27.12.2023
Verkehr
Häufung von Bootsunfällen in Thailand
Tourismusbranche ruft nach strengeren Vorschriften und mehr Sicherheit
In zahlreichen Tourismusbooten, die in stark frequentierten Gebieten wie Phangnga, Koh Tao in Surat Thani und Pattaya tätig sind, sind in letzter Zeit aufgrund von starken Wellen Touristen verunglückt. Diese jüngsten Unfälle bereiten den Tourismusunternehmen erhebliche Sorgen, da sie befürchten, dass das Vertrauen der Touristen, insbesondere während der Hochsaison, wenn ausländische Besucher die thailändischen Inseln überfluten, erheblich geschädigt werden könnte.
Sasithorn Kittidhrakul, die Präsidentin des Krabi Tourismusverbandes, weist darauf hin, dass das Marineministerium üblicherweise Boote, Sicherheitsausrüstung sowie die Qualifikationen der Besatzung und der Passagiere vor dem Auslaufen überprüft. Wenn jedoch keine Warnung seitens des Ministeriums aufgrund von Wettervorhersagen vorliegt, setzen die meisten Seetourbetreiber ihren Zeitplan fort, wie die Bangkok Post berichtet.
Sie betont die Notwendigkeit einer gründlichen Untersuchung jedes Unfalls, um festzustellen, ob dieser auf unzureichende Vorbereitung, mangelnde offizielle Warnungen oder Umstände außerhalb der Kontrolle der Betreiber zurückzuführen ist. Sie appelliert an die zuständigen Behörden, die Genauigkeit der Wettervorhersagen zu verbessern.
Darüber hinaus schlägt sie vor, dass die Behörden spezifische Genehmigungen für verschiedene Bootstypen je nach ihrer Route ausstellen, da diese unterschiedlichen Wellenintensitäten ausgesetzt sind. Insbesondere in Krabi, wo viele touristische Ziele entlang der Küste liegen, sind die meisten Boote Schnellboote mit einer Kapazität von 60 bis 70 Personen.
Motorboote mit einer Kapazität von 25 oder mehr Personen sind verpflichtet, ein offizielles Ortungssystem und von der Marineabteilung zertifizierte Funkkommunikation zu installieren, um die Standortüberprüfung zu erleichtern. Dies ermöglicht den Behörden, im Notfall, wie dem Kentern eines Bootes, sofortige Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Kleine, nicht lizenzierte Boote wie Fischerboote und Langheckboote, die ebenfalls Touristen befördern, sind von dieser Anforderung jedoch ausgenommen.
Sasithorn weist darauf hin, dass viele lokale Betreiber aufgrund der hohen Installationskosten von 40.000-50.000 Baht Widerstand gegen diese Investition leisten. Sie appelliert an die Behörden, diese Boote zu regulieren und die Kosten für die Sicherheitsausrüstung zu subventionieren. Dadurch würden alle Bootsdienste und lokale Betreiber motiviert, Reiseversicherungen für ihre Passagiere anzubieten.
Abschließend rät Sasithorn den Touristen, sich an Anbieter zu wenden, die über eine Bootslizenz der Schifffahrtsbehörde und eine Lizenz des Fremdenverkehrsamtes verfügen.
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