimmt, erwägt das BMA nun den Bau eines neuen, 20 Kilometer langen Wassertunnels, durch den das überschüssige Wasser aus dem Osten Bangkoks direkt in den Golf von Thailand abgeleitet werden könnte.

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