02.01.2023
Wirtschaft
Grüner Tourismus als neues Mandat
TAT will mehr Nachhaltigkeit und weniger Quantität
Thanet Phetsuwan sagte, die TAT versuche, von einer auf Quantität ausgerichteten Strategie, die Thailand im Jahr 2019 40 Millionen Ankünfte bescherte, zu einem qualitätsorientierten Tourismus überzugehen. Er sagte, dass es besser wäre, wenn das Land eine geringere Anzahl von Touristen begrüßen könnte, die jedoch mehr Geld für Qualität ausgeben und auf die Umwelt achten.
Marisa Sukosol Nunbhakdi, Präsidentin des thailändischen Hotelverbands, stimmte zu, dass Nachhaltigkeit eine Grundvoraussetzung und kein Trend mehr ist. Frau Marisa aüsserte weiterhin, dass Thailand unter den südostasiatischen Ländern, die auf diese aufkommende Nachfrage, insbesondere von europäischen Reisebüros, reagieren können, führend bei grünen Hotels ist. Sie hoffe, dass der Sektor mehr staatliche Mittel und Subventionen für die Umstellung auf umweltfreundliche Tourismusbetriebe erhalten würde.
Jedoch werden schon jetzt die Ankündigungen der Regierung laut, welche enormen Quantitäten an Touristen man bereits für 2023 erhofft. Von 25 Millionen Urlaubern wird bereits geredet, was dem Ziel nachhaltigen Tourismus völlig entgegensteht. Dazu kommt ein Grossteil der Anreisenden aus Ländern wie China, Indien und Russland, wo es um den Umweltschutz mindestens so schlecht steht, wie in Thailand. Also Urlauber, die den Bemühungen entgegenstehen werden und sich nicht im Geringsten für Nachhaltigkeit interessieren.
Varawut Silpa-archa, der Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, betonte, dass die Konzentration auf die Ausgaben der Touristen pro Kopf und die Begrenzung der Anzahl der Touristen dazu beitragen könne, die Umwelt zu schützen und den Verbrauch mit den natürlichen Ressourcen in Einklang zu bringen. So dürfen beispielsweise nur 380 Touristen pro Stunde die berühmte Maya-Bucht in Krabi betreten. Jedoch scheinen die Anbieter da nicht unbedingt mitzuspielen, da es z.B. gestern zu langen Schlangen und Boots-Staus vor dem Anlegepier der Bucht kam und über 5.000 Besucher anlegten.
Wir sind der Meinung, ein der Weg zu mehr Öko-Tourismus und Nachhaltigkeit sehr begrüssenswert wäre, jedoch ist dieser nicht gangbar, solange sich die Bevölkerung grossteils wenig um die Umwelt schert. Dass dies ein langer Weg ist, kennen wir aus Europa, denn noch in den 80ern und 90ern war unsere Luft extrem verschmutzt, die Flüsse giftig und die Energieverschwendung enorm. Auch bei uns waren fast 2 Generationen nötig, um Nachhaltigkeit in den meisten Köpfen zu verankern. So muss das auch in Thailand in den Schulen beginnen, denn den meisten Älteren fehlt der Wille, Dinge zu verändern.
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