09.02.2026
Umwelt
Frachtschiff sinkt vor Phuket - Ölteppich breitet sich aus
Großangelegte Ölbekämpfung im Andamanischen Meer läuft
Die SEALLOYD ARC nahm Wasser auf, geriet in starke Schieflage und sank schließlich vollständig. Alle 16 Besatzungsmitglieder konnten am Abend des Unglückstags von Marineeinheiten gerettet und unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Die Rettung erfolgte koordiniert durch die Royal Thai Navy und das Thai Maritime Enforcement Command Centre (Thai-MECC).
Das rund 4.350 Tonnen schwere Frachtschiff transportierte 297 Container, darunter 14 mit Gefahrgut. Sämtliche Container sanken mit dem Schiff, wobei später über 200 Container als treibend gemeldet wurden – eine erhebliche Gefahr für die Schifffahrt. Luftaufnahmen zeigten einen Ölteppich von etwa 4,5 Meilen Länge und rund einer Meile Breite, der sich westwärts ausbreitete. Bislang wurde kein Öl an Phukets Küste festgestellt.
Krisenstab und Maßnahmen
Die Behörden stufen den Vorfall als Großschadenslage mit potenziell weitreichenden Umweltfolgen ein. Unter Leitung von Vizeadmiral Weerudom Muangchin, Kommandeur des Dritten Marinegebiets, wurde ein zentrales Einsatzkommando eingerichtet. Zu den dringlichsten Aufgaben zählen:- Eindämmung und Beseitigung des Ölteppichs
- Verhinderung weiterer Leckagen
- Bergung und Sicherung von Containern zur Gefahrenabwehr für die Schifffahrt
- Umweltüberwachung per Luft- und Seesurveys
Lagebesprechungen finden zweimal täglich (8:00 und 15:00 Uhr) statt.
Seefahrer wurden aufgefordert, den Bereich um 7°42′42″ N / 98°16′51,6″ E mit besonderer Vorsicht zu befahren. Parallel untersuchen Fachstellen die möglichen Auswirkungen auf Meeresökosysteme und Küstenbereiche.
Obwohl das Schiff weder thailändisch war noch Thailand anlief, stellte die Provinz Phuket den geretteten Seeleuten humanitäre Unterstützung zur Verfügung – ein Punkt, den Gouverneur Nirat Pongsitthaworn ausdrücklich hervorhob.
Der Untergang der SEALLOYD ARC ist ein ernster Zwischenfall für Umwelt und Schifffahrt vor Phuket. Dank schneller Rettung gab es keine Menschenverluste. Entscheidend wird nun sein, wie effektiv Ölbekämpfung, Containerbergung und Umweltschutz in den kommenden Tagen greifen.
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