18.10.2026
Wetter
Krabi im Wasser - schwere Unwetter treffen Thailands Urlaubsparadies
Unwetteralarm: Hochwasser, Sturmschäden und Warnungen für Urlauber
Die südthailändische Urlaubsprovinz Krabi erlebt einen äußerst ungemütlichen Sonntag. Heftige Regenfälle und kräftige Sturmböen haben am Nachmittag des 18. Oktober innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Straßen unter Wasser gesetzt, Wohnhäuser beschädigt und mehrere Strommasten umgerissen. Besonders betroffen sind Teile von Krabi-Stadt sowie mehrere Gemeinden im Hinterland. Die Katastrophenschutzbehörden sind im Einsatz und warnen bereits vor weiteren schweren Niederschlägen.
Vier Bezirke betroffen – Straßen teilweise unpassierbar
Gegen 15 Uhr setzte der Starkregen ein. Schon gut zwei Stunden später meldeten die Behörden Überschwemmungen und Sturmschäden in den vier Bezirken Mueang Krabi, Nuea Khlong, Khlong Thom und Khao Phanom.Nach einer ersten Schadensaufnahme um 17:10 Uhr waren sieben Unterbezirke und zehn Dörfer betroffen. Mindestens neun Haushalte und sechs Straßenabschnitte wurden als beschädigt oder beeinträchtigt registriert. Dabei handelt es sich ausdrücklich um vorläufige Zahlen, die sich mit fortschreitender Schadensaufnahme noch ändern können.
Auch wichtige Verkehrsverbindungen blieben nicht verschont. In Krabi-Stadt standen unter anderem Abschnitte der Phetkasem Road (Highway 4), der Utarakit Road und der Maharaj Road unter Wasser. Auf der Verbindung in Richtung Ao Nang wurden umgestürzte Strommasten gemeldet. Besonders in tiefer gelegenen Straßenabschnitten war ein Durchkommen zeitweise schwierig oder unmöglich.
Im Bezirk Nuea Khlong trafen die Wassermassen mehrere Dörfer rund um Huai Yung. Dort stürzten ebenfalls Strommasten um und blockierten Verkehrswege. In Sai Thai beschädigten starke Windböen zudem das Dach eines Wohnhauses.
Wasserfälle werden zur Gefahr
Besonders gefährlich wird die Situation dort, wo große Regenmengen aus den Bergen abfließen. Am beliebten Huai-To-Wasserfall stieg der Wasserstand am Nachmittag stark an. Das Wasser verfärbte sich durch mitgerissene Sedimente, woraufhin Besucher aufgefordert wurden, das Gebiet unverzüglich zu verlassen.Für Anwohner entlang des Khlong Yai wurden vorsorgliche Warnungen ausgesprochen. Solche plötzlichen Wasseranstiege können selbst dann gefährlich werden, wenn es am unmittelbaren Aufenthaltsort gerade nicht besonders stark regnet.
Weitere Unwetter bis zum 25. Oktober wahrscheinlich
Eine schnelle Entwarnung ist vorerst nicht in Sicht. Der thailändische Wetterdienst erwartet zwischen dem 18. und 20. Oktober weitere teils sehr starke Niederschläge im Süden des Landes. Auch für die darauffolgenden Tage bis zum 25. Oktober besteht erhöhte Gefahr durch Starkregen, plötzlich anschwellende Flüsse und Erdrutsche.Krabis Gouverneur Angkoon Sila-thawakul hat die zuständigen Behörden angewiesen, gefährdete Gemeinden frühzeitig zu warnen, Rettungsausrüstung bereitzuhalten und besonders gefährdete Gebiete rund um die Uhr zu überwachen.
Was bedeutet das für Urlauber in Krabi und Ao Nang?
Wer derzeit in Krabi Urlaub macht oder in den nächsten Tagen anreist, muss nicht gleich seine gesamte Reiseplanung über den Haufen werfen. Allerdings können lokale Überschwemmungen, Straßensperrungen und wetterbedingte Einschränkungen Ausflüge erheblich beeinträchtigen.Besonders bei Fahrten zwischen Krabi-Stadt, Ao Nang und dem Hinterland empfiehlt es sich, die aktuelle Straßenlage zu prüfen. Überflutete Straßen sollten keinesfalls auf eigene Faust durchfahren werden. Auch bei Bootsausflügen ist Vorsicht angebracht. In Gewittern können die Wellen auf der Andamanensee mehr als zwei Meter erreichen, regional warnt der Wetterdienst sogar vor über drei Meter hohen Wellen. Bootsbetreiber sollen gefährliche Gewittergebiete meiden.
Für Wasserfälle, Höhlen und Dschungeltouren gilt besondere Vorsicht: Die Behörden haben angekündigt, gefährdete Naturattraktionen bei Bedarf kurzfristig zu schließen. Wichtig: Die gemeldeten Schäden betreffen bislang bestimmte Gebiete der Provinz Krabi. Daraus lässt sich keine flächendeckende Überschwemmung sämtlicher Urlaubsorte oder Inseln ableiten.
Quellen: Provinzverwaltung Krabi, Thailändischer Wetterdienst und FM91 Trafficpro
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