01.04.2022
April, April...
Kostenlose Säfte anstelle von Alkohol zu Songkran
Die thailändische Regierung beschliesst Gutscheinpaket zur Förderung der Gastronomie
Bei der gestrigen Sitzung der CSSA, die ausnahmsweise vom Gesundheitsminister und stellvertretenden Präsidenten Thailands Anutin geführt wurde, wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt, dass die thailändische Bevölkerung und auch die Touristen dazu bringen soll, von dem Genuss von Alkoholika über die Songkran-Feiertage abzusehen.
Nach mehrfachem Hin und Her über die Zulassung von Wasserschlachten und dem Genuss von Alkohol während der mindestens dreitägigen Neujahrsfeierlichkeiten vom 13. bis 15. April, hat die thailändische Regierung nun endlich die Regeln festgelegt. Das zuvor beschlossene Alkoholverbot und Tourismus Veranstalter stieß auf heftige Gegenwehr, da sie erhebliche Umsatzeinbußen an den drei wichtigsten Tagen des Jahres befürchtet wurden.
Die Regierung allerdings ist besorgt, dass alkoholisierte Thais und Touristen für einen enormen Anstieg der Covid-19 Neuinfektionen führen könnten. Nach bisherigen Erfahrungen sei die alkoholisierte Luft der Ausbreitung des Virus extrem förderlich.
Um eine gleichermaßen für die Gastronomie und auch die Gäste zufriedenstellende Lösung zu finden und den Alkoholkonsum einzuschränken, hat das Gesundheitsministerium nun beschlossen, Gutscheine für Säfte und Softdrinks zu erstellen, die den Gastrobetrieben, je nach Sitzplatzzahl zur Verfügung gestellt werden. Zuerst war nur von gesunden, vitaminreichen Säften die Rede, aber Einwände aus dem Tourismusministerium haben dazu geführt, dass nun sämtliche Softdrinks während der drei Tage bezuschusst werden sollen.
Der Wert eines jeden Gutscheines beträgt 40 Baht, die dem Gast bei jedem nicht alkoholischen Getränk gutgeschrieben werden und direkt vom Finanzministerium bezahlt werden sollen. Strittig ist bisher noch, was mit den Überschüssen der 40 Baht-Gutscheine geschieht, falls der Gast nur Wasser für 10-30 Baht bestellt. Es stellt sich die Frage ob entweder der Wirt den Gewinn einstreichen darauf, oder ob der Gast für sein Trinken bezahlt wird.
Ob die Regelung auch für Strandhändler oder Verkaufsstände gilt, die frische Kokosnüsse, Ananassaft oder Orangensaft verkaufen, ist bisher nicht bekannt.
Jedoch gehen wir davon aus das der Verband der thailändischen Fruchtsaftstrandverkäufer (VdFSV), eine für sie zufriedenstellende Lösung aushandeln wird.
Update 2. April 2022: Sicher habt Ihr es alle bemerkt und seid uns nicht auf den Leim gegangen.
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