05.11.2024
Politik
Koh Kood bleibt thailändisches Territorium
Territorialstreit zwischen Thailand und Kambodscha um Trauminsel
Diese Klarstellung kam als Reaktion auf Forderungen der oppositionellen Palang Pracharath-Partei, von Akademikern und zivilgesellschaftlichen Gruppen, die die Regierung aufforderten, das Memorandum „MoU44“ aufzuheben. Dieses 2001 unterzeichnete Abkommen, das darauf abzielt, den Territorialstreit zwischen Thailand und Kambodscha zu regeln, sorgt für Bedenken, dass Thailand möglicherweise bestimmte überlappende Gebiete an Kambodscha verlieren könnte.
Paetongtarn erklärte, dass Koh Kood, auch als Ko Kut bekannt, sich nicht in dem umstrittenen Gebiet befindet und die Öffentlichkeit daher keine Angst haben muss, die Insel zu verlieren. Thailand werde laut Außenministerium bei Verhandlungen mit Kambodscha das eigene Wohl in den Vordergrund stellen und mit Bedacht vorgehen.
Der Grenzstreit reicht zurück bis ins Jahr 1972, als Kambodscha eine Grenze festlegte, die von Thailand infrage gestellt wurde, da sie Teile seines Seegebiets überlappen würde. Daraufhin legte Thailand 1973 eine eigene Grenzlinie fest. Trotz mehrerer Versuche blieb das Problem ungelöst, weshalb 2001 das Memorandum of Understanding, bekannt als „MoU44“, unterzeichnet wurde, um die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu fördern und eine Lösung für den Territorialstreit zu finden.
In jüngster Zeit wurde dieses Thema wieder aufgegriffen, nachdem politische Gruppen der Pheu-Thai-Partei vorwarfen, Kambodscha eine Verletzung thailändischen Territoriums zu erlauben. Dies hat zu Spannungen und Diskussionen über die künftige Ausrichtung der thailändisch-kambodschanischen Beziehungen geführt. Die Regierung von Paetongtarn Shinawatra hat jedoch deutlich gemacht, dass sie die Interessen Thailands wahren wird und Koh Kood weiterhin unangefochten thailändisches Gebiet bleibt.
Trauminsel Koh Kood
Grenzstreit seit 1962
Der Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha besteht seit Jahrzehnten und konzentriert sich hauptsächlich auf das Gebiet um den Preah-Vihear-Tempel. Dieses historische Heiligtum wurde 1962 durch den Internationalen Gerichtshof Kambodscha zugesprochen, jedoch bleibt das umliegende Land weiterhin umstritten. Beide Länder stützen sich auf Karten aus der Kolonialzeit, die von Frankreich erstellt wurden, jedoch von Thailand nicht vollständig anerkannt werden. Neben kulturellen und historischen Aspekten geht es bei dem Streit auch um wertvolle Bodenschätze und Ressourcen in der Region.Im Jahr 2001 unterzeichneten Thailand und Kambodscha das Memorandum of Understanding (MoU44), um eine Grundlage für friedliche Verhandlungen zu schaffen. Dennoch flammt der Streit immer wieder auf und wird teils für innenpolitische Zwecke genutzt. Trotz zahlreicher diplomatischer Gespräche bleibt der Grenzkonflikt ein sensibles Thema und eine ungelöste Herausforderung in den Beziehungen beider Länder.
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