ESC goes Bangkok - Der Eurovision Song Contest erobert Asien - Reisenews Thailand
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07.11.2026

14.11.2026

ESC goes Bangkok - Der Eurovision Song Contest erobert Asien

11 Länder, eine Bühne und Millionen Zuschauer - Premiere in Thailand

ESC goes Bangkok - Der Eurovision Song Contest erobert Asien - Reisenews Thailand - Symbolbild 1

Eurovision goes Bangkok – Der europäische Kultwettbewerb bekommt einen asiatischen Ableger
Am 14. November feiert der Eurovision Song Contest Asia in Thailand seine Weltpremiere – elf Länder kämpfen um den ersten Titel


Europa kennt ihn seit 70 Jahren, Deutschland fiebert regelmäßig mit, und spätestens wenn die berühmten zwölf Punkte vergeben werden, sitzen Millionen Menschen vor ihren Fernsehern. Der Eurovision Song Contest, kurz ESC, ist längst mehr als ein Musikwettbewerb. Er ist eine Mischung aus internationalem Popfestival, nationalem Ehrgeiz, spektakulären Bühnenshows und gelegentlich herrlich schrägen Auftritten. Und jetzt bekommt Asien seinen eigenen Eurovision Song Contest. Nicht irgendwo, sondern mitten in Bangkok!

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Am Samstag, dem 14. November 2026, steigt im One Bangkok Forum die erste Ausgabe des Eurovision Song Contest Asia. Elf asiatische Länder schicken ihre Künstler ins Rennen, und Thailand darf als Gastgeber gleich doppelt glänzen: als Veranstaltungsort und mit einem eigenen musikalischen Beitrag. Damit schreibt Bangkok ein kleines Stück Fernsehgeschichte.

Was hat der asiatische Wettbewerb mit unserem europäischen ESC zu tun?

Eine ganze Menge! Der Eurovision Song Contest Asia ist keine zufällige Nachahmung des europäischen Originals, sondern ein offiziell lizenzierter Ableger unter Beteiligung der European Broadcasting Union (EBU), jener Rundfunkunion, die auch den europäischen Eurovision Song Contest organisiert.

Gemeinsam mit dem internationalen Produktionsunternehmen Voxovation, dem thailändischen Veranstalter S2O Productions und dem Fernsehsender Channel 3 bringt die EBU das erfolgreiche Format erstmals als eigenständigen multinationalen Wettbewerb nach Asien.

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Die Grundidee bleibt dieselbe: Verschiedene Länder schicken eigene Künstler und Songs, die live gegeneinander antreten. Musik soll Grenzen überwinden, Kulturen miteinander verbinden und Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern vor den Bildschirm locken. Das bekannte Eurovision-Motto „United by Music“ wird damit praktisch um einen ganzen Kontinent erweitert.

Dabei ist ein wichtiger Unterschied zu beachten: Der europäische Eurovision Song Contest ist kein Wettbewerb der Europäischen Union. Veranstalter ist die EBU, weshalb beispielsweise auch die Schweiz, Norwegen, Israel und Australien teilnehmen können. Der asiatische Wettbewerb ist ebenfalls kein politisches Projekt, sondern ein eigenständiges internationales Musik- und Fernsehformat.

Vom europäischen Kultfestival zum asiatischen Großereignis

Als der europäische Eurovision Song Contest 1956 erstmals ausgetragen wurde, nahmen gerade einmal sieben Länder teil. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich daraus eine der bekanntesten Unterhaltungsshows der Welt.

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ABBA gelang 1974 mit „Waterloo“ der internationale Durchbruch, Céline Dion gewann 1988 für die Schweiz, und auch zahlreiche andere Künstler verdanken dem Wettbewerb einen wichtigen Karriereschub. Nun soll diese Erfolgsgeschichte in Asien ein neues Kapitel erhalten.

Das Potenzial ist gewaltig: Die Veranstalter sprechen von einer möglichen Reichweite von mehr als 600 Millionen Menschen in den beteiligten Märkten. Das ist allerdings eine theoretische Reichweite, keine bereits gemessene Zuschauerzahl. Für Thailand bedeutet die Premiere internationale Aufmerksamkeit, zusätzliche Besucher und die Gelegenheit, Bangkok als modernen Veranstaltungsstandort zu präsentieren.

Elf Länder kämpfen um den ersten asiatischen Eurovision-Titel

Bei der Premiere treten Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos, Malaysia, die Philippinen, Südkorea, die Mongolei, Bhutan, Nepal und Bangladesch an. Die musikalische Mischung verspricht einiges: moderner K-Pop, eingängiger T-Pop, gefühlvolle Balladen, traditionelle Einflüsse und ungewöhnliche Bühnenkonzepte. Von der perfekt durchchoreografierten Popnummer bis zum überraschenden musikalischen Experiment dürfte einiges dabei sein.

