Erneut Zwischenfall auf Phuket-Indien-Flug - Reisenews Thailand
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06.08.2026

Verkehr  

Erneut Zwischenfall auf Phuket-Indien-Flug

17 Verletzte nach schweren Turbulenzen bei Air India

Erneut Zwischenfall auf Phuket-Indien-Flug - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Die Flugverbindung zwischen Phuket und Indien kommt einfach nicht zur Ruhe. Am 4. August wurden auf einem Air-India-Flug von Phuket nach Neu-Delhi insgesamt 17 Menschen verletzt, nachdem der Airbus A320 während des Reiseflugs plötzlich in schwere Turbulenzen geriet. Unter den Verletzten befinden sich 13 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Die Maschine verlor dabei kurzfristig rund 90 Meter (300 Fuß) an Höhe, bevor die Piloten die Situation wieder unter Kontrolle brachten und den Flug sicher in Delhi beendeten.

Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen an Bord. Mehrere Passagiere, die nicht angeschnallt waren, wurden gegen die Kabinendecke geschleudert. Gepäckfächer sprangen auf, Gegenstände flogen durch die Kabine, Flugbegleiter stürzten zu Boden. Einige Reisende schilderten später, sie hätten in diesem Moment geglaubt, das Flugzeug würde abstürzen. Turbulenzen gehören zu den gefährlichsten, aber oft unterschätzten Risiken.

Erneut Zwischenfall auf Phuket-Indien-Flug - 17 Verletzte nach schweren Turbulenzen bei Air India Symbolfoto 2
Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um sogenannte Clear-Air-Turbulence (CAT) – Turbulenzen, die ohne sichtbare Gewitterwolken auftreten können und deshalb für Besatzung und Wetterradar besonders schwer vorherzusagen sind. Technisch befand sich das Flugzeug zu keinem Zeitpunkt in Absturzgefahr. Die meisten Verletzungen entstehen bei solchen Ereignissen dadurch, dass Passagiere oder Besatzungsmitglieder gerade nicht angeschnallt sind.

Die Route sorgt immer wieder für Schlagzeilen

Der aktuelle Zwischenfall reiht sich in eine ganze Serie von Vorfällen rund um Flüge zwischen Phuket und Indien ein.

Bereits im November 2024 sorgte Air India für Frust bei Hunderten Reisenden. Technische Probleme führten dazu, dass Passagiere rund 80 Stunden auf Phuket festsaßen, bevor sie ihre Reise nach Indien fortsetzen konnten.

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Nur wenige Monate später, am 13. Juni 2025, musste Air-India-Flug AI379 kurz nach dem Start in Phuket wegen einer Bombendrohung wieder umkehren und außerplanmäßig landen. Die Drohung erwies sich später zwar als Fehlalarm, dennoch wurden sämtliche Sicherheitsprotokolle ausgelöst und alle Passagiere mussten das Flugzeug verlassen.

Auch im März 2026 geriet die Verbindung erneut in die Schlagzeilen. Damals erlitt eine Air India Express Boeing 737 MAX bei einer harten Landung auf Phuket einen schweren Schaden am Bugfahrwerk. Das Flugzeug blieb auf der einzigen Start- und Landebahn liegen, wodurch der Flughafen für mehrere Stunden gesperrt werden musste. Zahlreiche Flüge wurden nach Krabi, Surat Thani und Bangkok umgeleitet. Verletzt wurde damals glücklicherweise niemand.

Zufall oder einfach Pech?
Erneut Zwischenfall auf Phuket-Indien-Flug - 17 Verletzte nach schweren Turbulenzen bei Air India Symbolfoto 3
Zwischen den einzelnen Ereignissen besteht kein technischer Zusammenhang. Bombendrohungen, Turbulenzen, technische Defekte oder harte Landungen haben jeweils völlig unterschiedliche Ursachen.

Dennoch fällt auf, dass die Flugverbindungen zwischen Phuket und Indien in den vergangenen knapp zwei Jahren außergewöhnlich häufig negative Schlagzeilen produziert haben. Für Air India kommt hinzu, dass die Fluggesellschaft seit der Übernahme durch die Tata Group mitten in einer umfassenden Modernisierung ihrer Flotte und ihrer Betriebsabläufe steckt. Gleichzeitig steht sie nach mehreren internationalen Zwischenfällen unter besonderer Beobachtung.

Sicherheitsgurt bleibt die beste Versicherung

Erneut Zwischenfall auf Phuket-Indien-Flug - 17 Verletzte nach schweren Turbulenzen bei Air India Symbolfoto 1
Der jüngste Vorfall erinnert einmal mehr daran, warum Piloten immer wieder empfehlen, den Sicherheitsgurt auch während ruhiger Flugphasen geschlossen zu halten. Moderne Verkehrsflugzeuge sind zwar für selbst starke Turbulenzen konstruiert, doch für unangeschnallte Passagiere können plötzliche Luftlöcher erhebliche Verletzungsgefahren mit sich bringen.

Für die Passagiere des Air-India-Flugs endete der Schreck letztlich glimpflich: Trotz der dramatischen Szenen an Bord brachte die Crew die Maschine sicher nach Delhi. Für viele der Reisenden dürfte dieser Flug allerdings noch lange in Erinnerung bleiben
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