16.03.2026
Bangkok
Große Razzia im MBK Center in Bangkok
Polizei beschlagnahmt über 100.000 gefälschte Markenartikel
Einsatz in mehreren Geschäften
Die Aktion fand am 12. März 2026 statt. Beamte des Department of Intellectual Property (DIP) arbeiteten dabei eng mit Ermittlern der Department of Special Investigation (DSI) zusammen. Insgesamt wurden 17 Geschäfte und zugehörige Lagerorte im MBK-Komplex kontrolliert.Dabei stellten die Behörden große Mengen gefälschter Produkte sicher, darunter:
- Handtaschen
- Schuhe
- Kleidung
- Modeaccessoires
Viele der Artikel imitierten bekannte internationale Marken wie Nike, Adidas, Gucci, Chanel, Dior oder Louis Vuitton.
Hintergrund: internationaler Druck
Der Zeitpunkt der Razzia ist kein Zufall. Das MBK Center wurde kürzlich im Bericht des US-Handelsbeauftragten über „Notorious Markets“ erwähnt – eine Liste internationaler Märkte, die besonders stark mit Produktpiraterie in Verbindung gebracht werden.Die thailändische Regierung steht deshalb unter Druck, stärker gegen den Verkauf von Fälschungen vorzugehen. Ziel ist es, das internationale Handelsimage des Landes zu verbessern und mögliche wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden.
Bangkok war lange Zeit eines der bekanntesten Zentren für Markenfälschungen in Südostasien. Zwar gehen die Behörden inzwischen deutlich konsequenter gegen Produktpiraterie vor, doch an einigen Orten der Stadt begegnet man noch immer gefälschten Designerartikeln, zumindest in versteckter Form oder auf Nachfrage.
MBK – Paradies für Schnäppchenjäger
Besonders berühmt – oder berüchtigt – ist das MBK Center (Mahboonkrong Center) im Herzen der Stadt. Das große Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe des Nationalstadions gilt seit Jahrzehnten als Treffpunkt für günstige Elektronik, Souvenirs und Mode. Vor allem in den mittleren Etagen wurden lange Zeit zahlreiche Kopien internationaler Marken angeboten, von Designerhandtaschen bis zu Sneakern. Obwohl in letzter Zeit verstärkt Razzien stattfinden und das Management offiziell eine strengere Linie gegen Fälschungen verfolgt, bleibt das MBK für viele Besucher ein Ort, an dem man immer noch auf entsprechende Angebote stoßen kann.Das Management des MBK Centers erklärte mal wieder, künftig eine „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber Händlern zu verfolgen, die gefälschte Waren verkaufen. In solchen Fällen sollen Mietverträge sofort gekündigt werden. Das 1985 eröffnete Einkaufszentrum mit rund 2.000 Geschäften auf acht Etagen gilt seit Jahrzehnten als beliebtes Ziel für Touristen – nicht zuletzt wegen günstiger Elektronik, Mode und Souvenirs. Gleichzeitig ist es aber auch immer wieder wegen Knock-off-Produkten in den Schlagzeilen.
Ein weiterer klassischer Ort ist der Patpong Night Market im Ausgehviertel Silom. Dieser Nachtmarkt war früher nahezu synonym mit gefälschten Uhren, Taschen und Sonnenbrillen. Händler präsentierten ihre Ware offen auf den Ständen entlang der kleinen Marktstraße. Heute ist das Angebot deutlich geschrumpft, doch für Touristen tauchen weiterhin immer wieder Stände auf, die bekannte Marken imitieren – meist nur in kleineren Mengen und weniger auffällig als früher.
Auch der riesige Chatuchak Weekend Market, einer der größten Märkte der Welt, wird gelegentlich mit Markenimitaten in Verbindung gebracht. Der Markt ist allerdings in erster Linie ein Paradies für Kunsthandwerk, Kleidung, Dekoration und Streetfood. In den unzähligen Gassen und Ständen findet man dennoch hin und wieder T-Shirts oder Modeartikel, die bekannten Marken sehr ähnlich sehen. Da Chatuchak so groß und vielfältig ist, fallen solche Stände jedoch kaum ins Gewicht.
Ein weiteres Gebiet, in dem immer wieder Kopien auftauchen, ist das Einkaufsviertel rund um Pratunam und die Platinum Fashion Mall. Hier konzentriert sich Bangkoks Textil- und Modegroßhandel. Viele Händler verkaufen günstige Kleidung, die sich stark an internationalen Trends orientiert. Manche Stücke sind lediglich inspiriert von bekannten Marken, andere wiederum sind offensichtliche Imitationen.
Neben diesen bekannten Orten tauchen auch entlang der Sukhumvit Road, etwa in den Bereichen Nana oder Asok, gelegentlich kleine Nachtstände auf, die gefälschte Sonnenbrillen, Gürtel oder Taschen anbieten. Diese Verkäufer bauen ihre Stände meist nur abends auf und verschwinden schnell wieder, wenn Polizei oder Sicherheitskräfte auftauchen.
Diese Seite verwendet
Stock images by Depositphotos
Stock images by Depositphotos
Mehr zum Thema Bangkok
⇒Bangkok schlägt Berlin und New York - das beste Nachtleben der Welt 04.09.2026
Von Platz 13 auf 1 - Bangkoks Nächte mit Rooftops, Clubs und Pad Krapao
⇒Feuer in Bangkoks Technik-Paradies - Klong Thom 29.08.2026
Großbrand im Klong Thom Center - Das Bastel- und Elektronikviertel
⇒Fairmont eröffnet sein erstes Hotel in Thailand 19.08.2026
Von Rooftop bis Cabaret - Bangkoks Fairmont will mehr sein als nur Hotel
⇒Thailands Zoo der Zukunft - ein Biodiversity Park bei Bangkok 17.08.2026
Neues Nationalheiligtum in Pathum Thani soll in 2027 teileröffnen
⇒Königliche Barkenprozession 2026 in Bangkok 10.08.2026
Royal Barge Procession: Alle Termine, Proben und Besuchertipps
⇒Sieben Tote bei Amoklauf an Schule in Nothaburi Bangkok 07.08.2026
Erneute Bluttat mit Schusswaffen in Thailand erschüttert das Land
⇒Zu Fuß über den Chao Phraya: Bangkok plant grüne Mega-Brücke 05.08.2026
Neues Wahrzeichen von Chinatown nach Khlong San bis 2030
⇒Nach Brandkatastrophe: Bangkok schließt dutzende Bars und Clubs 05.08.2026
Großrazzia - Fast jedes zehnte kontrollierte Lokal muss sofort dichtmachen
⇒Bangkok rettet die Welt - ausländische Freelancer geschnappt 28.07.2026
Großrazzia wegen fünf ausländischer Prostituierten auf Sukhumvit Soi 4
⇒Bangkok plant Mega-Umbau 8 Milliarden für neues Erlebnisviertel 13.07.2026
Seilbahn, Erlebniswelt & Kunstmuseum verwandeln Bangkoks Asiatique
⇒ Mehr Reisenews Thailand zum Thema Bangkok

Jetzt registrieren






