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30.11.2025

Wetter  

Frost statt Tropen: Thailands höchster Berg im Wintermodus

Von Sonnentempel zu Eiskönigreich: Doi Inthanon überrascht mit Rekordkälte

Frost statt Tropen: Thailands höchster Berg im Wintermodus - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Der Winter in Nordthailand zeigt dieses Jahr, dass er es richtig ernst meint. Auf dem Doi Inthanon, Thailands höchstem Berg, ist die Temperatur am 28. November auf unglaubliche –4,9°C gefallen – der bisher kälteste Wert dieser Saison. Und nein, das ist kein Tippfehler: Auf dem Gipfel hat sich eine richtige Frostlandschaft gebildet, die man eher in den Alpen als in Chiang Mai erwarten würde.

Schon seit fünf Tagen zeigt sich der berühmte „Moei Khab“ – der dünne, glitzernde Reif, der Gras und Pflanzen in eine funkelnde Eisdecke verwandelt. Doch diesmal war er deutlich dicker als an den Tagen zuvor und verwandelte den Gipfelbereich in eine kleine, thailändische Version von „Frozen“.

Trotz der Kälte – oder vielleicht gerade wegen ihr – strömten am Morgen wieder zahlreiche Besucher nach oben. Die Aussichtspunkte auf dem Doi Inthanon sind derzeit einer der spektakulärsten Orte im Land: Reif, klare Luft, Nebelschwaden und eine Stimmung, die fast magisch wirkt.

Frost statt Tropen: Thailands höchster Berg im Wintermodus - Von Sonnentempel zu Eiskönigreich: Doi Inthanon überrascht mit Rekordkälte Symbolfoto 2
Auch an anderen Stellen des Berges wurde ordentlich gefroren:


Laut dem Northern Meteorological Centre ist noch kein Ende in Sicht. Ein kräftiges Kaltluftsystem aus China drückt weiter nach Süden und lässt die Temperaturen in Nordthailand nochmals um 1 bis 2 Grad fallen. Die Behörden warnen nicht nur vor anhaltender Kälte, sondern auch vor erhöhtem Brandrisiko, denn die Luft ist trocken und der Wind frisch.

Frost statt Tropen: Thailands höchster Berg im Wintermodus - Von Sonnentempel zu Eiskönigreich: Doi Inthanon überrascht mit Rekordkälte Symbolfoto 1
Für die kommenden Tage erwarten die Meteorologen auf dem Gipfel 2 bis 10°C, während die Täler rund um Chiang Rai, Nan und Phayao nachts auf etwa 10°C abrutschen. Damit steuert Thailand auf einen der kältesten Winter der letzten Jahre zu.

Zur Einordnung: Der kälteste jemals gemessene Wert des Landes liegt bei –1,4°C – gemessen 1974 in Sakon Nakhon. Doch dieses Jahr könnte laut Experten länger und härter werden als 2023, möglicherweise sogar bis Februar andauern.

Frost statt Tropen: Thailands höchster Berg im Wintermodus - Von Sonnentempel zu Eiskönigreich: Doi Inthanon überrascht mit Rekordkälte Symbolfoto 3
Auch die aktuelle 24-Stunden-Prognose der thailändischen Meteorologiebehörde zeigt eine großflächige Abkühlung über dem gesamten Norden, Nordosten und Teilen des Südens. Besonders in Pattani, Yala und Narathiwat kann es trotz abnehmenden Regens weiterhin zu kräftigen Schauern kommen. Entlang der südlichen Küsten drohen zudem Wellen über zwei Meter, vor allem in Gewitterzonen.

Kurz gesagt: Thailand friert – und Doi Inthanon liefert die frostigen Postkartenmotive dazu. Wer Kälte liebt, sollte jetzt hochfahren. Wer friert, sollte besser eine dicke Jacke rauskramen. Der Winter meint es dieses Mal völlig ernst.

Winter in Nordthailand - von Gerhad Veer

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