12.07.2026
Interpol & Immigration schnappen deutschen Flüchtigen in Thailand
74-Jähriger muss wegen Missbrauchsvorwürfen zurück nach Deutschland
Nach Angaben der Behörden war der Junge gemeinsam mit seiner thailändischen Mutter nach Deutschland gezogen, wo die Familie mit dem späteren Tatverdächtigen lebte. Die Ermittler werfen dem Mann vor, den damals etwa zehnjährigen Jungen über einen Zeitraum von rund fünf Jahren wiederholt missbraucht zu haben – insbesondere dann, wenn sich die Mutter nicht im Haus befand.
Gegen den Deutschen liefen bereits Strafverfahren in Deutschland. Während des Gerichtsverfahrens setzte sich der Mann jedoch ab und floh nach Thailand. Daraufhin wurde über Interpol eine sogenannte Red Notice veröffentlicht, die internationale Fahndungsbehörden über den Aufenthaltsort des Verdächtigen informieren soll.
Hinweise führten die thailändische Immigration schließlich in den Nordosten des Landes. Dort entdeckten die Beamten den Gesuchten in einem abgelegenen Haus im Bezirk Mueang Buriram. Das Grundstück lag mitten in Reisfeldern und war von einem hohen Metallzaun umgeben.
Nach Angaben der Ermittler lebte der Mann äußerst zurückgezogen. Er soll gewusst haben, dass nach ihm gesucht wurde, und das Haus nur selten verlassen haben, um nicht entdeckt zu werden.
Nach seiner Festnahme wurde sein thailändisches Visum umgehend annulliert. Die Behörden bereiten nun seine Abschiebung nach Deutschland vor, wo er sich wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe vor Gericht verantworten muss. Gleichzeitig wurde er auf die Einreisesperrliste gesetzt und darf künftig nicht mehr nach Thailand einreisen.
Der Fall zeigt erneut die enge Zusammenarbeit zwischen der thailändischen Einwanderungsbehörde, Interpol und den deutschen Strafverfolgungsbehörden. Immer wieder werden international gesuchte Straftäter in Thailand aufgespürt und zur Strafverfolgung in ihre Heimatländer zurückgeführt.
Quellen: BangkokPost, TheNation, ThaiPBS

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