Feinstaubwerte in Teilen Nordthailands nehmen gefährliche Ausmasse an - Reisenews Thailand
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07.03.2024

Umwelt  

Feinstaubwerte in Teilen Nordthailands nehmen gefährliche Ausmasse an

Massnahmen der Regierung scheinbar erfolg- und wirkungslos

Feinstaubwerte in Teilen Nordthailands nehmen gefährliche Ausmasse an - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Sehr ungesunde bis gefährliche Luft hat sich wieder mal im Norgen Thailand ausgebreitet. Mit AQI PM 2,5 Werten zwischen 150 und über 300 ist die Grenze des Vertretbaren weit überschritten. In Lampang, Chiang Mai, Phrae, Mae Sot und Loei haben die Luftwerte wieder bedrohliche Ausmasse angenommen.

Das Jahr 2024 begann in Thailand mit einem bedrückenden Phänomen: giftiger Smog, der aus weit verbreiteten Feldbränden und Waldbränden resultierte, plagte insbesondere den Norden des Landes. Dies führte zu einem alarmierenden Anstieg von verschmutzungsbedingten Krankheitsfällen im Vergleich zum Vorjahr.

Während der Trockenzeit von Januar bis März ist die Luftverschmutzung in Thailand besonders akut. Dies ist hauptsächlich auf das saisonale Verbrennen von Landwirten zurückzuführen, die ihre Zuckerrohr- und Reisfelder abräumen. Doch die stark belastete Luft betrifft nicht nur Thailand allein, sondern beeinträchtigt auch die Nachbarländer.

Aktuelle Luftverschmutzungswerte in Thailand
Im Januar dieses Jahres versprach Premierminister Srettha Thavisin entschieden, die Luftqualität des Landes zu verbessern. Politiker unterstützten ein Gesetz zur Bewältigung des Problems. Letzte Woche kündigte das Land an, 30 Flugzeuge im gesamten Land einzusetzen, um Wolkenimpfungen durchzuführen und somit Regen zu induzieren, um die Verschmutzung zu mildern. Ausserdem ordnete ein Gericht in Chiang Mai der Regierung an, innerhalb von 90 Tagen einen Notfallplan zur Verbesserung der Luftqualität zu erstellen.

Über die Jahre hinweg haben Bewohner und Umweltgruppen in Thailand wiederholt staatliches Handeln gegen die Verschmutzung gefordert. Im vergangenen Juli reichten etwa 1.700 Einwohner in Chiang Mai eine Klage gegen den ehemaligen Premierminister Prayut Chan-o-cha und zwei staatliche Behörden ein, weil sie ihrer Meinung nach nicht genug unternommen haben, um die Verschmutzung im Norden des Landes zu reduzieren, was ihrer Lebenserwartung um etwa fünf Jahre verkürzte.


Bedeutung der AQI-Werte

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Aktuelle Luftverschmutzungswerte in Thailand

Jahr 2023

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Die Zahlen des Nationalen Rates für Wirtschafts- und Sozialentwicklung (NESDC) zeigten, dass im Jahr 2023 mehr als 10 Millionen Thailänder aufgrund von Luftverschmutzung bedingten Krankheiten behandelt wurden. Die Zahl der Betroffenen stieg zu Beginn des Jahres 2024 weiter an. Von 1,3 Millionen in den ersten neun Wochen des Jahres 2023 stieg die Zahl der Personen, die Behandlung für verschmutzungsbedingte Krankheiten suchten, auf 1,6 Millionen. Dies ist eine alarmierende Situation in einem Land mit einer Bevölkerung von etwa 72 Millionen Menschen.

Die betroffenen Fälle umfassen Personen mit chronischen Erkrankungen wie Lungenkrebs, Bronchitis, Asthma und Herzkrankheiten. Der NESDC betonte die Notwendigkeit, die Auswirkungen von PM2.5 auf die öffentliche Gesundheit zu priorisieren.

Einige der Städte im Norden Thailands wurden von Luftqualitätsüberwachungswebsites als einige der weltweit am stärksten verschmutzten Städte aufgeführt. Chiang Mai, Chiang Rai und Lampang wurden von der Überwachungsplattform IQAir als "ungesund" eingestuft. Es ist klar, dass dringende Maßnahmen erforderlich sind, um die Situation zu verbessern und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.




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