27.09.2026
Hochwasser in Bangkok: Was Flugreisende unbedingt beachten sollten
CAAT warnt vor überfluteten Straßen, Verkehrschaos und Flugverspätungen
Überflutete Straßen und Staus können die Anreise zu beiden Flughäfen erheblich verlängern. Gleichzeitig kann das schlechte Wetter auch den Flugbetrieb selbst beeinträchtigen: Starts und Landungen können sich verzögern, Flugpläne kurzfristig geändert und im Extremfall Flüge gestrichen werden. Auch Thai Airways hat seine Passagiere bereits aufgefordert, mehr Zeit für die Fahrt nach Suvarnabhumi einzuplanen.
CAAT empfiehlt deshalb, vor der Abfahrt unbedingt den aktuellen Flugstatus direkt bei der Airline zu prüfen, deutlich mehr Zeit für die Anreise einzuplanen und bekannte Überflutungsgebiete zu meiden. Wo möglich, können Schienenverbindungen die bessere Alternative zum Taxi sein – denn auch der schönste Business-Class-Sitz hilft wenig, wenn man ihn vom Bangkoker Stau aus nur in der App betrachten kann. 😎
Nicht nur der Flug zählt: Darauf sollten Reisende jetzt achten
Neben Suvarnabhumi und Don Mueang gibt es bei der aktuellen Wetterlage noch einige Punkte, die Urlauber auf dem Radar haben sollten:- Airport Rail Link und Bahn statt Straße: Für Suvarnabhumi kann der Airport Rail Link bei überlasteten oder überfluteten Straßen die planbarere Variante sein. Bei Don Mueang kommen je nach Ausgangspunkt SRT Red Line und andere Bahnverbindungen infrage. Trotzdem auch deren aktuellen Betriebsstatus prüfen.
- Inlandsflüge und Anschlüsse: Schon eine wetterbedingte Verspätung kann einen separat gebuchten Anschluss ruinieren. Bei knappen Umsteigezeiten besonders aufmerksam bleiben und nicht erst am Gate feststellen, dass der Weiterflug bereits weg ist.
- Fähren und Speedboote: Starkregen ist nur die halbe Geschichte. Hoher Wellengang kann Inseltransfers und Ausflüge beeinträchtigen oder zur Absage führen. Besonders bei Weiterreisen zu Inseln am selben Tag genügend Puffer lassen.
- Busse, Minivans und Transfers: Eine Straße muss nicht komplett gesperrt sein, um einen Fahrplan gründlich zu zerlegen. Hochwasser, Umleitungen und Staus können Transfers erheblich verlängern.
- Hotels in überflutungsgefährdeten Gebieten: Vor der Weiterreise kurz beim Hotel nachfragen, ob die Zufahrt problemlos möglich ist. Ein trockener Hoteleingang nutzt wenig, wenn die letzten 500 Meter nur noch per Kajak erreichbar sind.
- Mietwagen und Roller: Nicht durch unbekannt tiefes Hochwasser fahren. Unter der braunen Wasseroberfläche können Schlaglöcher, offene Kanaldeckel oder starke Strömungen lauern. Der Honda Click ist trotz seiner erstaunlichen thailändischen Vielseitigkeit weiterhin kein Amphibienfahrzeug.
- Reiseversicherung: Bei wetterbedingten Änderungen Belege, Airline-Mitteilungen und Rechnungen aufheben. Ob Zusatzkosten übernommen werden, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Flug gestrichen? Auch bei Unwetter gibt es Rechte
Wichtig: „Höhere Gewalt“ bedeutet nicht automatisch „Pech gehabt“. Die seit Mai 2025 geltende thailändische Civil Aviation Board Regulation No. 101 verpflichtet Airlines auch bei bestimmten wetterbedingten Verspätungen oder Annullierungen zu Betreuungsleistungen. Je nach Situation gehören dazu beispielsweise Essen und Getränke, Kommunikationsmöglichkeiten, Umbuchung oder Erstattung und gegebenenfalls Hotelunterbringung samt Transfer.Das ist allerdings von einer zusätzlichen pauschalen Entschädigungszahlung zu unterscheiden: Bei außergewöhnlichen Wetterbedingungen können solche finanziellen Ausgleichsansprüche entfallen, obwohl die Betreuungs- und Erstattungsrechte bestehen bleiben.
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