Hotelkrise in Thailand - Reisenews Thailand
Unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen Spende
aktivJetzt registrieren
08.09.2021

Wirtschaft  

Hotelkrise in Thailand

Umfragen bezeugen erschreckende Fakten - Keine Reaktion der Verantwortlichen

Hotelkrise in Thailand - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Eine von der Bank of Thailand und dem thailändischen Hotelverband durchgeführte Umfrage zeigt, dass 52 % der Hotels eine vorübergehende Schließung in Erwägung ziehen und 9 % endgültig schließen wollen. 62 % planen, ihre Personalkosten als Folge der finanziellen Auswirkungen von Covid-19 zu senken, während 61 % sagen, dass sie ihre Ausgaben an anderer Stelle kürzen werden.

Die Bangkok Post berichtet, dass die Umfrage zwischen dem 13. und 28. August durchgeführt wurde und 234 Hotelbetriebe teilnahmen. Nach Angaben des Präsidenten der THA lag die durchschnittliche Belegung im August landesweit bei nur 10,6 % und damit nur geringfügig höher als im Juli (9,6 %). Marisa Sukosol Nunbhakdi zufolge sagen 65 % der Hotels, dass sie aufgrund ihrer derzeitigen Liquidität weniger als drei Monate überleben werden.



PHUKET: 38 % der Betriebe auf Phuket gaben an, dass die Zahl der ausländischen Touristen, die auf die Insel kommen, geringer ist als erwartet. 35 % gaben jedoch an, dass die Zahlen ihren Erwartungen entsprechen. Die durchschnittliche Auslastung in Phuket liegt seit Beginn des Sandkastenprogramms bei etwa 15 %.

KOH SAMUI: In Surat Thani, wo das Samui-Plus-Wiedereröffnungsprogramm seit dem 15. Juli in Betrieb ist, sagen die Hotelbetreiber, dass die Touristenzahlen auf Samui erheblich niedriger sind als erwartet und die durchschnittliche Belegung nur 4 % beträgt. Die Hotels haben mit niedrigen Einnahmen zu kämpfen, und 58 % der Hotels geben an, dass ihre Einnahmen weniger als 10 % der vorherigen Einnahmen betragen.

Hotelkrise in Thailand - Umfragen bezeugen erschreckende Fakten - Keine Reaktion der Verantwortlichen Symbolfoto 1
Bislang wurden auf Samui nur 621 Touristen im Rahmen des Programms aufgenommen, während über 400 Touristen, die mindestens sieben Tage auf Phuket verbracht haben, anschließend nach Samui gereist sind. Seit dem Start des Programms am 15. Juli wurden 7.136 Zimmerübernachtungen für Samui Plus-Ziele gebucht und weitere 8.335 Zimmerübernachtungen wurden im Voraus gebucht. Im Gegensatz dazu wurden für Phuket im August 176.128 und im September 125.434 Zimmernächte gebucht.

Auf Samui haben die niedrigen Touristenzahlen jedoch zu der Forderung geführt, die Regeln für die Wiedereröffnung der Insel zu lockern. Ausländische Touristen, die im Rahmen des Samui-Plus-Programms einreisen, müssen derzeit noch in den ersten drei Tagen in einem Quarantäne-Hotel untergebracht werden, anders als bei dem Sandkastenprogramm auf Phuket.

Hotelkrise in Thailand - Umfragen bezeugen erschreckende Fakten - Keine Reaktion der Verantwortlichen Symbolfoto 2
Vielleicht sollten die Verantwortlichen auf Samui mal darüber nachdenken, dass alleine die 3 obligatorischen Tests mit 15.000 Baht (EUR 400.-) die Urlaubskassen der Touristen plündern. Rund 133.- EUR pro angeordnetem Pflichttest - eine ziemliche Frechheit und bei den stark gesunkenen Weltpreisen der Testkits, ein Absurdum. Das Geld, dass damit den Touristen aus der Tasche gezogen wird, kann anderswo nicht mehr ausgegeben werden, aber scheinbar haben die Beamten immer noch nicht verstanden, dass der normale Tourist keine unendlichen Geldmengen zur Verfügung hat. Der Begriff Budget scheint ihnen unbekannt zu sein.

Zu den horrenden Testkosten kommen rund EUR 200.- für die Inlandsflüge BKK-USM-BKK. Für 2 Personen fehlen dann schon mal 1.200.- Euro in der Kasse, von denen man absolut nichts hat und für die man auch einen kompletten schönen Urlaub auf Mallorca oder anderswo machen könnte. Als wäre der Thailand-Tourist durch die komplizierten Vorschriften und den enormen bürokratischen Aufwand, den das Programm auferlegt, nicht schon genug belastet. Diese Fakten gehen scheinbar an den Verantwortlichen völlig vorbei und anstelle die Preise der Tests zu deckeln, oder besser noch, zu subventionieren, als kostenlose Serviceleistung anzubieten und in den schwierigen Zeiten der Tourismusindustrie weltweit, mit einer günstigen Urlaubsmöglichkeit zu glänzen, hält man an einem offensichtlich nicht funktionierenden Samui-Plus-Model fest, zulasten der Hotels, der Restaurants und der kompletten Tourismuswirtschaft.
Gemäss dem Motto "Never change a not-working system"...

Mehr zum Thema Wirtschaft


Thailand plant Zukunftsfonds für eine grünere Zukunft   05.05.2026
    100 Milliarden Baht für grüne Infrastruktur und moderne Wirtschaft

Thailands Gesundheits- und Schönheitstourismus wächst   28.04.2026
    Wo Urlaub, Medizin und Selbstoptimierung zusammenkommen

Thailands Tourismus erlebt zu Songkran massiven Einbruch   10.04.2026
    🌴 Songkran unter Druck: Energiekrise lässt Thailands Tourismus schwächeln

Thailand hebt Kraftstoffpreise nochmals an - Diesel über 40 Baht   31.03.2026
    Steigende Weltmarktpreise treiben Kosten auf neues Niveau

Songkran unter Druck: Zwischen Wasserfest und Benzinsorgen   24.03.2026
    Reisefieber trifft Benzinsorgen - ein ungewöhnliches Neujahrsfest

Medikamentenrationierung in Bangkok - Iran Krieg Auswirkungen   20.03.2026
    Ramathibodi Hospital der Mahidol University eagiert auf Unsicherheiten

Thailand rüstet sich für Tourismuskrise   17.03.2026
    Nahostkonflikt im Fokus - War Room für den Tourismus

Trumps Krieg im Nahen Osten trifft Thailands Industrie   13.03.2026
    Lieferketten geraten ins Wanken - Unternehmen muss Produktion stoppen

Thailands ungewöhnliche Maßnahmen gegen Energieknappheit   11.03.2026
    Energie sparen im Staatsdienst: Homeoffice und Treppensteigen 😆 😆

Benzinkrise - Ölpreise steigen, Tankstellen werden gestürmt   06.03.2026
    Hamsterkäufe - Wie der Nahostkonflikt Thailand erreicht

⇒ Mehr Reisenews Thailand zum Thema Wirtschaft
Diese Seite Teilen: