Lok kracht in Touristenzug bei Kanchanaburi - Crash am River Kwai - Reisenews Thailand
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08.12.2025

Verkehr  

Lok kracht in Touristenzug bei Kanchanaburi - Crash am River Kwai

Wenn Routine völlig schiefgeht: 33 Verletzte und viele Fragen

Lok kracht in Touristenzug bei Kanchanaburi - Crash am River Kwai - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

In der westthailändischen Provinz Kanchanaburi sind am Samstag (6. Dezember 2025) bei einem Rangierunfall 33 Touristen verletzt worden, als eine Lokomotive mit einem Touristenzug kollidierte. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:02 Uhr am Bahnhof Wang Yen, einer Station auf der beliebten Ausflugsstrecke zwischen Kanchanaburi, dem River-Kwai-Gebiet und Nam Tok.

Nach offiziellen Angaben der thailändischen Staatsbahn (State Railway of Thailand, SRT) wurden an der Station Wang Yen Rangierarbeiten durchgeführt. Eine Diesellokomotive sollte an einen bereits mit Fahrgästen besetzten Zug – einen Touristenzug auf der Strecke Kanchanaburi–Nam Tok – ankuppeln.

Was eigentlich eine Routineprozedur ist, geriet außer Kontrolle: Die Lok setzte zurück, um an die Wagen heranzufahren. Doch aus bislang ungeklärter Ursache wurde mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit beziehungsweise unzureichend abgebremst aufgelaufen. Die Lok prallte mit solcher Wucht auf den stehenden Zug, dass die sechs Passagierwagen ruckartig nach vorne gerissen wurden. Der Zug war mit nahezu 100 Passagieren besetzt, überwiegend Touristen – sowohl Thais als auch Ausländer, die auf dem Weg in die landschaftlich reizvolle Umgebung und zum berühmten „Death Railway“-Abschnitt am River Kwai waren.

33 Touristen, teils schwer verletzt

Video Tourists Injured in Kanchanaburi
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Bei dem Vorfall wurden 33 Passagiere verletzt; 13 wurden ins Krankenhaus eingeliefert, und 20 weitere mit leichten Verletzungen erhielten vor Ort Erste Hilfe. Die Verletzungen reichten von Prellungen, Schnittwunden und Stauchungen bis hin zu ernsthaften Traumata, die insbesondere bei Passagieren auftraten, die im Moment des Aufpralls standen oder im Gang unterwegs waren. Viele wurden durch den Wagon geschleudert oder prallten auf Sitzlehnen und Gepäckablagen. Die meisten Verletzten wurden in das Phahol Pholpayuhasena Hospital in Kanchanaburi gebracht; weitere Patienten kamen in eine zweite Klinik der Provinz.

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Direkt nach dem Aufprall schlugen Mitarbeiter der Bahn und Passagiere Alarm. Augenzeugenberichten zufolge herrschten in den Wagen zunächst Chaos, Schreie und Panik, bis klar war, dass der Zug nicht entgleist war und kein Feuer ausgebrochen war. Danach lief der Notfallmechanismus relativ geordnet an: Das Bahnhofspersonal begann mit der Erstversorgung in den Wagen und am Bahnsteig, während lokale Rettungseinheiten und freiwillige Hilfsorganisationen aus Kanchanaburi alarmiert wurden.

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Schwerer verletzte Touristen wurden auf Tragen aus den Waggons gebracht und in Krankenwagen verladen. Mehrere Dutzend Passagiere, die unverletzt oder nur leicht verletzt waren, mussten ihre Weiterreise improvisieren – viele suchten sich kurzfristig Busse, Minivans oder Taxis Richtung Kanchanaburi-Stadt und zur River-Kwai-Brücke.

Die beschädigte Lokomotive war nach dem Aufprall nicht mehr fahrbereit, der Zug selbst blieb jedoch auf den Gleisen, was einen größeren infrastrukturellen Schaden und eine längerfristige Streckenblockade verhinderte.

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Die State Railway of Thailand veröffentlichte kurz nach dem Unfall eine Entschuldigung und kündigte eine detaillierte Untersuchung an. Man übernehme Verantwortung für den Vorfall im Rahmen der Betreiberpflichten, erklärte die Bahn. Zudem werde es eine umfassende technische und betriebliche Untersuchung geben, um zu klären, warum die Lok beim Ankuppeln offenbar mit überhöhter Wucht auflief.

Alle verletzten Passagiere sollen medizinische und finanzielle Unterstützung erhalten. Für gestrandete Reisende wurden zudem Bus-Transfers organisiert, damit sie ihre Reise nach Kanchanaburi und weiter zur Brücke am Kwai fortsetzen konnten.

Am Bahnhof Wang Yen in Kanchanaburi ist eine eigentlich banale Rangierbewegung zur unsanften Vollbremsung eines Ausflugs für fast 100 Touristen geworden. 18 von ihnen wurden verletzt, mehrere schwer, Dutzende erlitten zumindest leichte Traumata – körperlich wie psychisch.

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Noch ist unklar, ob in erster Linie menschliches Versagen, technische Defekte oder strukturelle Mängel verantwortlich waren. Klar ist jedoch: Die SRT steht unter Zugzwang, ihre Sicherheitsstandards und ihre Sicherheitskultur sichtbar zu verbessern. Zudem trifft der Unfall eine symbolisch wie touristisch wichtige Strecke – und er erinnert daran, dass selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten jeder Verzicht auf Sicherheitsdisziplin im Bahnverkehr schlagartig real und schmerzhaft wird, für genau die Menschen nämlich, die man eigentlich sicher ans Ziel bringen will.

Sobald die offizielle Unfalluntersuchung Ergebnisse veröffentlicht, wird sich zeigen, ob aus diesem Schock an der Strecke zum River Kwai nur die üblichen Pressemeldungen und Entschuldigungen bleiben – oder tatsächlich konkrete Konsequenzen für Technik, Personal und betriebliche Abläufe folgen.

Quellen: The Nation, Khaosod Thai, Thai Examiner
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