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Wie beim europäischen Vorbild steht dabei nicht allein der Gesang im Mittelpunkt. Auch Inszenierung, Kostüme, Choreografie und die Fähigkeit, das Publikum zu begeistern, spielen eine wichtige Rolle. Und natürlich darf man gespannt sein, wie viel von der bekannten Eurovision-Exzentrik nach Asien hinüberschwappt. Ein bisschen Glitzer, dramatische Windmaschinen und extravagante Outfits haben schließlich noch keinem ESC geschadet.

Thailand schickt MANG x DAOU ins Rennen

Video Video vom Thai-Song
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Für das Gastgeberland wird das Duo MANG x DAOU mit dem Titel „Aroma“ antreten. Die beiden Künstler wurden am 27. September in der thailändischen Vorentscheidung „Thailand´s Chosen One“ ausgewählt. Zehn Acts kämpften um das Ticket für Bangkok. Das Ergebnis wurde durch eine Kombination aus Fachjury, thailändischem Publikum und internationalen Stimmen ermittelt.

MANG ist eine aufstrebende T-Pop-Sängerin, die bereits durch ihre kraftvolle Stimme und verschiedene Talentwettbewerbe auf sich aufmerksam gemacht hat. DAOU ist in Thailand als Sänger, Schauspieler und Moderator bekannt und gewann zuvor die Talentshow LAZ iCON. Ihre musikalischen Wege waren unterschiedlich, doch gemeinsam wollen sie nun ein Stück thailändische Musikkultur auf die internationale Bühne bringen.

Ihr Wettbewerbsbeitrag „Aroma“, auf Thai „กลิ่นราตรี“ (Glin Ratree), verbindet moderne Popmusik mit thailändischen Klangfarben. Der Song erzählt von Erinnerungen, Sehnsucht und der besonderen Kraft eines Duftes, der längst vergangene Gefühle wieder lebendig werden lässt. Thailand tritt übrigens an achter Stelle an – unmittelbar vor Südkorea.

Bangkok im internationalen Rampenlicht

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Dass ausgerechnet Bangkok als erste Gastgeberstadt ausgewählt wurde, ist durchaus passend. Die thailändische Hauptstadt hat sich längst als bedeutender Standort für Konzerte, Musikfestivals und internationale Unterhaltung etabliert. Hier treffen traditionelle Kultur und moderne Popmusik aufeinander, hier gibt es riesige Veranstaltungshallen, eine lebendige Musikszene und ein Publikum, das für seine Begeisterungsfähigkeit bekannt ist.

Moderiert wird die Premiere von zwei in Thailand bekannten Persönlichkeiten: Woody Milintachinda, Moderator und Mitbegründer des S2O Songkran Music Festivals, sowie Cindy Bishop, Model, Schauspielerin und international erfahrene Fernsehmoderatorin. Für die thailändische Tourismusbranche ist die Veranstaltung eine weitere Gelegenheit, Bangkok nicht nur als Tempel-, Shopping- und Streetfood-Metropole, sondern auch als internationales Zentrum für Unterhaltung zu präsentieren.

Auch deutsche ESC-Fans können live dabei sein

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Wer den Wettbewerb von Deutschland aus verfolgen möchte, muss dafür weder nach Bangkok fliegen noch bis tief in die Nacht wach bleiben.

Die Show beginnt am 14. November um 20:30 Uhr thailändischer Zeit. In Deutschland ist es dann erst 14:30 Uhr. Die Liveübertragung soll neben den beteiligten Fernsehsendern auch kostenlos über den offiziellen YouTube-Kanal des Eurovision Song Contest zu sehen sein.

Und wer zufällig gerade in Bangkok ist, kann die Premiere sogar vor Ort erleben. Für die Liveshow am Samstag und eine öffentliche Generalprobe am Freitag werden Eintrittskarten angeboten.

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Wird Eurovision Asia so erfolgreich wie das europäische Original? Das wird sich erst zeigen. Der europäische Eurovision Song Contest hat sieben Jahrzehnte gebraucht, um zu dem kulturellen Phänomen zu werden, das er heute ist. Asien besitzt allerdings eine enorme musikalische Vielfalt, riesige nationale Musikmärkte und eine junge, digital bestens vernetzte Fangemeinde. Besonders die internationale Popularität von K-Pop und T-Pop könnte dem neuen Wettbewerb zusätzlichen Schwung verleihen.

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Ob daraus eine jährlich wiederkehrende Institution wird, hängt nicht zuletzt von Zuschauerinteresse, beteiligten Fernsehsendern und der Resonanz auf die Premiere ab. Für Thailand steht jedenfalls schon jetzt fest: Am 14. November gehört die große Eurovision-Bühne erstmals Bangkok. Und wer weiß – vielleicht heißt es „Thailand, sip song points!“
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