Kambodscha und Thailand vereinbaren Waffenstillstand - Reisenews Thailand
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28.07.2025

Politik  

Kambodscha und Thailand vereinbaren Waffenstillstand

ASEAN vermittelt in Malaysia erfolgreichen Durchbruch

Kambodscha und Thailand vereinbaren Waffenstillstand - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Nach fünf Tagen intensiver Gefechte an der thailändisch-kambodschanischen Grenze haben beide Länder am Montagabend einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand vereinbart. Das Abkommen tritt um Mitternacht in Kraft und soll das Ende der eskalierenden Kämpfe einleiten, die zuletzt ganze Grenzregionen verwüsteten.

Trilaterale Gespräche in Malaysia bringen Durchbruch

Der historische Schritt wurde im Rahmen von dreiseitigen Verhandlungen zwischen Kambodscha, Thailand und Malaysia erzielt. Gastgeber war der malaysische Premierminister Anwar Ibrahim, der die Gespräche in seiner Funktion als ASEAN-Vorsitzender leitete.

Anwar kündigte an, Malaysia werde ein Überwachungsteam koordinieren, das die Einhaltung des Waffenstillstands überprüfen und Verstöße dokumentieren soll.

„Dieser Waffenstillstand ist ein erster Schritt, um Vertrauen wiederherzustellen und die Spirale der Gewalt zu stoppen“, erklärte Anwar. Die ASEAN-Staaten seien entschlossen, weitere Eskalationen in der Region zu verhindern.

Hoffnung auf Normalisierung

Kambodschas Premierminister Hun Manet lobte das Treffen mit Thailands amtierendem Premier Phumtham Wechayachai in Putrajaya als „sehr produktiv“.

„Wir hoffen, dass die von Premierminister Anwar angekündigten Lösungen die Grundlage schaffen, um unsere bilateralen Beziehungen zu normalisieren und langfristig eine Deeskalation der militärischen Präsenz zu ermöglichen“, so Hun Manet.

Er dankte Malaysia ausdrücklich für die Vermittlung sowie US-Präsident Donald Trump und der chinesischen Führung für deren diplomatische Unterstützung bei der Konfliktlösung.

Schwere humanitäre Folgen – 300.000 Menschen auf der Flucht

Trotz des Waffenstillstands bleibt die humanitäre Lage angespannt. Nach Angaben Hun Manets wurden durch die Kämpfe in den vergangenen fünf Tagen rund 300.000 Menschen in beiden Ländern vertrieben.

Zahlreiche Dörfer wurden beschädigt, Infrastruktur zerstört, und die Versorgungslage in den Grenzregionen ist kritisch. Internationale Hilfsorganisationen bereiten sich auf umfangreiche Unterstützungseinsätze vor.


Mit der Vereinbarung eines sofortigen Waffenstillstands haben Kambodscha und Thailand einen wichtigen Schritt in Richtung Frieden gemacht. Ob diese Vereinbarung hält, hängt nun von der konsequenten Überwachung und dem politischen Willen beider Seiten ab, weitere Eskalationen zu vermeiden.
ASEAN wird in den kommenden Wochen die Lage genau beobachten – und die internationale Gemeinschaft, von den USA bis China, signalisiert Bereitschaft, den Friedensprozess aktiv zu unterstützen.


Quelle: The Nation

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