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14.01.2022

Essen  

Krokodil- statt Schweinefleisch

Schweinepest erfreut Besitzer von Krokodilfarmen

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Thailändische Verbraucher greifen vermehrt zu Krokodilfleisch als alternativer Eiweißquelle, nachdem der Preis für Schweinefleisch, wegen der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land, in die Höhe geschnellt ist.

Eine Krokodilfarm bot am Montag auf ihrer Facebook-Seite Krokodilfleisch ab 70 Baht/kg (EUR 1,85/kg) an. Der Beitrag erhielt über 4.100 Likes und fast 2.000 Kommentare. Die Internetnutzer bekundeten ihr Interesse daran, das exotische Fleisch zu probieren, da der Preis viel niedriger ist als der von Schweinefleisch, das derzeit über 200 Baht/kg (EUR 5,25/kg) kostet. Sowohl die Farm als auch diejenigen, die es probiert haben, bestätigten, dass es ähnlich wie Huhn schmeckt.

Eine andere Krokodilfarm in Nakhon Pathom, einer Provinz westlich von Bangkok, berichtet, dass immer mehr Verbraucher Interesse an dem Fleisch des Reptils zeigen und es als Ersatz für Schweinefleisch kaufen. "Es ist reich an Proteinen, mager und auch sehr gesund", so der Farmbesitzer aus Nakhon Pathom.

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Krokodilfleisch ist fest und ziemlich trocken; es bricht auseinander wie lang geschmortes Schweinefleisch oder fester Thunfisch. Von Liebhabern wird es mit Hummer verglichen, meist aber mit Schweine- oder Hühnerfleisch bezüglich seiner Farbe und Textur in Verbindung gebracht. Es ist eiweißreich und fettarm, der Schwanz hat das meiste Muskelfleisch. Grundsätzlich verläuft die Zubereitung wie bei anderem weißen Fleisch. Sein besonderes Aroma sollte durch einfache Kochmethoden betont und nicht überdeckt werden.

Das Fleisch vom Schwanz und Rumpf eignet sich zum Grillen, Braten oder Frittieren, das Fleisch der Keulen zum Schmoren. Bevorzugt werden die Keulen und Schwänze der Jungtiere wegen ihres weißen, festen Fleisches, gerne in Palmöl geschmort oder gebraten und immer kräftig gewürzt.
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