10.03.2026
Verkehr
Flugprobleme im Nahen Osten - Folgen für Thailands Tourismus
Krisentest: Flugausfälle, teurere Tickets und vorsichtige Reisende
Auch einzelne Airlines aus Europa haben ihre Routen geändert oder Flüge zu Golf-Drehkreuzen vorübergehend eingestellt, weil sie die Lufträume über Iran, Irak oder Israel meiden. Tourismusorganisationen beobachten bereits eine erste Zurückhaltung bei neuen Buchungen, insbesondere aus Europa und dem Nahen Osten.
Der Tourism Council of Thailand warnt, dass bei anhaltender Krise bis zu 300.000 internationale Besucher in nur einem Monat fehlen könnten – vor allem wegen Flugausfällen und stark steigender Ticketpreise.
Grund dafür sind vor allem die Schliessungen der wichtigen Umsteige-Hubs im Golf wie Dubai, Doha, Abu Dhabi, die zentrale Drehkreuze für Europa–Thailand-Verbindungen sind. Wenn dort Flüge ausfallen oder reduziert werden, bricht ein wichtiger Teil des Verkehrs weg.
Nach Aussagen der Thai Hotels Association gibt es bereits Auswirkungen:, da viele Reisende nicht anreisen können. Allerdings betonen viele Branchenvertreter auch: Die genauen Auswirkungen lassen sich erst nach einigen Wochen beurteilen. Wir selbst sehen das allerdings anders und müssen bei den über uns getätigten Buchungen eine große Anzahl an Hotelstornierungen und über 50 % Buchungsrückgang feststellen.
Daran werden aber nicht nur die ausgefallenen Verbindungen schuld sein, sondern auch die extrem verteuerten Flüge, mit denen die Airlines, die nonstop oder über andere Drehkreuze fliegen, zur Zeit Kasse machen. Flüge zwischen Europa und Thailand sind teilweise bis zu 100 % teurer geworden, weil Kapazitäten fehlen und Umwege geflogen werden müssen.
Die Auswirkungen sind tatsächlich je nach Region in Thailand sehr unterschiedlich. Das liegt vor allem daran, woher die Gäste kommen und über welche Flugrouten sie normalerweise anreisen. Einige Destinationen spüren bereits eine gewisse Nervosität – andere dagegen bislang kaum.
So ist Phuket am stärksten vom Golf-Flugverkehr abhängig. Vor allem Luxusresorts sind betroffen, denn viele „High-End-Gäste“ aus Europa und dem Nahen Osten reisen bevorzugt mit Golf-Airlines in Business oder First Class. Wenn diese Flüge eingeschränkt sind oder plötzlich doppelt so teuer werden, kann das schneller zu Buchungsverschiebungen führen.
Der Thailand-Tourismus bleibt derzeit noch halbwegs stabil, denn die meusten Touristen kommen aus China, Indien, Malysia und Russland, die alle von den Problemen in den Golfstaaten nicht betroffen sind.
Am ehesten betroffen sind momentan Phuket und Luxussegmente, während Bangkok und die Inseln im Golf noch relativ ruhig bleiben. Der Thailand-Tourismus hat schon viele Krisen überlebt – und reagiert meistens erstaunlich gelassen, solange die Flugzeuge irgendwie noch landen können.
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