11.05.2026
Kultur
Lisa & Parn bei der Met Gala 2026 - Thai Power & Couture
Robert Wun, große Roben und ein Hauch Thailand auf Weltbühne
Wenn die Met Gala ruft, kommt die Modewelt nicht einfach nur angezogen – sie erscheint in Konzepten, Kunstwerken und gelegentlich in Kleidern, bei denen man sich fragt, ob man dafür einen Statiker braucht. 2026 wurde es auf dem roten Teppich in New York besonders spannend für Thailand: Lisa Manobal und Nichapat „Parn“ Suphap sorgten beide in Looks von Robert Wun für große Aufmerksamkeit – und machten aus dem Abend einen kleinen, sehr glamourösen Thai-Pride-Moment.
Für Lisa, weltweit bekannt als BLACKPINK-Star, Solo-Künstlerin, Schauspielerin und gefühlt inzwischen eigene internationale Naturgewalt, war es bereits ihr zweiter Met-Gala-Auftritt. Diesmal kam aber noch ein besonderer Ritterschlag dazu: Sie war erstmals Mitglied des Host Committee der Met Gala. Damit stand sie nicht nur hübsch auf dem Teppich herum, sondern gehörte offiziell zu jenem Kreis von internationalen Persönlichkeiten, die dem Abend kulturell und modisch Gewicht geben. Vogue und andere Modemedien hoben hervor, dass Lisa 2026 als Host-Committee-Mitglied dabei war.
Ihr Kleid von Robert Wun war kein „schnell noch etwas Weißes mit Glitzer“-Moment, sondern ein echtes Couture-Konzept. Laut Vogue wurde der Look unter anderem mithilfe eines 3D-Scans von Lisas Armen entwickelt; die skulpturalen Arme griffen Posen aus dem traditionellen thailändischen Tanz auf. Dazu kamen ein heller, fast engelhafter Gesamteindruck und ein Look, der perfekt zur Met-Gala-Linie „Fashion Is Art“ beziehungsweise dem Costume-Art-Kontext passte.
Und dann war da Nichapat „Parn“ Suphap. In Thailand längst eine bekannte Größe auf dem internationalen Fashion-Parkett, zeigte sie erneut, warum sie nicht zufällig dort eingeladen wird, wo Mode nicht nur getragen, sondern regelrecht inszeniert wird. The Nation berichtete, dass es für Nichapat bereits der sechste Met-Gala-Auftritt war – so oft war bislang keine andere Thai-Persönlichkeit dort vertreten. Auch Parn trug Robert Wun, allerdings mit einem futuristischen Twist: Ihr Look arbeitete mit beweglichen, silbernen „Roboterhänden“, entstanden in Zusammenarbeit mit dem kinetischen Künstler Casey Curran.
Das Ergebnis war genau diese Art Met-Gala-Magie, bei der Kameras nicht wissen, ob sie Mode, Kunst oder einen sehr eleganten Science-Fiction-Moment fotografieren. Die South China Morning Post beschrieb Currans bewegliche Hände als Teil ihres schwarzen, bodenlangen Looks.
Spannend ist dabei nicht nur der Glamour, sondern die Symbolik. Zwei thailändische Frauen, beide international sichtbar, beide in Robert Wun, beide mit Looks, die nicht brav neben dem Thema standen, sondern es wirklich spielten. Das war keine reine Promi-Parade, sondern ein Moment, in dem Thailand auf dem globalen Modeparkett sehr selbstbewusst mitlief – nicht laut brüllend, sondern elegant, funkelnd und mit genug Drama, um Anna Wintours Sonnenbrille innerlich nicken zu lassen.
Lisa brachte Popkultur, Musik, Tanz und globale Fanpower mit. Parn brachte Modekompetenz, internationale Vernetzung und diese ruhige Selbstverständlichkeit mit, die sagt: „Ja, ich gehöre hierher.“ Zusammen wirkten sie wie ein kleines Statement: Thai Soft Power besteht längst nicht mehr nur aus Essen, Stränden und Serienhypes. Sie trägt inzwischen Couture, läuft über den Met-Teppich und lässt die internationalen Kameras klicken.
Robert Wun wurde dabei zum gemeinsamen kreativen Nenner. Seine Entwürfe passten hervorragend zu einem Abend, an dem Mode als Kunstform gefeiert wurde. Keine simplen schönen Kleider, sondern tragbare Ideen – mit Körper, Bewegung, Symbolik und ein bisschen „Moment mal, wie funktioniert das eigentlich?“
Kurz gesagt: Lisa Manobal und Nichapat „Parn“ Suphap haben die Met Gala 2026 nicht einfach besucht. Sie haben dort einen thailändischen Mode-Moment gesetzt. Elegant, spektakulär, kunstvoll – und mit genau der richtigen Portion Drama. Denn wenn schon Met Gala, dann bitte nicht wie ein netter Empfang im Hotelballsaal, sondern mit Couture, Haltung und einem Look, über den am nächsten Morgen wirklich alle reden.
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