Koh Samui und Koh Phangan sagen Mafia den Kampf an - Reisenews Thailand
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24.06.2026

Politik  

Koh Samui und Koh Phangan sagen Mafia den Kampf an

Tourismusbranche fordert härteres Durchgreifen gegen illegale Geschäfte

Koh Samui und Koh Phangan sagen Mafia den Kampf an - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Die beliebten Urlaubsinseln Koh Samui und Koh Phangan leben vom Tourismus. Traumstrände, Luxusresorts, Restaurants und ein entspanntes Inselgefühl locken jedes Jahr Millionen Besucher an. Doch hinter den Kulissen gibt es seit Jahren Probleme, die den Ruf der Inseln belasten. Nun fordern Vertreter der Tourismusbranche ein konsequentes Vorgehen gegen sogenannte Mafia-Strukturen und erhalten dabei Unterstützung von der Regierung.

Dabei geht es nicht nur um klassische organisierte Kriminalität. Nach Ansicht der Tourismusverbände umfasst der Begriff deutlich mehr. Gemeint sind auch Unternehmen und Netzwerke, die sich nicht an Gesetze halten, Touristen überhöhte Preise berechnen, öffentliche Flächen für private Geschäfte vereinnahmen oder illegale Konstruktionen nutzen, um Eigentums- und Geschäftsregeln zu umgehen.

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Die Tourismusvertreter warnen, dass solche Aktivitäten nicht nur unfairen Wettbewerb schaffen, sondern vor allem das Ansehen der Inseln gefährden. Konflikte zwischen Touristen und kriminellen Gruppen verbreiten sich heute innerhalb weniger Stunden über soziale Medien und internationale Nachrichtenportale.

Gerade für Reiseziele, die von ihrem guten Ruf leben, können einzelne Vorfälle erhebliche Folgen haben. Viele Urlauber entscheiden sich für Thailand, weil sie Sicherheit, Gastfreundschaft und unkomplizierte Ferien erwarten. Negative Schlagzeilen wirken daher besonders schädlich.

Staatliche Kontrollen bereits angelaufen

Die Behörden haben inzwischen ihre Kontrollen auf Koh Samui und Koh Phangan verstärkt. Im Mittelpunkt stehen dabei sogenannte Nominee-Konstruktionen. Dabei nutzen ausländische Investoren thailändische Strohmänner, um Geschäfte oder Grundstücke zu besitzen, die ihnen nach den geltenden Gesetzen eigentlich nicht oder nur eingeschränkt gehören dürften.

Koh Samui und Koh Phangan sagen Mafia den Kampf an - Tourismusbranche fordert härteres Durchgreifen gegen illegale Geschäfte Symbolfoto 2
Auch der öffentliche Nahverkehr auf den Inseln wird verstärkt überprüft. Seit Jahren gibt es immer wieder Beschwerden über monopolartige Strukturen, intransparente Preise und fehlenden Wettbewerb bei Transportangeboten für Touristen.

Vertreter der Tourismusbranche schlagen vor, möglichst viele bislang informell arbeitende Unternehmen in das offizielle Steuer- und Registrierungssystem zu integrieren. Dadurch würden Betriebe nicht nur kontrollierbarer, sondern auch transparenter. Gleichzeitig könnten illegale Gebühren, Schutzgeldzahlungen oder inoffizielle Abgaben deutlich schwieriger durchgesetzt werden. Nach Ansicht der Branche würde ein fairer Wettbewerb sowohl seriösen Unternehmen als auch den Gästen zugutekommen.

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Zusätzlich wünschen sich die Tourismusverbände eine intensivere Überprüfung von Ausländern, die in Thailand Geschäfte betreiben möchten. Dabei gehe es nicht darum, Investoren abzuschrecken. Vielmehr sollen Behörden genauer prüfen, wer tatsächlich als seriöser Unternehmer ins Land kommt und wer möglicherweise andere Absichten verfolgt oder bestehende Vorschriften umgehen möchte.

Für die Tourismusbranche steht fest: Das wichtigste Kapital der Inseln ist ihr Ruf.

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Gelingt es, illegale Strukturen einzudämmen, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und das Sicherheitsgefühl für Urlauber weiter zu stärken, könnten Koh Samui und Koh Phangan langfristig noch attraktiver werden.

Viele Branchenvertreter sehen darin sogar die Chance, den Tourismus stärker über das gesamte Jahr zu verteilen. Statt einer strikten Trennung zwischen Hoch- und Nebensaison könnten die Inseln künftig kontinuierlich Besucher anziehen und zusätzliche Investitionen anlocken.

Die Botschaft der Branche ist eindeutig: Wer Thailand als erstklassiges Reiseziel erhalten will, muss konsequent gegen alle Formen illegaler Einflussnahme vorgehen – egal ob durch lokale Netzwerke oder ausländische Hintermänner.
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