28.06.2025
Wetter
Heftige Überschwemmungen in Chiang Ra
Reisfelder zerstört - Militär und Behörden im Dauereinsatz - 4.000 Haushalte betroffen
Allein in den Bezirken Phaya Mengrai und Wiang Chai hat das Wasser massive Schäden angerichtet. Vor allem die Dorfgemeinschaft von Yao Mae Tam (Moo 4) im Unterbezirk Tadkhwan wurde von Wassermassen aus den umliegenden Bergen überrascht. Ganze Straßen verwandelten sich dort in reißende Ströme. Auch zwei Gesundheitseinrichtungen mussten ihre Arbeit unterbrechen, und drei Verkehrsverbindungen sind zurzeit unpassierbar. Zusätzlich wurden rund 500 Rai (etwa 200 Hektar) Reisfelder überflutet und beschädigt – weitere Schäden werden derzeit noch untersucht.
Evakuierungen und Soforthilfe angelaufen
Digitalminister und stellvertretender Premierminister Prasert Jantararuangtong äußerte sich zur aktuellen Lage und erklärte, dass sein Ministerium eng mit dem Nationalen Wasserressourcenbüro zusammenarbeite, um den Wasserstand zu überwachen und frühzeitig Warnungen auszugeben. Bewohner besonders gefährdeter Gebiete wurden bereits zur Vorbereitung auf mögliche Evakuierungen aufgerufen. Man solle Wasser, Medikamente und Notfallausrüstung bereithalten, falls sich die Lage weiter zuspitzt.Die thailändische Armee ist unterdessen bereits aktiv im Einsatz. Generalmajor Chakrawit Seniworayut, Kommandeur des 37. Militärbezirks, hat Soldaten des Katastrophenschutzzentrums entsendet, um in den betroffenen Gebieten vor Ort Hilfe zu leisten. Besonders ältere Menschen und Kranke wurden dabei mit Unterstützung von Rettungskräften in sichere Unterkünfte gebracht. Besonders der Bezirksverband Phaya Mengrai ist schwer getroffen: In mehreren Dörfern stehen die Häuser bis zur Fensterhöhe unter Wasser. Auch in Wiang Chai und Chiang Saen werden Menschen evakuiert oder mit Booten versorgt.
Behörden warnen vor weiterer Verschärfung
Laut dem amtlichen Wetterbericht vom Freitag, den 27. Juni 2025, ist in der Region weiterhin mit anhaltenden Regenfällen zu rechnen. Die Situation bleibt angespannt, und die Behörden warnen davor, dass die Pegelstände in den kommenden Tagen weiter steigen könnten. Die Bevölkerung wird aufgerufen, die Lage aufmerksam zu verfolgen und sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten.Das Katastrophenschutzzentrum der Provinz Chiang Rai hat alle zuständigen Stellen in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Notfallteams, Fahrzeuge und Gerätschaften stehen rund um die Uhr bereit. Ziel ist es, sofort Hilfe zu leisten, wenn neue Überschwemmungen auftreten oder Menschen in Not geraten.
Die Wassermassen zeigen, wie verletzlich selbst gut vorbereitete Regionen sind
Chiang Rai ist mit dieser Katastrophe nicht allein – doch die enorme Zahl betroffener Haushalte, die zerstörten Reisfelder und die teilweise dramatische Lage vor Ort zeigen, wie herausfordernd Naturkatastrophen in Zeiten des Klimawandels geworden sind. Die Reaktion der Behörden, des Militärs und der Bevölkerung ist entschlossen – doch bis das Wasser abfließt, wird noch viel Geduld, Kraft und Solidarität gefragt sein.Mehr zum Thema Wetter
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